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Die drei großen Versuchungen.

 

»Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde.

Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn.

Und der Versucher trat zu ihm und sprach:

Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden.

Er aber antwortete und sprach:

Es steht geschrieben:

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.

Da führte ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm:

Bist du Gottes Sohn, so wirf dich hinab, denn es steht geschrieben:

Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.

Da sprach Jesus zu ihm:

Wiederum steht auch geschrieben:

Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.

Darauf führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und sprach zu ihm:

Das alles will ich dir geben, wenn du nieder fällst und mich anbetest.

Da sprach Jesus zu ihm:

Weg mit dir, Satan!

Denn es steht geschrieben:

Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott und ihm alleine dienen.

Da verließ ihn der Teufel.

Und siehe, da traten Engel zu ihm und dienten ihm.«

Matthäus 4, 1-11

»Da ward Jesus vom Geist in die Wüste geführt, auf dass er vom Teufel versucht würde.«

 

Dies ist bereits ein Punkt, der interpretiert werden muss.

 

Wenn es der Geist (der gute Geist) selbst ist, der Jesus in die Wüste führte, damit er dort versucht würde.

Beweist dies, dass die Geister, die als böse bezeichnet werden.

Weil sie uns versuchen und uns Prüfungen auferlegen.

In Wirklichkeit Arbeiter Gottes sind mit der Aufgabe, den Willen der über ihnen stehenden Wesen auszuführen.

 

Dies ist übrigens nicht das einzige Beispiel der Bibel, in dem von der Rolle des Teufels die Rede ist.

 

Im Buch Hiob (1, 6) wird ein Gespräch zwischen Gott und Satan erwähnt.

Dort steht:

»Es begab sich aber eines Tages, da die Gottessöhne kamen und vor den Herrn traten, kam auch der Satan unter ihnen

 

Satan nahm also persönlich an dieser Versammlung teil.

 

Um dort eingelassen zu werden, muss er schon etwas darstellen, denn Gott empfängt nicht jeden Beliebigen in Seinen Versammlungen.

Weiter heißt es:

»Der Herr aber sprach zu dem Satan:

Wo kommst du her?

Der Satan antwortete dem Herrn und sprach:

Ich habe die Erde hin und her durchzogen.

Der Herr sprach zum Satan:

Hast du nicht Acht gehabt auf meinen Knecht Hiob?

Denn es ist seinesgleichen nicht im Lande, schlecht und recht, gottesfürchtig und meidet das Böse.

Der Satan antwortete dem Herrn und sprach:

Meinst du, dass Hiob Gott umsonst fürchtet?

Hast du doch ihn, sein Haus und alles, was er hat, ringsumher verwahrt.

Du hast das Werk seiner Hände gesegnet, und sein Gut hat sich ausgebreitet im Lande.

Aber recke deine Hand aus und taste alles an, was er hat:

Was gilt es, er wird dir ins Angesicht absagen?

Der Herr sprach zum Satan:

Siehe, alles, was er hat, sei in deiner Hand;

nur an ihn selbst lege deine Hand nicht.«

 

Diese Unterredung beweist, dass der Teufel im Dienst des Herrn steht.

 

Ihr kennt die Fortsetzung und wisst, wie viele Missgeschicke Hiob widerfuhren.

Er verlor alles, was er hatte:

seine Kinder, seine Herden, seine Häuser…

Aber er lehnte sich nicht auf.

Einige Zeit später fand wieder eine Versammlung der Kinder Gottes statt, und der Herr sagte zu Satan:

»Siehst du, du hast keinen Erfolg gehabt.

Hiob bleibt mir treu.« – »Oh, ich habe nichts erreicht, weil er immer noch seine Gesundheit hat.

Aber wenn ich ihm die Gesundheit nehme, wird er sich auflehnen.« – »Gut«, sagte der Herr, »versuche es, aber nimm ihm nicht das Leben.«

Hiob litt darauf schreckliche Schmerzen, ward von allen verlassen und saß von Schwären bedeckt in der Asche.

 

Aber er lehnte sich nicht auf.

Gerührt von seiner Treue, gab der Herr ihm alles zurück:

 

seine Söhne und Töchter, Häuser, Herden und Reichtümer, seine Gesundheit und sogar mehr als zuvor.

Seine Freunde, die ihn verspottet und kritisiert hatten, kamen wieder zurück und verneigten sich vor ihm.

