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Dein Wille entscheidet über Dein Schicksal.

 

Zwei Arbeitsmethoden zur Bewältigung der Personalität.

 

Freier Vortrag.

In den vorangegangenen Vorträgen wies ich mehrmals darauf hin, man dürfe die Personalität niemals als Ratgeberin oder Herrin betrachten.

Sie nicht herrschen, befehlen noch auftrumpfen lassen und schließlich ihr Knecht werden.

Die Leute merken gar nicht, dass sie von der Personalität geführt werden und ihr Untertan sind.

 

Tag für Tag sind sie damit beschäftigt, bemüht ihren Willen zu tun und sind sich dessen nicht bewusst.

 

Als Erstes empfahl ich euch, die Personalität zu bändigen, das ist zu Beginn das Ratsamste, bevor man die höheren Stufen der Einsicht erreicht hat.

 

Aber ich setzte hinzu, dass ihr auf diese Weise nie das letzte Wort habt, dazu ist die Personalität viel zu gerissen;

Sie intrigiert unaufhörlich, um ihre herrschende Stellung zurückzuerobern.

 

Sobald eure Wachsamkeit, Klarsicht und Aufmerksamkeit etwas nachlässt, schleicht sie sich ein, streckt ihre Fangarme aus und besiegt euch:

Ihr seid ihr aufs Neue ausgeliefert.

 

Im Grunde genommen sind beide Methoden gut:

Mit der ersteren übt ihr euch in der Selbstbeobachtung, im Kämpfen und Ringen, entwickelt euer Unterscheidungsvermögen und euren Willen.

 

Doch die zweite Methode ist vorzuziehen, und diesbezüglich möchte ich heute noch einiges erläutern.

 

Mit der ersten Methode, d. h. im Kämpfen gegen die Personalität, festigt ihr euren Willen, werdet kräftiger und widerstandsfähiger;

Dennoch ist der Erfolg nie endgültig, weil die Personalität – selbst unterjocht – untreu, listig, durchtrieben und widerspenstig bleibt.

 

Sie fügt sich nur scheinbar.

 

In Wirklichkeit ist sie Tag und Nacht darauf bedacht, euch zu stürzen, und häufig gelingt es ihr auch!

 

Hierzu ein Beispiel.

 

Zwei Völker führen Krieg gegeneinander, und schließlich ist zumeist eines davon besiegt, es muss sich unterwerfen:

Eine Steuer entrichten, Landstücke abtreten, Arbeitskräfte zur Verfügung stellen usw.

 

Allein, dieser Sieg ist unsicher und nicht ein für alle Mal errungen.

 

Alsbald wehrt sich das besiegte Volk gegen die auferzwungene Lage, lehnt sich auf und bereitet insgeheim seine Befreiung vor.

Es lässt selbstverständlich nichts davon verlauten, aber es unterhöhlt, rüstet sich.

Und eines schönen Tages, während die Sieger glücklich, gesättigt, stolz und ruhmgekrönt sich auf ihren Lorbeeren ausruhen…

Brechen die Überraschungen herein, und die Lage hat sich gewendet.

Dies lässt sich in der Völkergeschichte, in Politik und Handel usw. nachweisen und in der einen oder anderen Gestalt auf sämtlichen Gebieten des täglichen Lebens.

Im Innenleben verhält es sich genauso:

Es gelingt dem Menschen nicht, seine Personalität endgültig zu unterwerfen.

 

Sie bleibt aktiv, sie gräbt und nagt weiter, setzt unentwegt ihre unterirdische Arbeit fort und gibt nie auf.

 

Um sie im Zaum zu halten, muss man unaufhörlich einsatzbereit, scharf bewaffnet und wachsam bleiben, und das ist ungemein anstrengend.

Sogar Heilige und Eingeweihte ermüden bisweilen, müssen nachgeben und werden von der Personalität gepackt.

 

Denn sie ist hartnäckig!

Man mag sie ausreißen, immer wächst sie nach.

 

Ihr kennt doch wohl die Quecke.

 

Es ist ein Unkraut, das man nie völlig ausrotten kann.

 

Nun, die Personalität ist damit vergleichbar.

