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Wissenschaft und Religion.

 

Seit Jahrhunderten sind im Westen die Konflikte zu beobachten, die Religion und Wissenschaft unaufhörlich miteinander austragen.

Lange Zeit war die Religion mächtig genug, dass sie stets als Siegerin hervorging.

Sie diktierte die Gesetze sogar so weitgehend, dass sie bestimmte Entdeckungen unter dem Vorwand verdammte.

Sie widersprächen den Texten der Bibel oder den kirchlichen Dogmen.

Und wer es beispielsweise wagte, daran zu zweifeln, dass Gott die Welt in sechs Tagen erschaffen hat oder zu behaupten, die Erde drehe sich um die Sonne, lief Gefahr, auf dem Scheiterhaufen zu enden.

 

Später hat sich die Situation nach und nach umgekehrt.

 

Die Wissenschaft machte immer größere Fortschritte, gewann die Oberhand und begann sich zu rächen.

Indem sie die Religion der Lächerlichkeit preisgab, so dass diese den Rückzug antreten musste.

Heute ist für jedermann erkennbar, dass die Religion ihren Einfluss verloren hat.

Manche bedauern das natürlich, andere freuen sich darüber.

Aber ob man sich darüber freut oder es bedauert, das beantwortet nicht die Fragen, die die Menschen quälen.

 

Vereinfacht ausgedrückt könnte man sagen, dass sich die Wissenschaft mit der sichtbaren und die Religion sich mit der unsichtbaren Welt beschäftigt.

 

Das Unverständnis zwischen den Wissenschaftlern und den Vertretern des Glaubens kommt daher, dass die einen ihre Überzeugungen auf eine sichtbare, objektive Realität stützen und die anderen auf eine unsichtbare, subjektive.

Aber sowohl die einen als auch die anderen haben eine unvollständige Sichtweise.

Denn jede Seite neigt dazu, den jeweiligen Aspekt zulasten des anderen zu bevorzugen.

Das Universum stellt eine Einheit dar, die wir von außen mit Hilfe der Wissenschaft und von innen mit Hilfe der Religion erfassen können.

Denn der Mensch ist selbst eine Einheit mit der Fähigkeit, gleichzeitig in der objektiven und in der subjektiven Welt zu leben.

 

Wissenschaft und Religion sollten sich also nicht bekämpfen, sondern sich ergänzen.

 

Übrigens ist es nie die Wissenschaft, welche die Religion bekämpft oder umgekehrt.

Es sind die Wissenschaftler und die Vertreter der Religion, die gegeneinander antreten, weil sie jeweils nur einen Teil des Wissens haben.

Genauso wenig wie die Religion die Wissenschaft entkräften konnte, kann die Wissenschaft die Religion entkräften.

Da sie auf gleichartigen Gesetzmäßigkeiten beruhen.

 

Zwischen den beiden gibt es weder Trennung noch Widerspruch.

 

Trennung und Widerspruch existieren nur in den Köpfen der Unwissenden, die keine Ahnung haben, wie Gott das Universum erschaffen hat.

Eine richtig verstandene Wissenschaft kann den Gläubigen nur helfen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Und ebenso gibt eine richtig verstandene Religion der Wissenschaft erst ihre wirkliche Dimension.

Beide haben eine Aufgabe, und sie müssen sich gegenseitig unterstützen und nicht verachten, ablehnen und vernichten.

Jedenfalls werden sie Letzteres nicht schaffen.

Solche Streitigkeiten sind nichts als nutzlose Unterfangen und verlorene Zeit.

 

In Zukunft muss in jedem Menschen sowohl ein Glaubender als auch ein Gelehrter stecken.

 

Damit Wissenschaft und Religion sich in der Gesellschaft nicht mehr bekämpfen, ist es notwendig, dass sie aufhören, sich im Innern des Menschen zu bekämpfen.

Denn dort richtet dieser Kampf den größten Schaden an.

Wenn ein Vertreter des Glaubens gegen einen Wissenschaftler antritt – oder umgekehrt –, dann meint er, es mit einem Gegner zu tun zu haben, der außerhalb von ihm ist.

Das ist völlig falsch.

Er kämpft gegen sich selbst!

 

Die Ungläubigen machen sich von den Religionen ein falsches Bild.

 

Übrigens haben auch die meisten Gläubigen kein sehr klares Bild davon.

Da sie die Religion in den meisten Fällen auf eine Ansammlung von Dogmen und Ritualen reduziert haben.

In Wahrheit ist die Religion in erster Linie eine Wissenschaft, die auf der Kenntnis des Menschen beruht, wie er nach Gottes Bilde erschaffen wurde.

Man kann also sagen, dass die Grundlagen der Religion im Menschen selbst eingegraben sind.

Als Gott den Menschen schuf, hat er ihm Siegel aufgedrückt.

Und der Mensch kann sich nicht davon befreien, was immer er auch tut, denn diese Prägung ist in seine Struktur eingegraben.

So gesehen ist der Mensch tatsächlich nicht frei!

