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Das Gleichnis vom Unkraut und vom Weizen.

 

»Jesus legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach:

 

Das Himmelreich gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte.

 

Als aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon.

Als nun die Saat wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut.

Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen:

 

Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät?

 

Woher hat er denn das Unkraut?

Er sprach zu ihnen:

Das hat ein Feind getan.

Da sprachen die Knechte:

Willst du denn, dass wir hingehen und es ausjäten?

Er sprach:

Nein!

Damit ihr nicht zugleich den Weizen mit ausrauft, wenn ihr das Unkraut ausjätet.

Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte;

und um die Erntezeit will ich zu den Schnittern sagen:

Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, damit man es verbrenne;

aber den Weizen sammelt mir in meine Scheune.«

Matthäus 13, 24-30

 

Jesus bediente sich mehrmals der Bilder vom Feld, vom Sämann, vom Samenkorn usw., und er hat sie dann auch selbst interpretiert.

 

Ich komme darauf also nicht mehr zurück, sondern werde mich in diesem Gleichnis nur mit der Antwort des Hausvaters an seine Diener beschäftigen, die ihn fragten, ob sie das Unkraut ausreißen sollten.

»Nein«, antwortete er, »auf dass ihr nicht zugleich den Weizen mit ausrauft, wenn ihr das Unkraut jätet. Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte.«

 

Wenn ihr dieses Gleichnis vom Weizen und vom Unkraut recht verstanden habt, so habt ihr eines der wichtigsten Gesetze des Lebens verstanden:

 

Wie man sich entwickelt trotz der scheinbar schlechten Bedingungen, die das Schicksal auf unseren Weg gelegt hat und wie man sich der Anordnung fügt, die der Hausvater gegeben hat.

»Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte.«

Diese Frage ist von größter Wichtigkeit sowohl vom pädagogischen als auch vom sozialen Standpunkt aus.

Die Menschen schimpfen immer gegen die Bösen, und ihre Sprache ist voll von Aussprüchen wie:

»Tötet sie, rottet sie aus!«

 

Seit Beginn der Welt hat man es aber nie geschafft, alle schlechten Wesen zu vernichten.

 

Und was sagen die Pädagogen, die Geistlichen, die Moralisten dazu?

»Rotten wir die Laster mit der Wurzel aus! Beseitigen wir die schlechten Gewohnheiten!«

Das mag eine gute Absicht sein, aber wie sie verwirklichen?

 

Alle werden sie mit den Waffen kommen, um das Böse zu vernichten.

Aber trotzdem wird es weiter bestehen.

 

Und manchmal werden jene, bei denen man gewisse Laster ausreißen konnte, Opfer von anderen, noch schlimmeren Lastern.

Um das Böse zu vernichten, stellen sich die Leute ebenso an wie derjenige, der alle Mücken töten will, aber vergisst, den Sumpf trockenzulegen, in dem sie gedeihen.

Um das Böse zu vernichten, genügt es nicht, sich der Schlechten zu entledigen;

denn die Schlechten werden durch bestimmte Bedingungen erzeugt.

Man muss den Sumpf austrocknen, das heißt die Bedingungen ändern;

dann gibt es keine Mücken mehr.

Ich bezweifle nicht, dass ihr das wisst.

Ihr ignoriert aber, dass es auch in euch einen Sumpf gibt, der das Böse und böse Wesen hervorbringt.

 

Ihr verbringt eure Zeit damit, die Mücken zu töten, die euch stören, aber ihr unternehmt nichts, um euren inneren Sumpf trocken zu legen!

 

Doch das sind sicherlich Wahrheiten, die ihr nicht gern hört.

 

Zu sagen, das Weizenfeld stelle die Welt dar, und das Unkraut und der Weizen die schlechten und die guten Menschen, die eines Tages getrennt werden, ist zwar eine richtige, aber ungenügende Interpretation.

Das Weizenfeld stellt nicht nur die Welt dar, sondern gleichermaßen jeden einzelnen Menschen, der in sich sowohl den Weizen als auch das Unkraut trägt, also seine gute und seine schlechte Natur.

Natürlich kann man sich fragen, wie es kommt, dass der Mensch, der nach dem Bilde Gottes geschaffen wurde und so viele gute Eigenschaften von seinem Schöpfer mitbekam, doch auch so absonderliche Neigungen hat wie die Lust zu lügen, zu stehlen, zu töten, zu verraten.