Darum ist die zweite Methode, die ich euch mitteilen möchte, weit überlegen.

 

Erinnert euch, ich sagte schon des Öfteren, dass wir nur ungenügend bewaffnet sind, um gegen des Böse anzukämpfen:

Denn es ist gut ausgerüstet und verfügt über zahlreiche Waffen verschiedenster Art;

Wir sind ihm nicht gewachsen und nicht fähig, es völlig zu entwurzeln.

 

Deshalb ist es weit besser den Herrn zu bitten, er möge unser Mitkämpfer, unser Verbündeter werden.

 

Jedes Land sucht nach Verbündeten, das ist ganz natürlich.

 

Dem Menschen ist diese uralte Weisheit seit jeher bekannt, sich Freunde zu verschaffen, die ihm helfen, denn alleine ist er zu leicht verletzbar.

Das Böse verfügt über so zahlreiche Mittel, Kenntnisse und Möglichkeiten, dass man es nie besiegen kann, wenn man alleine dagegen angeht.

 

Es gibt nur eine Lösung:

Sich mit dem Herrn, den hohen Lichtwesen, den Erzengeln und Gottheiten zu verbinden und sie den Kampf ausfechten zu lassen…

 

Wir sind dann nur noch die Zuschauer, welche den Kampf beobachten und sehen, wie der Himmel den Sieg davonträgt.

 

Denn allein der Himmel, das heißt, unser geistiges Ich, besitzt alle Macht und Fähigkeit dazu;

Hingegen, was sind wir denn schon, dass wir es wagen, uns dem Bösen alleine entgegenzustellen?

 

In meinen jüngeren Jahren fehlte mir diese Erfahrung noch.

 

Auch mir brachte man bei, dass man das Böse bekämpfen, entwurzeln und ausrotten muss, und ich handelte dementsprechend.

 

Und so war ich zerrissen, zerschlagen, denn es ist erschöpfend, gegen sich selbst zu kämpfen, das heißt, gegen eine Kraft, die man eigentlich nicht kennt.

Erst später, als ich nachzudenken begann und andere Methoden suchte, mich immer inniger mit dem Göttlichen verband, wurde mir klar, dass man so nicht vorgehen darf.

 

Deswegen sage ich zu euch heute auch:

»Macht ihr nach den alten Vorschriften weiter, geht ihr dem Zerfall entgegen.

Merzt nichts aus, tötet nichts ab, es ist unmöglich.

Denn, tut ihr es, fällt dies auf euch zurück, und ihr geht zugrunde.«

 

Wie kann ein Mensch sein Gedärm ausreißen und nicht daran sterben?

 

Eine andere Methode muss angewandt werden.

 

Aus diesem Grunde bringen wir das Licht eines neuen Wissens zu sämtlichen Fragen.

 

Versucht nicht, eure Personalität zu vernichten, sie ist eure beste Dienerin, stets bereit, euch zu dienen.

Selbst wenn sie aufmurrt und zurückschlägt, so wird sie doch gehorchen und sich unterwerfen, wenn ihr mit Überzeugung und Überlegenheit ihr entgegentretet.

 

Mangelt es euch jedoch an dieser Kühnheit und diesem Mut, fügt sie sich nicht.

 

Seht zum Beispiel, einen Menschen, der sich vor Pferden fürchtet:

Steigt er in den Sattel, so wirft das Pferd ihn zu Boden, weil es spürt, dass er ein Weichling ist, und um ihm eine Lektion zu geben – hoppla, wirft es ihn eben ab!

 

Man sollte wie Alexander der Große sein, der sogar das Pferd Bukephalos bestieg.

 

Es war unbezwingbar.

 

Trotzdem gelang es Alexander darauf zu reiten, denn das Tier fühlte, wen es auf dem Rücken trug.

 

Das ist die Personalität, ein Wildpferd!

Deswegen sprechen die Eingeweihten von »es wagen«.

Wagen in diesem Sinne heißt, die Personalität beherrschen und unterjochen.

 

Gewöhnlich wagen die Menschen andere Dinge:

Stehlen, betrügen, morden.