 

Manche Theologen und Geistliche fühlten sich so verwirrt, als sie Gott im Gespräch mit dem Satan entdeckten, dass sie dieses Buch, das all ihren Auffassungen widersprach, aus der Bibel streichen wollten.

 

In Wirklichkeit veranlasst dieser Text zum Nachdenken, und wer nachdenkt, muss seine ganze Tiefe erkennen.

Er ist eine wahre Goldgrube.

Goethe hat übrigens die Idee zum »Faust« dem Buch Hiob entnommen, und das Werk beginnt auch mit einem Dialog zwischen Gott und Mephisto über Faust.

 

Besonders interessant und erwähnenswert an dieser Erzählung ist, dass Gott Bedingungen stellt, als er Satan erlaubt, Hiob zu quälen.

 

Das erste Mal durfte Satan nur über das Eigentum Hiobs verfügen, nicht aber über seine Person.

Also nahm er ihm seine Herden, Diener und Kinder.

Das zweite Mal erlaubte der Herr dem Satan, Hiob mit Geschwüren zu bedecken;

aber er musste ihm das Leben lassen.

Beide Male gehorchte der Satan und tat Hiob nur das an, was vereinbart war.

 

Dies beweist deutlich, dass alle sogenannten Teufel oder bösen Geister Arbeiter sind, die Gottes Willen erfüllen.

 

Alle diejenigen, die zu den Menschen hinabsteigen, um sie auf die Probe zu stellen, sie zu versuchen und zu quälen, sind nichts anderes als Angestellte des Himmels, Funktionäre, die ihnen Lektionen erteilen, damit sie sich weiterentwickeln.

Kommen wir jetzt wieder auf den Text des Evangeliums zurück.

Hier stellt sich eine Frage.

Der Geist führte nicht einen gewöhnlichen Menschen in die Wüste, um ihn dort zu versuchen, sondern Jesus.

 

Warum?

 

Dies scheint der Auffassung vieler Christen zu widersprechen, die glauben, dass Jesus Gott selbst war.

Wenn Jesus Gott selbst war, wie hätte er dann der Versuchung ausgesetzt werden können?

Kannte der Himmel ihn nicht?

Auf jeden Fall war er nicht besonders gut unterrichtet, weil er erst einmal prüfen musste, ob Jesus den Versuchungen widerstehen oder ihnen erliegen würde.

 

In Wirklichkeit ist der Himmel über alles, was uns betrifft auf dem Laufenden:

 

über unsere Kraft, unsere Geduld, unsere Widerstandsfähigkeit, unsere Weisheit.

Denn er kennt die Eigenschaften der Materie, aus der wir geschaffen sind, genauso wie die Physiker die Eigenschaften der Metalle kennen:

ihr Gewicht, ihre Dichte, ihren Schmelzpunkt usw.

Manche Metalle halten eine hohe Temperatur aus, andere nicht.

Das gleiche gilt für die Menschen.

 

Wir haben alle unsere eigene Materie, und der Himmel weiß sehr genau, ob wir den verschiedenen Versuchungen des Lebens widerstehen können.

 

Er hat es nicht nötig, uns auf die Probe zu stellen, um es zu erfahren.

Aber wir selbst haben es nötig, unsere Kraft, unsere Treue, unsere Güte, aber auch unsere Schwächen, unsere Bosheit zu erkennen und uns der Notwendigkeit bewusst zu werden, uns zu bessern.

 

Wenn wir geprüft werden, dann um unserer selbst willen.

 

Im Laufe seiner ununterbrochenen Evolution, die ihn bis zum Gipfel führen soll, muss der Mensch Prüfungen durchstehen, damit er all seine inneren Möglichkeiten entwickeln kann.

 

Dazu muss er sich dieser Möglichkeiten erst bewusst werden.

Genauso, wie jedes Wesen, das auf die Erde her niedersteigt, bestimmte Wachstumsprozesse und bestimmte Abschnitte des physischen Lebens durchläuft.

Muss es auch, unabhängig von seinem Entwicklungsgrad, verschiedene Prüfungen durchmachen, um sich spirituell zu festigen.

 

Die Menschen unterscheiden sich nur dadurch, dass jeder die seinem Entwicklungsgrad entsprechenden Prüfungen durchmacht.

 

Die einen wissen daraus Nutzen zu ziehen, die anderen nicht.