Er kann dieser Prägung nicht entkommen, diesem Schema, das der Ausgangspunkt für sein ganzes Wesen ist.

Im Gegenzug hat er die größte Freiheit bekommen, um die göttliche Vorherbestimmung, die er in sich trägt, zum Ausdruck zu bringen.

Somit wird auch die Vielfalt der Religionen erklärlich.

Die in den verschiedenen Epochen und an den verschiedenen Orten die vielfältigsten und reichhaltigsten Formen angenommen haben.

Ein Wissenschaftler würde sagen, dass er nur das als wahr und seines Interesses würdig befindet, was er beobachten, berechnen, messen, wiegen, vergleichen und klassifizieren konnte.

Alles andere erscheint ihm zweifelhaft und sollte beiseite gelassen werden.

Das ist gut und recht, aber auf diese Weise schränkt er den Radius seines Wahrnehmungsbereiches extrem ein.

Denn ein gutes Teil, sagen wir zwei Drittel, des menschlichen Lebens besteht aus Aktivitäten, die niemand wiegen oder messen kann.

 

Ja, zwei Drittel der Zeit lebt man, das ist alles.

 

Und wenn dieses Leben weder Aufmerksamkeit noch Interesse verdient…

Dann fragt man sich, warum ein Wissenschaftler überhaupt weiterleben will.

Er atmet, isst, trinkt, schläft, geht, denkt, fühlt, empfindet, begehrt, trifft Menschen, spricht mit ihnen, umarmt sie sogar.

Und bei alledem stellt er sich nicht die Frage, ob er es auf wissenschaftliche Weise tut.

Warum akzeptiert er es, ein Leben zu leben, das größtenteils unwissenschaftlich ist?

Er müsste es ablehnen!

Indem die Menschen einer wissenschaftlichen Sichtweise der Welt den Vorzug geben, bei der die Erforschung der Natur, also das Studium der physischen Welt an erster Stelle steht.

Also einer Welt, die außerhalb von ihnen liegt, bzw. nur die materielle Hülle ihres Selbst ist, zerstreuen sie sich an der Peripherie ihres Wesens.

Sie bemerken nicht, dass sie dabei sind, ihren Mittelpunkt zu verlieren.

Den Punkt, der sie nicht nur im Gleichgewicht hält, sondern sie auch mit der Quelle des universellen Lebens verbindet.

Natürlich ist es ihnen nicht verboten, das Universum als ein riesiges Forschungs- und Experimentierfeld zu betrachten, das der Schöpfer ihnen zur Verfügung gestellt hat.

Aber dadurch, dass sie sich um jeden Preis auf die Physik, Chemie, Biologie, Zoologie, Astronomie usw. stürzen, werden sie nicht die Herrlichkeit des göttlichen Lebens kosten.

Während sie so sehr damit beschäftigt sind, all ihre Neugierde zu befriedigen, vergeht die Zeit, ihr Leben zerrinnt, und sie werden schwächer.

Welche Möglichkeiten sich den Wissenschaftlern auch immer bieten mögen, die Materie zu erforschen und zu nutzen…

Nach einer ersten Phase der Faszination, die ihnen ihre Entdeckungen bescheren, werden sie beginnen, sich innerlich leer zu fühlen.

 

Denn nichts von dem, was der Intellekt berühren, erfassen und verstehen kann, ist in der Lage, uns zu erfüllen.

 

Nur die Unermesslichkeit, das Mystische, das Unsichtbare, Ungreifbare, all das, was man nicht kennt, kann die menschliche Seele erfüllen und befriedigen.

Das ist die wahre Wissenschaft.

 

Die wahre Wissenschaft ist nicht das Produkt der Errungenschaften des Intellekts.

 

Sie ist das Wissen über den Menschen, über seine psychische und spirituelle Struktur, seine feinstofflichen Körper, seine höchsten Bestrebungen und seine Verbindungen zum ganzen Universum.

Man darf bestimmte Phänomene nicht unter dem Vorwand verwerfen, dass sie nicht in die Kategorien des Sichtbaren und Messbaren eingeordnet werden können.

 

Das spirituelle Leben wird als unwissenschaftliches Phänomen betrachtet.

 

Nun, gut.

Wenn ihr jedoch immer unzufrieden und in der Leere bleiben wollt. Dann beschäftigt euch ausschließlich mit dem, was als »wissenschaftlich« erachtet wird.

Nach und nach machte die Wissenschaft immer mehr Fortschritte und glaubte, alles erklären und Lösungen für alle Probleme der Menschheit anbieten zu können.

Sie hat tatsächlich auf vielen Gebieten große Verbesserungen gebracht.

Aber man kann nicht sagen, dass sie den Zustand des Menschen von Grund auf verbessert hätte.

Denn sie erreicht in erster Linie die physische Welt und nur in geringem Maße die psychische.

 

Sie berührt weder Seele noch Geist, was ganz normal ist, denn das ist nicht ihr Bereich.