 

Ja, das wagen sie, aber ihre Personalität bezwingen, das wagen sie nicht.

 

Und dennoch, einmal muss es getan werden!

 

Diese Arbeitsmethode ist die beste, aber man kann es nicht auf einmal schaffen.

 

Wenn auch der Himmel den Platz der Personalität eingenommen hat, heißt das noch nicht, sie sei völlig ausgemerzt:

Sie behält noch einige Wurzeln im physischen Körper als ihrem letzten Zufluchtsort.

Mag sie auch den Wunschkörper verlassen haben, sodass keinerlei ausgefallene, zwielichte oder teuflische Antriebe mehr bestehen.

Mögen auch im Mentalkörper keinerlei Intrigen, Listen und Berechnungen mehr sein, behält sie doch noch auf der irdischen Ebene Stützpunkte.

 

Dort, in der Körperhülle, überlebt sie weiter, und dies ist notwendig.

Denn verschwände sie auch von der irdischen Ebene, so könnte der Geist Gottes, die Individualität, nicht offenbar werden.

Darum darf sie nicht vertilgt werden.

 

Sie wird eigentlich nicht vollständig und endgültig ersetzt:

Im physischen Bereich ist die Personalität allerdings ein für alle Mal entfernt worden;

Nur in ihrer äußeren Form, ihrer materiellen Grundlage besteht sie fort.

 

Wenn ich von Ersetzung spreche, lässt sich dies mit dem Personen wechsel in einer Behörde, einer Bank, innerhalb einer Universität oder des Bundestags vergleichen.

 

Ich spreche nicht von den Fällen, wo durch Anbauten die Neueinstellung von Personal erforderlich wird;

Das kommt vor, interessiert uns hier aber nicht.

 

Ich spreche vom Personen wechsel innerhalb des gewohnten Geschäftsablaufs einer Firma oder einer Behörde.

 

Nun, der gleiche Vorgang findet auch bei jedem Einzelnen statt:

Der Körper bleibt erhalten;

Ausgetauscht wird der ganze Inhalt.

 

Um mich besser verständlich zu machen, will ich nochmals wiederholen, was ich unlängst über das Zellengedächtnis sagte:

Ihr wisst wohl, die Zellen erneuern sich fortwährend.

Somit sind nach einer gewissen Zeit – im Allgemeinen sagt man nach 7 Jahren – neue Zellen an die Stelle der alten getreten.

 

Und dennoch begeht der Mensch die gleichen Fehler und Dummheiten wie vorher.

Er behält dieselben Schwächen und Laster, leidet an denselben Übeln – obschon seine Zellen sich erneuert haben.

 

Dies wäre unerklärlich, wüsste man nicht, dass, wenn auch der Organismus von außen her neue Baustoffe aufnimmt, womit er die verschlissenen ersetzt, etwas Wesentliches bestehen blieb, das sich nicht erneuerte:

Nämlich das Zellengedächtnis!

Jede neue Zelle setzt tatsächlich die Tätigkeit ihrer Vorgängerin fort, obgleich sie neue Wirkstoffe mit sich bringt.

 

So ist es auch in Büros oder Fabriken:

Alte Angestellte, die in den Ruhestand gehen, geben ihren Arbeitsplatz an junge ab, welche dann die gleiche Arbeit fortsetzen.

Das ist es, was ich als »das Gedächtnis« bezeichne:

Dank der gewohnten Arbeitsweise, desselben Ziels und der gleichen Richtlinien geht die Arbeit weiter.

 

Aufgrund dieses Zellen -Gedächtnisses begehen wir weiterhin unsere alten Dummheiten;

Die Moleküle und Atome wurden ersetzt, aber man vergaß deren Gedächtnis auszuwechseln, das seit Generationen übertragen wurde.

 

Den die Zellen sind neu, aber sie handeln noch auf dieselbe Art, wiederholen gewohnheitsmäßig Handlungen und Gesten.

 

Betet ihr nun:

»Vater im Himmel, komm und nimm den Platz meiner Personalität ein, lenke Du mein Leben«.