 

Die einen ziehen aus allem Gewinn und erwerben Reichtümer, während die anderen unterliegen und sich nicht verändern.

Jesus musste durch die gleichen Prüfungen gehen wie alle anderen Menschen.

Er brauchte vielleicht nichts zu lernen, aber er musste sie trotzdem durchlaufen.

 

Die Art der Versuchungen, denen Jesus ausgesetzt war, und die dem Teufel jeweils gegebenen Antworten sind sehr bedeutungsvoll.

 

Deshalb müssen wir diesem Text besondere Beachtung schenken, damit wir die gleiche Haltung wie Jesus einnehmen und die gleichen Antworten geben können, so dass wir alle Prüfungen siegreich bestehen, die unvermeidlich auf uns zukommen werden.

Betrachten wir also die drei Versuchungen im Einzelnen.

Der Teufel verlangte von Jesus:

1. Steine in Brot zu verwandeln

2. sich vom Tempel hinabzustürzen in der Überzeugung, der Herr würde ihm seine Engel schicken, um ihn zu beschützen. Der Tempel ist hier natürlich nur ein Symbol. Der Teufel hat Jesus nicht physisch auf den höchsten Punkt des Tempels gebracht und dann von ihm verlangt, sich in die Tiefe zu stürzen

3. vor ihm nieder zu fallen und ihn anzubeten, um im Austausch dafür alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit zu bekommen, die er ihm vom Gipfel des Berges zeigte. Auch der Berg ist hier ein Symbol.

Diese drei Prüfungen sind jeweils mit dem Magen, dem Herzen und dem Kopf verbunden, das heißt mit der physischen, der astralen und der mentalen Ebene.

 

Jeder Mensch macht in seinem Leben die drei Phasen durch, die sich auf Magen, Herz und Kopf beziehen.

Als Kind lebt er ständig auf der Ebene des Magens;

er isst nur, und sein Verlangen alles zu kosten treibt ihn dazu, alles in den Mund zu stecken.

Wenn er älter wird, will sich sein Herz äußern.

Er lebt in der Liebe und im Glauben, und es treibt ihn, sich in die glühenden Leidenschaften des Herzens zu stürzen, in der Hoffnung, dass Gott ihm Seine Engel schicken wird, um ihn zu beschützen und dass ihn diese Engel sogar reinwaschen und pflegen werden, wenn er fällt.

Er glaubt, der Himmel mache für ihn eine Ausnahme, weil er doch auf dem Tempel der Religion der Liebe, der Anbetung, der Verehrung steht…

für ein bewundernswertes Geschöpf zweifellos, das aber nicht gerade der Schöpfer ist.

 

Die Kindheit ist also mit dem Problem der Nahrung und die Jugend mit dem der Gefühle verbunden.

 

Wenn der Mensch erwachsen ist, denkt und überlegt er.

 

Er hat mehr Erfahrung, mehr Wissen und Autorität.

Er fühlt sich auf dem Gipfel, und er hat die Tendenz, hart und streng zu werden.

Er will, dass man ihm gehorcht, und er neigt dazu zu glauben, die ganze Welt müsse ihn als Oberhaupt, als Herrn anerkennen.

Hier stößt er auf die dritte Versuchung, die vom Kopf, vom Gipfel des Berges ausgeht.

Diese drei Prüfungen sind jeweils mit dem Magen, dem Herzen und dem Kopf verbunden, das heißt mit der physischen, der astralen und der mentalen Ebene.

Nicht nur Jesus wurde diesen Versuchungen ausgesetzt.

 

Alle Meister und Schüler begegnen ihnen auf ihrem Weg.

 

Wie viele Okkultisten wurden dazu verleitet, ihre Kenntnisse zu verkaufen oder die erworbenen Fähigkeiten zu benützen, um ihr materielles Dasein zu sichern.

Andere wiederum sind so von sich selbst überzeugt, dass sie Gott versuchen wollen.

Sie bilden sich ein, dass die unsichtbare Welt über sie wachen werde, was immer sie auch tun, und sie zögern nicht, sich in die Tiefe zu stürzen, in der Überzeugung, dass sie beschützt werden.

Aber das ist ein Irrtum.

 

Die unsichtbare Welt schützt keine Verrückten.

 

Die dritte Versuchung entspricht einer anderen Etappe.