 

Wie ist es möglich, dass Gott der Schöpfer eines solch bösen und kriminellen Wesens ist?

 

Die Parabel gibt auf diese Frage Antwort.

Sie sagt, dass ein Feind kam, während wir schliefen und in uns Keime anderer Natur säte als diejenigen, die der Herr uns gab.

Und so gedeihen zweierlei Samen gemeinsam in uns.

Die Worte:

»Da aber die Leute schliefen…« erklären alles.

Und dies geschieht selbst bei den hoch entwickeltsten Wesen.

Schlummert das Bewusstsein ein, so verdunkelt sich die Intelligenz. »Der Feind« (der hier eine große Gemeinschaft von sehr wenig entwickelten Wesen darstellt, die der Evolution entgegengesetzte Ziele verfolgen), sät seine Gedanken, seine Gefühle und seine perversen Begierden in die menschliche Seele.

Darum müssen die Schüler einer Einweihungsschule immer sehr wachsam, sehr aufmerksam sein, selbst während ihres Schlafes.

Der Körper kann schlafen, aber nicht die Seele.

 

Seit Anbeginn der Welt ist »das Unkraut« Gegenstand menschlicher Studien.

 

In den Krankenhäusern, den Schulen, den Gerichten versucht man, die Elemente des »Unkrauts« zu analysieren.

Es ist nicht nur unmöglich herauszufinden, was das Böse in all seinen Manifestationen ist, sondern das Böse und das Gute sind auch so eng miteinander verflochten, dass man riskiert, das andere mit herauszuziehen, wenn man versucht, das eine auszureißen.

Man sollte sie so trennen können, wie es Hermes Trismegistos riet:

»Mit großer Geschicklichkeit wirst du das Feine vom Groben trennen.«

Ja, aber dazu besitzt der Mensch weder das Wissen, noch ausreichende Fähigkeiten.

Für ihn ist es deshalb die beste Lösung, das Gute und das Böse nebeneinander leben zu lassen und die außerordentlich starken Kräfte und Aktivitäten, die in den Elementen des Bösen enthalten sind, zu nutzen.

Das heißt, kleinste Dosen des Bösen zu nehmen, um die Kräfte des Guten zu stärken und zu beleben.

Genauso wie man es mit Edelreisern macht.

 

Was tut der Gärtner?

 

In den Ast eines wilden, jungen Birnbaums mit ungenießbaren Früchten pfropft er einen Zweig von einem Birnbaum guter Qualität.

Und dieser wird die gewaltige Lebenskraft des wilden Baumes zu nutzen wissen.

Gleichermaßen kann man auf den Baum des »Bösen« Zweige des Baumes des »Guten« propfen.

 

Wenn es den Kräften des Bösen gelingt, das Gute zu nutzen, um Energien daraus zu schöpfen, sie zu verwandeln und für ihre teuflischen Pläne zu verwenden.

Dann hat das Gute ebenso jedes Recht, von den Kräften des Bösen zu schöpfen, sie zu verwandeln und sich ihrer zu bedienen.

 

So besitzen wir zum Beispiel Organe, deren Funktion uns weder spirituell noch ästhetisch noch sauber erscheinen.

Trotzdem sind sie äußerst wichtig und wir dürfen sie nicht entfernen.

In der Natur ist jede Sache mit einer anderen verbunden:

Jede Zelle, jedes Organ ist mit anderen Zellen, anderen Organen verknüpft, wie auch die Wurzeln eines Baumes in Verbindung stehen mit den Ästen, Blättern, Blüten und Früchten.

Und wenn der Mensch seine Wurzeln abtrennt, das heißt, die Organe beseitigt, auf denen sein Leben gründet, löst er damit schreckliche Folgen aus.

Es stimmt, dass diese Organe zuweilen sogar zu Auslösern tragischer Ereignisse werden können, aber man muss sie am Leben erhalten und versuchen, Kräfte daraus zu schöpfen und sie umzuwandeln.

 

Liest man die Biographien sehr bedeutender Frauen und Männer, dann stellt man oft erstaunt fest, dass viele von ihnen abnorme, perverse und selbst kriminelle Neigungen in sich trugen.

 

Wenn man die Struktur des menschlichen Wesens nicht kennt, ist es schwierig zu verstehen, wie dies möglich ist.