Dann wirkt ihr nicht nur auf das Körperliche, auf die physischen Zellen ein, sondern besonders auf das Gedächtnis der Zellen, auf die in sie eingeprägten Bilder.

 

Damit werden die alten Gewohnheiten durch neue Fähigkeiten, Eigenschaften, Tugenden ersetzt.

 

Ihr fragt euch nun vielleicht, ob diese zweite Arbeitsmethode nicht im Gegensatz zu dem steht, was ich euch zuvor geraten hatte, nämlich die Personalität zu unterwerfen.

Nein, es besteht kein Widerspruch, denn wenn es euch gelingt, sie zu unterjochen und ihr sie dazu bringt, eure hohen Pläne und Vorhaben auszuführen, wird sie dies tun.

Jedoch nur unvollständig, weil von euch keine neuen Bilder in ihr Gedächtnis geprägt wurden.

 

Die Bilder entsprechen eurem Willen, indessen die Personalität ihre eigenen beibehält;

Hinterlistig wartet sie ab!

 

Sie führt zwar euren Willen aus, beugt sich zum Teil euren Befehlen, hat aber die Prägungen nicht angenommen, die von euch stammen.

 

Betet ihr jedoch wie ich es euch lehrte, so entfernt ihr aus dem Gedächtnis der Personalität die alten eingeprägten Bilder.

Und hinfort ist nicht mehr sie es, die wirkt, sondern die Individualität, mit Hilfe des Körpers natürlich (Bauch, Lungen, Gehirn usw.), aber mit völlig neuem Inhalt.

Geht ihr nach der ersten Methode vor, führt die Personalität zwar eure Befehle, Vorhaben und Pläne aus.

 

Behält aber ihre eigenen Neigungen und Gelüste im Kopf, und es ist kein Verlass auf sie;

Sobald sie spürt, dass ihr schläfrig werdet und nachlasst, zwingt sie euch erneut ihre früheren Vorlieben auf.

 

Denkt nun nicht etwa, zwischen den beiden Methoden bestehe ein Widerspruch.

 

Nie gaben die Eingeweihten der Menschheit Erklärungen und Lehren, die sie nicht zu verstehen und durchzuführen imstande waren.

 

Nur verkünden sie die Wahrheit zunächst in einer gewissen Form und warten ab, bis die Menschen sich so weit geistig entwickelt haben, um sie ihnen in einer höheren Form darzulegen.

 

So war es von Moses zu Jesus:

Moses kam, um die Menschen (das jüdische Volk) vorzubereiten, indem er ihnen äußerst strenge Gesetze und Gebote auferlegte, die weit mehr auf genauester Gerechtigkeit gründeten als auf der Liebe.

 

Als Jesus kam, waren die Menschen geistig viel reifer, und so konnte er ihnen die Gebote bringen von Barmherzigkeit, Vergebung und Liebe

 

Übrigens, die Eingeweihten unterweisen genau wie die Eltern:

Anstatt ihren Kindern zu erklären, wie sie auf die Welt kamen, sagen sie ihnen:

»der Storch hat dich gebracht« oder andere Märchen gleicher Art.

 

Erst wenn das Kind alt genug ist, um zu verstehen, sagt man ihm die Wahrheit.

 

In der letzten Zeit jedoch vollzog sich in der Erziehung eine gewaltige Veränderung:

Die Eltern sagen schon den ganz Kleinen die Wahrheit, und es scheint, dass es so weit besser ist.

 

Dieser Ansicht bin auch ich schon seit Jahren:

Es ist vorzuziehen, dass die Kinder all dies schon sehr früh erfahren.

 

Denn in ihrer Unschuld und Reinheit sehen sie nichts Schlechtes dabei.

 

Gewöhnen sich vielmehr daran, in der Natur den Ausdruck einer hohen Weisheit zu entdecken.

Hingegen erzählt man ihnen lauter Lügen und sie erfahren die Wahrheit auf einmal durch Schulkameraden, sind sie erschüttert und begehen möglicherweise verwerfliche Taten.

 

Dies soll euch veranschaulichen, dass auch die Eingeweihten in einer Epoche der Menschheitsgeschichte ein gewisses Verhalten gut heißen und in der darauf folgenden ein anderes.