 

Es gibt Perioden, in denen der Schüler, der Okkultist, zahlreiche Kenntnisse erworben hat.

Er hat, symbolisch gesprochen, den Gipfel des Berges erreicht.

Von dort oben sieht er die Welt, und er glaubt, sie beherrschen zu können, um Ruhm und Reichtümer an sich zu reißen.

 

Er glaubt sich Gott gleich.

 

Da wir gezwungen sind, den von Magen, Herz und Kopf ausgehenden Versuchungen zu trotzen, müssen wir uns fragen, wie wir uns verhalten sollen, um über sie zu triumphieren.

Wie sollen wir den Geistern, das heißt den niederen Gedanken und Wünschen, die uns überfallen, antworten?

 

Wir werden sehen, dass uns Jesus in seinen drei Antworten die Regeln der weißen Magie gegeben hat.

 

Auf den ersten Vorschlag des Teufels, Steine in Brot zu verwandeln, antwortete Jesus:

»Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Munde Gottes kommt.«

 

Die Nahrung ist hier ein Symbol.

 

Es gibt natürlich eine grob stoffliche Nahrung für den Magen;

aber es gibt auch die Luft, Düfte, Töne, das Licht und die Farben, welche ebenfalls eine Nahrung sind für Lungen, Nase, Ohren und Augen.

Diese Nahrung ist feiner als die für den Magen bestimmte, und ihr müsst wissen, dass es Geschöpfe auf der Welt gibt, die sich von Tönen, Düften und Farben ernähren.

 

Die Menschen glauben gewöhnlich, dass es außer dem Reich der Mineralien, der Pflanzen, Tiere und Menschen nichts anderes gibt.

 

Sie ahnen nicht einmal, dass unsichtbare Regionen existieren, von Geschöpfen bevölkert, die anders sind als sie selbst und als alles, was sie kennen.

 

In Wirklichkeit ist das ganze Universum voll von außergewöhnlichen Geschöpfen, die von manchen sehr fortgeschrittenen Wesen gesehen und erkannt werden konnten.

 

Ihr sagt, dass es schwierig ist, an die Existenz von Wesenheiten zu glauben, die sich von Licht, Farben und Tönen ernähren.

 

Gewiss, für die Menschen sind Farben, Töne und Licht keine sehr inhaltsreichen Nahrungsmittel, aber für Wesen aus sehr feiner und subtiler Materie sind dies wirklich Stärkungen, Kräfte, Nahrung.

Ihr müsst jedoch vor allem wissen, dass zwischen den Tönen, Farben und Düften einerseits und den Gedanken und Gefühlen der Menschen andererseits eine Entsprechung besteht.

 

Denn Gedanken und Gefühle rufen in der ätherischen Welt Farben, Düfte und Töne hervor.

 

Hier ist also eine ganze Welt zu erforschen, eine weite Welt von unendlicher Vielfalt und unendlichem Reichtum.

Und gerade diese Entsprechungen erklären die Grundlagen von Moral und Religion.

Jetzt wird die Antwort klar, die Jesus dem bösen Geist gab:

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern vom Wort Gottes, das heißt von reinen Farben, harmonischen Klängen und reinen Düften.

Auf diese Weise hat sich Jesus auch während dieser vierzig Tage und sogar während seines ganzen Lebens ernähren können.

 

Die verschiedenen Zustände der Materie folgen einander übergangslos, und genauso wie eine Kraft sich zu Formen kristallisieren kann, kann sich die Materie auflösen und wieder zu Energie werden.

 

Aber kommen wir wieder auf das Beispiel der Nahrung zurück.

Eine Frucht, die wir essen, wandelt sich in Energie um, die nicht nur unser physisches, sondern auch unser mentales und emotionales Leben stärkt.

Dank dieser Kräfte können wir sprechen, lieben, denken usw.

 

Dies beweist, dass man eine grob stoffliche Materie in eine fein stofflichere umwandeln und sie sogar zu Licht werden lassen kann.

 

Ebenso ist das Gegenteil möglich.

 

Man kann das Licht in Gedanken, Gefühle und Nahrung verwandeln.

 

Aber natürlich sind nur die Eingeweihten imstande, diese Verwandlung bewusst durchzuführen.

Deshalb können sie lange Zeit ohne feste Nahrung auskommen.