In Wirklichkeit ist es sehr einfach.

Aufgrund ihrer niederen Tendenzen, gegen die sie ständig ankämpften, gelang es ihnen, bewusst oder unbewusst, in ihrem Wesen eine Veredelung zu bewirken.

 

Je brennender und schrecklicher ihre Leidenschaften (ihre Wurzeln) waren, desto schmackhafter wurden ihre Früchte, die sie hervorbrachten, umso bemerkenswerter ihre Werke.

 

Viele andere dagegen, die keine dieser Fehler hatten, haben der Menschheit nichts gegeben, lebten völlig unbedeutend und mittelmäßig.

Ich will damit nicht sagen, dass man das Böse in der Welt dulden, rechtfertigen oder kultivieren soll.

Nein.

Aber für die Menschheit kommt der Moment, diese erhabene Philosophie zu verstehen, die lehrt, wie man sogar die Kräfte des Bösen nutzen kann, um das Gute zu verherrlichen.

 

Je höher der Stamm und die Äste sind, desto tiefer in der Erde verankert sind die Wurzeln.

 

Wer dies nicht versteht, ist erschreckt über die Verbreitung des Bösen.

Man darf keine Angst haben.

Alles in der Natur ist nach außergewöhnlich weisen Gesetzen aufgebaut.

Wenn wir keine tiefgehenden Wurzeln haben, sind wir unfähig Leben aus der Erde zu schöpfen und Stürmen zu widerstehen.

 

Und welche Haltung sollen wir nun den Menschen gegenüber einnehmen, die in der Gesellschaft das Unkraut darstellen?

 

Auf der Erde gibt es Berge und Ebenen.

Und zwischen ihnen zirkulieren Strömungen, die bestimmte Manifestationen des Lebens bewirken.

Wäre die Erde völlig flach, so gäbe es kein Leben mehr.

Jesus, der dieses Gesetz gut kannte, zögerte nicht, sich unter die Armen, Sünder und Kriminellen zu mischen.

Die Pharisäer und die Saduzzäer dagegen ignorierten diese Naturgesetze.

Sie verachteten Jesus und beschuldigten ihn, mit dem unwissenden und sündhaften Volk zu verkehren.

Ihr Stolz hielt sie von den Armen und Bedürftigen fern, während Jesus gern bei diesen Schwachen, Kranken und Gefallenen lebte, um sich mit ihnen auszutauschen.

 

Er gab ihnen sein Licht, seine Liebe, seine Reinheit.

 

Aber zugleich schöpfte er bei ihnen die rohen, groben Materialien, ähnlich wie die Wurzeln sie aus dem Boden schöpfen, damit der Baum Blüten und Früchte tragen kann.

 

Die Bösen liefern Energien, die die Guten aufnehmen, veredeln und wandeln und in verarbeiteter Form als Güte, Barmherzigkeit und Weisheit weitergeben.

 

Dieser Austausch ist notwendig.

Jesus nahm die Sünden der Menschen, das heißt, er schöpfte die groben Energien aus ihnen, verwandelte sie in den Blättern seines Wesens und gab sie in Form von Licht und Liebe wieder zurück.

 

Wer sich weigert, Kontakt mit Unwissenden und Bösen zu haben und nur mit vornehmen, klugen und tugendhaften Menschen verkehren will, kann sich nicht fortentwickeln.

 

Er ist kein guter Alchimist, und bestimmte Eigenschaften und Tugenden, die zu seiner Evolution erforderlich sind, bleiben ihm versagt.

 

Deshalb waren die Pharisäer trotz all ihres Wissens unwissend, denn sie hielten sich von der Menge fern, was sie aber nicht daran hinderte, oft noch sündhafter und böser als diese zu sein.

 

Jesus dagegen wollte so tief wie möglich hinabsteigen.

Er mischte sich unter das Volk, aber ganz bewusst und arbeitete an dessen Unterrichtung und Läuterung, um es bis zu Gott zu führen.

Der Argwohn und der Stolz der Pharisäer öffnete die Tore ihrer Seelen weit für Unreinheiten und Schwächen.

Der Mut, die Überzeugung und die Liebe Jesu dagegen reinigten überall die Atmosphäre, wo er vorbeiging.