Ähnlich geht auch die Natur vor.

Sie gab allen Tieren die Angst.

 

Denn Angst vertritt bei ihnen die Vernunft;

Durch sie werden sie geleitet und gerettet.

Die Tiere misstrauen allem:

Dem Futter, den Menschen, anderen Tieren.

 

Zu dem Menschen hingegen, der ein klügeres Tier ist, spricht die Natur anders, sie sagt:

»Löst euch von der Angst, die euch hemmt;

Sie hält euch in eurer Entwicklung auf;

Wirkt nunmehr mit der Liebe!«

 

Dem Zeitalter der Angst soll nun das Zeitalter der Liebe folgen.

 

Darum wollte ich auch die Weisung:

»Die Furcht des Herrn ist aller Weisheit Anfang«, welche nicht mehr in unsere Zeit hineinpasst, durch eine andere:

»Die Liebe zu Gott ist die Krönung aller Weisheit«, ersetzen…

 

Jawohl, alle Weisheit beruht darin, Gott nicht mehr zu fürchten, sondern Ihn zu lieben.

 

Eingangs sprach ich davon, die Personalität zu unterwerfen und zu meistern, und dies ist eine wundervolle Übung.

 

Aber ich weiß sehr wohl, dass damit keine endgültigen Resultate erzielt werden, denn die Personalität ist hartnäckig und unermüdlich tätig.

Stellen wir hingegen den Kampf ein und bitten die Individualität, in uns einzuziehen, sich in uns niederzulassen, sich kundzutun und restlos alles zu überstrahlen.

Dann fügt sich die Personalität für immer.

 

Sie fühlt, dass sie nicht mehr überlisten, sich nicht mehr bewegen kann, ihr ganzes Inneres mit seiner Verderbtheit und seinen Schlichen sind ihr genommen.

Ihr bleiben nur noch Arme, Beine und der Rumpf, um sich fortzubewegen und Befehle auszuführen, aber der ganze Inhalt ist entfernt, versteht ihr?

 

Gleich einer Stoffpuppe, die mit Sägemehl oder Stofflappen ausgestopft ist:

Man kann ihr die Lappen herausnehmen und sie beliebig mit etwas anderem auffüllen, aber die Puppe bleibt in ihrer äußeren Gestalt unverändert.

 

Ich sagte einmal, dass ihr nicht wisst, wo eure Kraft, eure Macht liegt…

 

Und wie wahr ist das!

 

Wie könnt ihr es auch alleine herausfinden?

 

Ich fügte noch hinzu:

»Eigentlich ist der Mensch genauso mächtig wie Gott«.

 

Erinnert euch, ich teilte euch an jenem Tag ein außergewöhnliches Geheimnis mit!

 

Wenn ihr im Befehlen und Fordern so mächtig sein wollt wie Gott, werdet ihr es wohl so weit bringen – wir alle schaffen es einmal – nur wird es Millionen von Jahren benötigen;

Hingegen seid ihr heute schon so mächtig wie Er im Nein sagen!

 

Das will heißen, wenn euch etwas zuwider ist und ihr euch weigert, es anzunehmen oder euch gefallen zu lassen.

So ist sogar der Teufel mit all seiner Kraft außerstande, euch umzustimmen.

 

Mag er auch alle Gewalten der Hölle entfesseln und euch zerschmettern… Ihr gebt nicht nach, darin seid ihr so mächtig wie der Herr.

Ihr habt die augenblickliche Allmacht, euch nicht anfechten, nicht verführen zu lassen.

 

Bis man die Allmächtigkeit im positiven Sinne erlangt, bedarf es Millionen Jahre!

 

Der Teufel besitzt indessen auch eine Macht, und wisst ihr, worauf sie sich gründet?

 

Auf eure Einfältigkeit!

 

Ihr nehmt alles an, was er erzählt, es gelingt ihm, euch zu überreden und zu verleiten;

Auf diese Weise packt er euch mit seinen Klauen.