Sie entnehmen das Licht dem Raum, verdichten es mehr und mehr und ernähren sich davon.

Das ist natürlich schwierig, aber es ist möglich.

In bestimmten Fällen könnt auch ihr es tun, und manchmal tut ihr es übrigens ganz unbewusst.

Es kommt vor, dass ihr einen ganzen Tag nichts esst, weil ihr so beschäftigt seid oder so voll von Liebe, dass ihr euch genährt fühlt.

Das ist selten, aber es kommt vor.

In geringem Maße können sich alle Menschen auf diese Weise ernähren.

 

Alle Weisheit, alle Liebe, alle göttlichen Gedanken sind Nahrung:

 

Sie wandeln sich um und nähren sogar unseren Magen.

Ihr könnt es nachprüfen.

Auf den zweiten Vorschlag des Teufels, sich vom Tempel herabzustürzen in der Gewissheit, dass Gott zu seinem Schutz Engel schicken werde, antwortete Jesus:

»Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht versuchen.«

Dies bedeutet:

 

Du sollst Seine Treue, Seinen Schutz, nicht auf die Probe stellen.

 

Auch das ist sehr wichtig.

 

Wie viele Menschen bilden sich ein, sie würden im Leben besondere Vorrechte genießen, die sie über die Gesetze der Natur oder der Gesellschaft stellen, nur weil sie einer Religion angehören oder Mitglieder einer geistigen Bewegung sind.

Sie glauben, dass der Himmel sie beschützt, was immer sie auch tun.

Das ist falsch.

Nur wer sich nicht »in die Tiefe« stürzt, wird beschützt;

denn wenn er sich hinabstürzt, tritt ein anderes Gesetz in Aktion.

Solange man sich nicht vom Tempel stürzt, ist man frei, aber danach nicht mehr.

Dann unterliegt man anderen Gesetzen.

Stellt euch einen Steinblock oder Felsen oben an einem Abhang vor:

Sobald ihr ihn zum Kippen bringt, ist es aus.

Ihr seid nicht mehr Herr seiner Bewegung.

 

Bevor ihr ein Wort sagt, ein Versprechen gebt, seid ihr frei.

 

Aber sobald es ausgesprochen ist, wird es unabhängig und ihr habt keinerlei Macht mehr darüber.

 

Ebenso steht es euch frei, ein Kind zu bekommen.

Aber sobald ihr es geboren habt, entschlüpft es euch, es tut, was ihm gefällt, und handelt sogar zuweilen gegen euch.

Es ist unabhängig;

es besitzt einen eigenen Willen.

 

Man ist frei, solange die Tat noch nicht vollbracht ist, danach nicht mehr.

 

Sobald die Handlung ausgelöst ist, betreten wir einen Bereich, in dem ein für uns günstiges oder ungünstiges Gesetz waltet und über uns herrscht.

Die zweite Versuchung betrifft also die Art und Weise des sinnvollen Handelns in Harmonie mit den Möglichkeiten, die uns das Leben bietet.

 

Wir können vernünftig handeln oder die unsichtbare Welt versuchen.

 

Aber glaubt mir, es ist besser, sie nicht zu versuchen.

 

Auf den dritten Vorschlag des Teufels, der ihm alle irdischen Schätze versprach, wenn er ihn anbetete, antwortete Jesus:

»Hebe dich hinweg von mir, Satan, denn es steht geschrieben: Du sollst anbeten Gott, deinen Herrn, und Ihm allein dienen.«

Hier haben wir gewissermaßen eine Wiederholung der Erbsünde, wo die Schlange Adam und Eva versprach, dass sie nicht sterben und sogar Gott gleichen würden, wenn sie Seinen Willen missachteten.

 

Als der Teufel Jesus überreden wollte, ihn anzubeten und ihm Reichtum und Ruhm dafür versprach, wollte er ihn von Gott trennen.

 

Er versuchte, in ihm den Geist des Hochmuts zu wecken, der bereits dazu geführt hatte, dass ein Teil der Engel sich gegen den Schöpfer auflehnte.

Als er sah, dass er nichts erreichte, zog er sich zurück.

Nach dieser letzten Niederlage wusste der Teufel, dass er das Spiel verloren hatte.

 

Denn wenn ein Eingeweihter den Hochmut besiegt hat, ist er unbestechlich.

 

Der Hochmut ist nämlich die am schwierigsten zu überwindende Schwäche.