 

Ich sage dies nicht, um euch zu ermuntern, mit Kriminellen und Zügellosen zu verkehren!

 

Bevor man sich ihnen nähert, muss man unbedingt die Frage des Unkrauts und des Weizens gründlich studieren, also wissen, wie man diese Umwandlung von Bösem in Gutes bewirkt.

Man sieht manchmal tugendhafte und bezaubernde Frauen, die Säufer und Wüstlinge heiraten, in der Hoffnung, sie zu retten.

Aber da der gute Wille allein nicht ausreicht, um ein Wesen seinen Lastern zu entreißen, werden sie schließlich selbst in Tiefen und Schändlichkeiten gezogen, anstatt ihren Ehegatten zu retten.

 

Um das Böse zu verwandeln, braucht man ein bestimmtes Wissen.

 

Die Eingeweihten können uns helfen, denn sie nehmen unsere Sünden, Irrtümer und Schwächen auf sich und geben uns dafür ihr Licht, ihren Frieden, ihre Liebe.

Nur die großen Eingeweihten wissen, wie man die Umwandlung des Bösen in das Gute bewerkstelligt.

Sie allein wissen, was im Unkraut enthalten ist und sind fähig, daraus Nutzen zu ziehen.

Schaut die Zeichnung an.

Zunächst seht ihr, dass sie verschiedene Kategorien von Menschen darstellt, die den verschiedenen Ebenen entsprechen:

der physischen, der astralen, der mentalen, der kausalen, der Buddhi- und der Atman-Ebene.

Der Mensch stellt einen Baum dar mit Wurzeln, Stamm, Ästen, Blättern, Blüten und Früchten

Studieren wir nun die Entsprechungen zwischen diesen Wesen und den verschiedenen Teilen eines Baumes.

 

Die primitiven Menschen sind in den Wurzeln des Baumes;

sie arbeiten sozusagen unter der Erde.

 

Die gewöhnlichen Menschen arbeiten im Stamm.

 

Sie lassen durch sich selbst die Rohstoffe durchfließen, die von anderen umgewandelt werden.

 

Die begabten Menschen stellen die Äste dar, die diese Stoffe zu den Blättern schicken und zurück zu den Wurzeln, sobald sie aufbereitet sind.

 

Sie nehmen, um zu geben;

sie sorgen für den Austausch.

Die Genies sind die Knospen, aus denen die Blätter entspringen.

Hier beginnt die große Arbeit:

die Aufbereitung der rohen Säfte mit Hilfe der Sonnenstrahlen.

 

Die Heiligen sind die Blüten des kosmischen Baumes.

 

Durch ihre Farben, ihre Schönheit, ihren Duft ziehen sie Schmetterlinge, Insekten, Vögel und Menschen an.

Ihre Bestimmung ist es, Früchte zu bilden.

Dank ihrer wird das Leben rein und schön.

 

Die großen Meister sind die Früchte des kosmischen Baumes, die göttliche Nahrung,

»das Brot, das vom Himmel kommt«.

 

Sie besitzen die Süße aller Säfte.

 

Der Mensch stellt einen Baum dar mit Wurzeln, Stamm, Ästen, Blättern, Blüten und Früchten.

Alle Menschen haben Wurzeln, einen Stamm und Äste, aber sehr wenige unter ihnen werden vom Frühling besucht.

Die meisten sind Bäume ohne Früchte, ohne Blüten und selbst ohne Blätter – »Winterbäume« –, traurig, düster, ohne jeden Schmuck.

Es können zwar in jedem Menschen »Blumen« erblühen;

aber dafür muss man arbeiten, ein großes Wissen besitzen und viel Zeit opfern, damit die Blüten erblühen, ihren Duft ausströmen und Früchte bilden können.

 

Die Früchte sind das Werk der verschiedenen Tugenden.

 

Die Blätter, Blüten und Früchte entsprechen der Liebe, der Weisheit und der Wahrheit.

Mit großer Weisheit verwandeln die Blätter den rohen in aufbereiteten Saft, so wie die Alchimisten Metalle in Gold verwandeln mit Hilfe des Steins der Weisen.

Die Blüten sind mit der Liebe verbunden.

Ihre Farben, ihr Duft, die reine Materie ihrer Blätter ziehen die Wesen an.

Sie enthalten den Nektar, den die Insekten sammeln.