Verweigert ihr ihm jedoch den Einlass, hat er keine Möglichkeit, einzudringen, sich einzunisten und alles zu verwüsten…

Viele bilden sich ein, sie seien bereits stark und mächtig genug, in die großen Mysterien eingelassen zu werden, sie wollen, dass man ihnen die Geheimnisse der jenseitigen Welt sofort enthüllt, sie darin einführt.

 

Gäbe man ihrem Wunsch nach, würden sie schon von dem Ersten, was auf sie zukommt, wahnsinnig:

Denn die allerersten Wesenheiten, die vor ihnen auftauchen, sind die grauenvollsten, so widerlich, Ekel erregend und bedrohend, dass sie davon völlig zerrüttet werden.

Man darf sich nicht einbilden, man sei auf der Stelle bereit, es muss noch viel und lange gearbeitet werden…

 

Ich sage dies auch für mich, denn ich möchte nicht immer wiederholen:

»Ihr sollt dieses oder jenes tun«, ich muss doch auch die guten Manieren respektieren und »wir« sagen – dann nämlich sind die Leute zufrieden und sagen sich:

»Er schließt sich mit ein, na dann ist es gut«, sonst sind sie beleidigt.

Es ist netter, »wir« zu sagen als »ihr«.

In manchen Fällen sage ich »ihr«, nicht »ich« und in anderen sage ich »wir«, »wir alle«…

 

Dies ist wahre Pädagogik.

 

Warum?

 

Das sage ich euch nicht.

 

Jedenfalls, glaubt ja nicht, ihr wäret so gut vorbereitet.

Ich ja auch nicht!

 

Ich sitze hier mit euch auf derselben Schulbank und schreibe mit vorgestreckter Zungenspitze:

a, b, a-b, b-a…

Jawohl, genau wie ihr!

 

Paulus sagte:

»Nicht ich lebe, sondern Christus ist es, der in mir lebt…«

Nun ja, aber damit sich Christus offenbaren konnte, musste er sich doch wohl dessen bedienen, der Paulus hieß, das heißt, sich durch einen Teil von dessen Personalität kundtun, die nicht beseitigt war.

 

Selbst wenn die Personalität ersetzt wurde, ist sie dies nicht vollständig;

Nur ihr Inhalt wurde ausgewechselt, wie beim Ausstopfen von Tieren.

 

Deren Innereien werden entfernt, aber sie bewahren ihre Gestalt als Falke, Adler oder Löwe.

 

Eure äußere Erscheinung wird sich durch den Einzug der Individualität in euch kaum ändern;

Ihr bleibt der, den alle kennen, nur das Gedächtnis in euch wird erneuert, alle eure Äußerungen sind edler als vorher.

 

So ist es in Wahrheit:

Ihr seid derselbe Mensch wie bisher;

Ihr seid unverändert geblieben, aber in euch vollzog sich eine so ungeheure Wandlung, dass jedermann fühlt, von euch geht etwas völlig Neues aus, eine strahlende Kraft.

 

Das ist das Wunderbare dabei:

Der gleiche Mensch, aber von Grund auf verwandelt!

 

Erinnert euch an den Bericht im Evangelium von der Verklärung Jesu, dessen Antlitz lichthell, von gleißendem Licht durchstrahlt wurde (Mt. 17,2).

Diese Erscheinung war auf den Geist zurückzuführen, auf den Inhalt sozusagen, den hohen Geist, der bei ihm eingezogen war, aber seine Gestalt, (seine Züge, sein Wuchs) blieb dieselbe.

 

Die Gestalt vergeht nicht.

 

Auch später, als sein Körper bereits tot war und er sich in seinem Lichtleib zu seinen Jüngern gesellte, nahm er wieder seine frühere Gestalt an, um erkannt zu werden.

 

Selbst beim Hinübergehen ins Jenseits bewahrt man dieselbe Körperform, dasselbe Aussehen wie während des Lebens.

 

Im Jenseits werden die Umrisse, die Körperformen der Wesen, die sie hier auf Erden hatten, sehr lange beibehalten, ja häufig sogar ihre Kleidung…

 

Sie werden mitunter Tausende von Jahren im Archiv der Natur aufbewahrt.