 

Genauso wie die Flechte sich noch an die Spitzen der höchsten Berge klammert, begleitet der Hochmut den Eingeweihten bis zum Gipfel.

 

Wie viele sind durch ihren Hochmut zu Fall gekommen, weil sie stolz waren auf ihr Wissen, ihre Tugenden und ihre Macht!

 

Am Ende glaubten sie sogar, Gott selbst zu sein, allwissend und allmächtig und erhoben sich gegen Ihn.

Gegen die Versuchung des Hochmuts hat Jesus die magische Antwort gegeben:

»Du sollst anbeten Gott, deinen Herrn, und Ihm allein dienen.«

 

Die drei Versuchungen, denen Jesus durch den bösen Geist unterworfen wurde, betreffen also den Magen, das Herz und den Verstand.

 

Ich habe euch bereits gesagt, dass auch wir diesen Versuchungen zwangsläufig ausgesetzt sind.

Um ihnen zu widerstehen, können wir uns nur auf drei Waffen verlassen:

auf Hoffnung, Glaube und Liebe.

 

Die Hoffnung ist mit dem Magen verbunden.

Sie ist es, die Steine in Brot verwandeln kann.

Sie hat die Macht, die Materie zu verwandeln.

 

Der Glaube ist mit Herz und Lunge verbunden.

 

Hier ist der Tempel, in dem Gott wohnt.

Als Jesus dem Teufel antwortete:

»Denn es steht geschrieben: Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht versuchen«, bestätigte er seinen Glauben an den Herrn, der in ihm lebte.

Er weigerte sich, die unsinnige Tat des Sprungs vom Tempel herab zu begehen, um seinen Glauben auf die Probe stellen zu lassen.

 

Die dritte Versuchung, die den Kopf betrifft, kann nur durch die Liebe überwunden werden.

 

Auf den Berg zu steigen, das heißt zum Gipfel (der Kopf), bedeutet, wissend zu sein, Autorität und Macht zu besitzen.

Wer dort angekommen ist, wird vom Hochmut versucht.

Nur die Liebe zu Gott kann ihn aus dieser Versuchung retten.

 

Hoffnung, Glaube und Liebe sind die mächtigen Waffen, mit denen wir die Prüfungen überwinden können.

 

Die Hoffnung ist die magische Waffe gegen Unfälle des materiellen Lebens, gegen Entbehrungen, Verlust und Not.

Durch den Glauben können wir die Gegenwart Gottes in uns spüren, ohne Ihn versuchen zu müssen, um uns Seines Schutzes sicher zu sein.

Die Liebe hilft uns, Ihm treu zu bleiben und der Sünde des Hochmuts zu entgehen.

 

Und nun möchte ich auf einen Punkt zurückkommen, den ich bereits erwähnte, nämlich dass alle so genannten Teufel oder bösen Geister in Wirklichkeit Arbeiter sind, die den Willen Gottes ausführen.

 

Ich will euch dazu ein Beispiel geben.

Ihr habt sicherlich schon einmal gesehen, wie ein kleines Mädchen auf dem Land nahe einem Dorf Kühe hütete.

Es sitzt da, strickt, liest oder tut gar nichts.

Zu seinen Füßen liegt ein großer Hund, der es liebevoll anblickt, bereit, alles zu tun, was es verlangt.

Die Kühe, die sehr brav und klug sind, grasen friedlich.

Alles ist in Ordnung.

Aber da geht eine Kuh plötzlich auf die Nachbarwiese zu.

Das geht nicht gut, denn es wird Schwierigkeiten geben!

Also schickt das kleine Mädchen den Hund: »Geh, beiß sie!« Bellend springt der gehorsame Hund auf, läuft zur Kuh und beißt sie ein wenig in die Beine.

Die Kuh hat natürlich Angst vor dem Hund und kehrt schleunigst auf die Wiese ihres Herrn zurück.

Auch der Hund kommt zurück und legt sich zufrieden wieder neben das Mädchen.

Nach einer Weile entfernt sich eine andere Kuh, und wieder schickt das Mädchen den Hund los.

Denn die Kühe müssen die Vorschriften befolgen und dürfen die Wiese nicht verlassen, auch wenn ihnen das Gras des Nachbarn viel schmackhafter erscheint.

Wenn sie weglaufen, schickt man ihnen den Hund nach.