 

Die Früchte stellen die Wahrheit dar, das Ergebnis der Vereinigung von Weisheit und Liebe.

 

Die Blätter, Blüten und Früchte der Bäume fallen zu einer bestimmten Jahreszeit ab.

Es bleiben nur noch die Äste, der Stamm und die Wurzeln;

sie sind immer da. Genauso fehlen in der Welt nie die primitiven Menschen, die gewöhnlichen und die talentierten Menschen, während die genialen Menschen, die Heiligen und die großen Meister viel seltener sind.

Im Winter verbleibt von den Blättern, Blumen und Früchten des Sommers nur die Erinnerung an ihre Farben, ihren Geschmack und ihren Duft.

 

All diese Schönheit bleibt im Gedächtnis eingeprägt.

 

Ebenso ist es mit den Genies, den Heiligen und den großen Meistern.

Noch lange nach ihrem Fortgang spricht die Menschheit von ihren Werken und über die Freude, die sie um sich verbreiteten.

Auf der Erde haben Liebe, Weisheit, Schönheit und Wahrheit keine so günstigen Bedingungen für eine Bleibe.

Die Genies, die Heiligen und die großen Meister besuchen die Erde, um dort ihren Segen zu verbreiten;

dann gehen sie wieder.

Was ständig auf der Erde bleibt, ist das Mittelmäßige, Hässliche, die ganz gewöhnlichen Menschen.

 

Im Himmel dagegen sind die Blätter, Blüten und Früchte ewig, während alles andere vergänglich ist.

 

Im Menschen selbst, kann man sagen, dass Wurzeln, Stamm und Äste, die dem physischen, astralen und mentalen Körper entsprechen, die niedere Natur, die Personalität darstellen, während die Blätter, Blüten und Früchte dem Kausal-, Buddhi- und Atmankörper entsprechen und die höhere Natur, die Individualität, darstellen.

Beobachtet euch, und ihr werdet feststellen, dass auch in euch die beständigsten, widerstandsfähigsten und zähesten Eigenschaften Wurzeln, Stamm und Äste sind, das heißt all jene, die euren Instinkten, Leidenschaften und rein egoistischen Tendenzen entsprechen.

 

Von Zeit zu Zeit erscheinen Blätter in eurer Intelligenz (lichtvolle Gedanken), Blumen in eurer Seele (warmherzige Gefühle) und Früchte (selbstlose und uneigennützige Handlungen).

 

Nur dauert dieser »Frühling« leider nicht sehr lange!

Diese Inspirationen, diese feinsten Verfassungen eures Überbewusstseins verschwinden schnell, und dann seid ihr wieder wie vorher, mit denselben Bedürfnissen zu essen, zu trinken, zu streiten und aus allem Profit zu ziehen.

 

Aber gehen wir weiter, um noch einige außergewöhnliche Entsprechungen zu entdecken, die es in der Natur gibt.

 

Das Schema, das ich euch gab, zeigt, dass die Wurzeln mit den Früchten in Verbindung stehen.

Sie sind der Ausgangspunkt, während die Früchte das Ziel sind.

Wenn die Früchte reif sind, wird die Arbeit der Wurzeln unterbrochen.

Aber das Außergewöhnliche daran ist, dass die Früchte mit ihren Kernen zukünftige Wurzeln sind.

Aus ihnen beginnt der Stiel zu wachsen.

Die Tatsache, dass bestimmte Pflanzen die Früchte in ihren Wurzeln haben (Knollengewächse), weist auf die Existenz dieser Verbindung zwischen Wurzeln und Früchten hin.

 

Die Knollengewächse sind die Pflanzen, die sich in der spirituellen Welt nicht entwickeln konnten.

 

Sie sind unter der Erde geblieben.

Ihr seht auch, dass zwischen dem Stamm und den Blüten eine Verbindung besteht und auch zwischen den Ästen und den Blättern.

Im Menschen ist es dasselbe.

Hier ist der physische Körper mit dem Geist, das Herz mit der Seele und der Intellekt mit dem Kausalkörper verbunden.

Deswegen gibt es Wechselbeziehungen und eine enge Verbindung zwischen den primitiven Menschen und den großen Meistern, zwischen den gewöhnlichen Menschen und den Heiligen und zwischen den Talentierten und den Genies.

 

Es hängt nicht von uns ab, ob die böswilligen Menschen beseitigt werden.