 

Nehmen wir an, ihr wollt einen Menschen herbeschwören, der mehrere Tausend Jahre zuvor gelebt hat, so wird er genau in der Gestalt erscheinen und zu euch sprechen, die er einst hatte.

 

In Wirklichkeit ist nicht er selbst zugegen, nur seine Körperhülle, die seit Jahrtausenden im Archiv erhalten blieb, seine belebte Form.

 

Sie ist es, die zu euch spricht, und die ihr berühren könnt.

 

Das Gestaltete vergeht nicht.

 

Der Geist wandelt, entwickelt und entfaltet sich, aber die Gestalt, in die er auf Erden gehüllt war, wird sorgfältig im Weltarchiv, in der Akasha Chronik aufbewahrt.

Den der Geist weilt während eines Erdendaseins in einer Gestalt und in der nächsten Wiederverkörperung in einer anderen:

War man erst ein Männlein, so ist man jetzt ein Weiblein!

 

Und auch diese Form wird wiederum aufbewahrt.

 

Jegliche Gestalt bleibt Millionen Jahre erhalten – vielleicht so lange wie das Universum besteht – immer wieder wird es neue geben.

 

Das erstaunt euch, nicht wahr?… Aber so ist es.

 

Selbst wenn ich Dinge erzähle, die euch wunderlich erscheinen, seid unbesorgt, beunruhigt euch nicht.

Es sind keineswegs irgendwelche Erfindungen, sondern feststehende Tatsachen;

Ihr könnt sie nur nicht verstehen, weil euch eure Erziehung eine völlig falsche Einstellung zur Welt vermittelte, sodass es euch jetzt schwer fällt, diese zu berichtigen.

 

Mit der Zeit wird sich euer Verständnis für diese Dinge immer mehr vertiefen und ihr seht, wie sie wirklich sind.

 

Vielleicht bin ich eine Ausnahme, indem ich mich auf die irdische Ebene hinabbegebe;

Aber ich liebe es sehr, mit euch über Alltägliches zu sprechen, über Dinge, die euch alle Tage umgeben, anstatt Abstraktes, Unmögliches und Unnötiges zu behandeln.

 

Denn gerade im täglichen Leben sollte man endlich genau wissen, wie man zu denken, zu lieben, zu schauen, zu essen und sich zu benehmen hat;

Ausgerechnet auf diesem Gebiet herrscht viel Unklarheit.

Es wird ständig danach gesucht, der Menge Neuheiten und Aufsehen erregendes zu bieten.

Aber wie man das Leben sinnvoll gestaltet, ist eine Frage, mit der man sich noch kaum befasst hat.

Versucht mich zu verstehen und verlangt im Moment nicht von mir, über rein intellektuelle und technische Kenntnisse zu sprechen oder euch spannende Geschichten zu erzählen, denn in dieser Beziehung bin ich stur.

Bis auf weiteres will ich, dass ihr eure Lebensweise ändert – auf das hin sollt ihr arbeiten!

 

Ich weiß wohl, ihr möchtet lieber lernen, empfangen, aufnehmen, Kenntnisse sammeln und anhäufen, ohne dabei euer Leben zu ändern…

Genau wie in der fünften Rasse, der zeitgenössischen Welt, die alles weiß, liest und kennt und dennoch auf animalisch triebhafte Weise weiterlebt.

 

Auch ihr zählt dazu, ihr verlangt, dass man euch die heiligsten Geheimnisse der Einweihung enthüllt;

Geht es aber darum, einen Fehler auszumerzen, eine falsche Denkweise zu berichtigen oder eine Gewohnheit zu ändern, habt ihr weit weniger Antrieb, Begeisterung und Interesse.

 

Ja, ihr habt jemanden vor euch, der nur kam, um euch zu langweilen, an euren Nerven zu rütteln und unmögliche Dinge von euch zu fordern!

 

Niemals wurde je von euch verlangt, dass ihr eure Lebensweise ändert.

 

Man erzählt euch allerlei Dinge, lässt euch jedoch ansonsten leben wie es euch gefällt.

 

Ich habe mir die schwierigste Aufgabe gewählt:

Euer Leben zu ändern!