 

Genauso ist es mit diesem anderen Herrn, dem Teufel.

 

Wenn die Menschen bestimmte Gesetze überschreiten, ergeht es ihnen wie den Kühen, die auf die Nachbarwiese laufen:

Der Teufel stürzt sich auf sie.

Ihr sagt bestimmt:

»Aber sind wir denn Kühe?«

Warum nicht?

Die Menschen wurden auf ein Feld geschickt, um dort artig zu weiden.

Wenn sie in verbotene Bereiche eindringen, überschreiten sie gewisse Gesetze, und die Hunde erhalten den Befehl, ihnen nachzujagen, um sie zurückzuholen.

 

Und das sind dann die Prüfungen, das Leid, die Folgen der Übertretung.

 

Wenn der Mensch rein ist, besteht kein Grund für Unglück.

 

Da er jedoch oft gegen die Gesetze verstößt, selbst ohne es zu wissen, kommt der große Hund.

Er ist riesig und bissig, aber er gehorcht dem Hirtenmädchen.

Und sobald ein Mensch ein wahrer Diener Gottes wird, ist der Hund zwar immer noch da, aber er beißt nicht mehr, sondern stellt sich in seinen Dienst.

 

Ja, ihr müsst wissen, dass die Teufel und alle höllischen Geister Diener Gottes sind.

 

Ihr glaubt, es seien die Engel, die sich um die Bestrafung kümmern?

 

Nein, sie haben ganz andere Dinge zu tun!

Es sind die Teufel, die kommen und die Menschen quälen, wenn sie die göttliche Ordnung stören.

Sobald der Mensch in sich wieder die Ordnung herstellt und sich mit den Plänen Gottes erneut in Harmonie gebracht hat, kommen sie nicht mehr.

Deshalb will Gott diese Wesen nicht vernichten.

Sie sind nützlich.

Sie gleichen jenen Insekten, die kommen und alles auffressen, wenn irgendwo Schmutz oder Unreinheiten sind.

Sie säubern also das Gelände!

Sobald man den Schmutz jedoch beseitigt, kommen sie nicht mehr, weil sie nichts mehr anzieht.

 

Solange die Menschen die göttlichen Gesetze übertreten, werden die höllischen Geister kommen und sie quälen.

 

Weder die Engel noch die Erzengel haben die Aufgabe, Ordnung zu schaffen und die Menschen zur Vernunft zu bringen.

 

Sie haben es bereits versucht, haben gebeten und erklärt, aber die Menschen haben nicht auf sie gehört und sich ihnen widersetzt.

Nun ist es nicht an ihnen zu strafen.

Sie selbst leben nur in Harmonie, Schönheit und Vollkommenheit;

aber sie beauftragen andere:

»Geht ihr jetzt!«

Und die anderen gehorchen.

 

Sie halten sich getreulich an die Anweisungen, weil sie versprochen haben, den Willen Gottes zu erfüllen.

 

Diese »anderen« sind die Teufel, die Dämonen, die Würgeengel.

 

Ihr werdet nun sagen, es heiße in der Offenbarung des Johannes, dass es Engel waren, die der Menschheit die Plagen brachten.

Ja, aber sie waren so mächtig, dass sie in Wirklichkeit nur ein Zeichen zu geben brauchten, damit andere Kräfte in Aktion traten und die Welt verwüsteten.

Sogar die Weisen, die Heiligen und die Propheten wurden von bösen Geistern geplagt, die ihnen geschickt worden waren, um sie auf die Probe zu stellen und sie durch diese Prüfungen stärker zu machen.

 

Diese Geister sind Diener.

 

Sie gehen, wohin man sie schickt und gehorchen einem Befehl.

Und jene, die die Menschheit mit Unglück und Krankheiten zugrunde richten, werden auch von Wesen entsandt, die darüber wachen, dass die Gesetze geachtet werden.

 

Sobald die Menschen wieder in die Ordnung zurückkehren, verlassen die Geister sie.

 

Sie sind dazu gezwungen, denn sie tun nicht, was sie wollen.

Dazu haben sie nicht das Recht.

Dies sind also Dinge, die man in der wahren Einweihungswissenschaft lernt.

❤️ Bitte hilf uns diese Lehre zu verbreiten und teile diesen Beitrag mit deinen Freunden 😉 Vielen Dank!