 

Gott allein lässt die Gerechtigkeit walten.

Wir müssen uns nur um das Gute kümmern, für das Gute lernen und arbeiten.

Je mehr wir die spirituelle Macht des Guten vergrößern, desto mehr werden die Böswilligen von ihr begrenzt.

 

Die höheren Kräfte können die Bösen verwandeln, wir selbst sind dazu nicht in der Lage.

 

Und ich sage euch sogar, dass die Menschen sich täuschen, wenn sie glauben, sie könnten einen Kriminellen loswerden, indem sie ihn töten;

denn nach seinem Tod begibt er sich in den Astral- und in den niederen Mentalbereich, und von dort hat er die Möglichkeit, das Böse zu verstärken.

Er will sich rächen, und damit richtet er noch mehr Böses an, weil er sich in die Köpfe der Menschen einschleicht und sie dazu drängt, Verbrechen zu begehen, damit er durch sie seine böswilligen Absichten verwirklichen kann.

Er hat sogar mehr Aktionsmöglichkeiten als vor seinem Tod, weil er nicht mehr begrenzt ist und durch zahlreiche Personen wirken kann, indem er ihre Gedanken und Gefühle beeinflusst.

 

Solange eine stinkende Flüssigkeit in ein Gefäß eingeschlossen ist, kann der Gestank sich nicht verbreiten.

 

Aber sobald ihr das Gefäß öffnet, durchzieht der Gestank die Atmosphäre.

Ebenso ist es mit dem Kriminellen.

Solange er lebt, ist er in seinem Körper eingeschlossen, aber sobald er stirbt, wird sein Geist befreit;

er breitet sich aus und sucht eine große Zahl menschlicher Gehirne auf, um sie zu beeinflussen.

Man sollte die Verbrecher also nicht mit dem Tode bestrafen wegen der Folgen, die in der unsichtbaren Welt ausgelöst werden.

 

Es ist unsere Aufgabe, Lebensbedingungen zu schaffen, die keine Übeltäter mehr hervorbringen.

 

Eine Gesellschaft, die nicht auf spirituellen Gesetzen basiert, ist wie ein Sumpf, und ein Sumpf kann nur Stechmücken hervorbringen.

Lasst uns zum Schluss kommen und mit den Worten des »Hausvaters« enden:

» … und zur Erntezeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut und bindet es in Bündel, damit man es verbrenne…«

 

Seht, das Unkraut wird ins Feuer geworfen, denn nur das Feuer kann das Gute vom Bösen trennen.

 

Was geschieht, wenn ihr Fieber habt?

Die Zeit der Ernte ist gekommen!

Vielleicht ist es nur eine kleine Ernte (die große Ernte wäre viel schwerer zu ertragen gewesen, und niemand weiß, ob ihr in die Scheune gekommen oder verbrannt worden wärt).

Wenn das Feuer (das Fieber) kommt, bringt es das Unkraut in euch zur Auflösung und verbrennt es;

das heißt, es vernichtet das Übel, die Abfälle, alle schädlichen Stoffe.

Wenn das Feuer seine Arbeit vollbracht hat, atmet ihr auf, weil ihr euch besser fühlt.

So gibt es große und kleine Ernten, und das Fieber kommt, um euch von einem bestimmten Unkraut zu befreien.

Das Unkraut existiert auf allen drei Ebenen:

der körperlichen, der astralen und der mentalen.

»Eine Zeit wird kommen, und diese Zeit ist nahe, da das Böse von der Erde vertrieben wird.

Erzengel Michael wird kommen, um den Drachen zu binden, und er wird ihn für tausend Jahre einsperren.

Dies ist die Stunde der Ernte.«

 

Die unsichtbare Welt wird ein Feuer senden, um die Erde zu reinigen, und in dem Moment wird in uns das Unkraut vom Weizen getrennt.

 

Die Erde ist bereits unter dem Einfluss des Feuers, und wer viel Unkraut in sich trägt, wird enorm leiden, denn das Feuer wird überall eindringen.

 

Derjenige aber, der Weizen besitzt, wird sich freuen und einer Lampe gleichen.

 

Deren Flamme immer strahlender wird.

 

Denn dieses himmlische Feuer, das das Unkraut verbrennt, wird die Söhne des Reiches Gottes erleuchten.

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