Nehmt es mir nicht allzu übel (nur ein ganz klein wenig, nicht mehr…).

 

Man gab mir diese Aufgabe, und ich muss sie erfüllen.

 

Natürlich, wenn ich wollte, könnte ich es auch so machen wie die anderen:

Euch jeden Tag etwas Neues vortragen – ich würde es von einem Blatt ablesen, aber es wäre kein lebendiger Vortrag mehr, sondern aufgesetzt und künstlich.

Jawohl, ich kann euch aus einem Chemiebuch Seiten über das Jod, das Brom oder das Fluor vorlesen oder aus einem Physik- oder Astronomiebuch die Entfernung der Erde zum Mond zitieren.

Euch sagen, in wie viel Tagen der Mond die Erde umkreist, ob wir Kinder des Mondes sind oder umgekehrt usw…

 

Es gäbe viel zu sagen.

 

Nur, würde das wirklich euer Dasein verändern?

 

Das ist fraglich.

 

Hingegen, wisst ihr wie zu leben, das heißt auf welche Weise zu essen, zuzuhören, zu blicken, zu lieben, zu arbeiten… Folgt das andere ganz von selbst, das Wissen und die Erkenntnis.

 

Andernfalls wird Folgendes geschehen:

Ihr lest eine Menge Bücher, nehmt das Gelesene auf, jedoch nur für eine bestimmte Zeit;

Einige Jahre später ist alles ausgelöscht.

 

Weil ihr in einer Weise gelebt habt, welche diese Kenntnisse verwischt.

 

Mithin ist es unnütz, seine Zeit zu verlieren, indem man ein Wissen anhäuft, das einem kurz danach wieder abhanden kommt.

Lebt ihr indessen sinnvoll…

 

Ich meine:

Leben wir sinnvoll (ich muss mich doch bessern – welch üble Gewohnheit von mir, immer »ihr«, »ihr« zu sagen) !

Dann erwacht in uns ein Gedächtnis, das uns alles zuführt, was wir seit Millionen Jahren, während unserer Erdenleben erfahren haben.

 

Den dann fängt man an, sich zu erinnern…

 

Man hat nichts gelesen und weiß es trotzdem:

Das wahre Gedächtnis geht auf!

 

Notiert es und vergesst es nie:

Führen wir ein sinnvolles Leben…

Dann kommt das seit Jahrtausenden in unserer Wesenstiefe eingeprägte Wissen an die Oberfläche, und wir wissen weit mehr als alle Wissenschaftler, Philosophen und Büchermenschen, und nur deshalb, weil wir die wahre Erkenntnis besitzen.

 

Ich, wie ihr seht, verlasse mich einzig auf meine Lebensweise.

 

Wenn es mir gelingt, oh Gott – ja, gelingt, richtig zu leben, ohne Fehl, in Harmonie und im Einssein mit allen wirkenden Geistern der lebendigen Natur.

 

Dann wird mir das kosmische Wissen zuteil, es entfaltet sich in mir, ich entsinne mich wieder;

Dessen bin ich vollkommen sicher.

 

Erreiche ich dies nicht, so vergesse ich sogar das in der jetzigen Inkarnation angesammelte Wissen.

Das weiß ich wohl und mache mir keine Illusion darüber.

 

Nicht allein, dass man den Inhalt der Bücher, die man las, nicht bis zum Lebensende behält, sondern nach dem Hinscheiden bleibt einem überhaupt keine Spur mehr davon.

 

Nehmt nur als Beispiel die Schüler nach ihrem Abgang von der Oberschule;

Was bleibt ihnen von der Geschichte, der Mathematik, Chemie und Physik im Gedächtnis?

 

Kaum ein paar Auszüge;

Wenig später ist alles verblasst.

 

Mir erging es ebenso;

Von meinem Schulwissen ist nichts geblieben…

 

Ich eröffne euch da ein großes Geheimnis:

Aber es bleibt unter uns…

Übrigens, ich vermute, es erging euch genauso.

Ihr habt sicher auch alles vergessen.

 

Welch eine Erleichterung!

 

Es ist einem viel wohler, nicht wahr?

 

Bonfin, den 30. August 1971

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