 

Dank ihrer ausgesprochen ausgereiften Apparaturen hat sie in kurzer Zeit unglaubliche Entdeckungen gemacht.

Sowohl auf dem Gebiet der unendlich kleinen als auch der unermesslich großen Dinge.

Und aufgrund dieser Entdeckungen haben sich manche die Illusion gemacht, dass die Wissenschaft die Religion ersetzen könne.

Aber selbst wenn die Astronauten den Kosmos bereisen, den die Menschen jahrtausendelang für die Wohnstätte Gottes gehalten haben, wenn die Physiker in die Geheimnisse der Materie eindringen und die Biologen immer mehr Macht über das Leben erlangen.

Reicht das nicht dazu aus, dass sich der Mensch als Gott ebenbürtig betrachten oder behaupten könnte, Er existiere nicht, Er sei tot, und die Schöpfung sei nur ein Produkt des Zufalls.

All die Philosophen und Wissenschaftler, die denken das Universum und der Mensch seien ein Ergebnis des Zufalls…

werfe ich in einen Topf mit jenen Gläubigen, die dort eine Ernte erwarten, wo sie nichts gesät haben.

 

Ja, in beiden Fällen handelt es sich um denselben Irrtum.

 

Im ersten handelt es sich um Folgewirkungen ohne Ursache und im zweiten um eine Schöpfung ohne Schöpfer.

Die sogenannten intelligenten und gelehrten Leute brauchen sich nicht über die Naivität der Gläubigen lustig zu machen;

ihre Überzeugungen sind genauso lächerlich.

Ebenso wenig, wie sich die Religion dem Aufstreben der Wissenschaft widersetzen konnte,

wird die Wissenschaft, welche Fortschritte sie auch immer macht, jemals die Religion ersetzen oder zerstören können.

Zwischen diesen beiden Sichtweisen besteht ein Zusammenhang, und jede von ihnen muss dazu beitragen, den Wert der anderen hervorzuheben und sie ins rechte Licht zu rücken.

 

Wer versucht, sie zu trennen oder gegeneinander aufzubringen, begeht einen Irrtum.

 

Der Herr kann nicht in das von ihm erschaffene Universum und in den Menschen, den er nach Seinem Bild erschaffen hat, zwei unvereinbare Realitäten gelegt haben.

Aber um zu diesem Verständnis der Dinge zu gelangen, muss man in seinem Inneren bestimmte Änderungen vornehmen.

Manche Prominente hört man häufig darüber klagen, dass sich die Menschen im 20. Jahrhundert noch immer nicht von bestimmten persönlichen Überzeugungen befreit hätten, die sie für irrational halten.

Man muss feststellen, dass – nach einer Periode des Materialismus und der Wissenschaftsgläubigkeit – sich immer mehr Menschen der Religion, der Spiritualität und der Mystik zuwenden.

Und dass diese Tendenz manchmal völlig konfuse und unsinnige Formen annimmt.

Sogar die religiösen Oberhäupter sind darüber beunruhigt, denn sie spüren, wie diese neuen Strömungen ihnen entgleiten und für sie nicht beherrschbar sind.

Und doch sind die religiösen Amtsträger selbst für diese Situation verantwortlich, da sie sich mehr darum gekümmert haben, die Macht der Kirche auszuweiten als den wirklichen Bedürfnissen von Seele und Geist der Menschen nachzukommen.

 

Das Gleiche gilt für die Wissenschaftler und ihre materialistischen Philosophien.

 

Darum sollten sowohl die einen als auch die anderen aufhören, über eine Situation zu jammern, zu deren Entstehen sie selbst beigetragen haben.

Vielmehr sollten sie gemeinsam nach Wegen suchen, wie sie Abhilfe schaffen können.

 

Das menschliche Wesen kann sich nur in der Unermesslichkeit, in der Unendlichkeit entfalten.

 

Alles, was bereits sichtbar, festgelegt, gemessen und eingestuft ist – selbst wenn er es für nützlich, interessant und unerlässlich hält –, wird im Menschen letztendlich die Empfindung hinterlassen, dass es nur einen Teil seiner selbst befriedigt und es nicht ausreicht, sein Dasein auszufüllen.

Warum lieben Kinder die Märchen so sehr?

Und warum flüchten sich auch die meisten Erwachsenen, sobald sie können, in eigenartige, fantastische und irrationale Welten?

Dies ist ein Bedürfnis, das dem Menschen angeboren ist:

Er wurde geschaffen, um in beiden Welten zu leben, in der objektiven und der subjektiven, der materiellen und der spirituellen, der sichtbaren und der unsichtbaren Welt.

 

Er hat also die Fähigkeit, mit diesen beiden Welten in Verbindung zu treten, und er braucht sie auch beide.

 

Nur, man darf sie nicht verwechseln.

Die Realität, die man dank seiner fünf Sinne wahrnimmt, ist nicht dieselbe, die man mittels der Sinne der spirituellen Ebene wahrnimmt.

Es handelt sich um zwei verschiedene Welten, und um sie zu erkennen, benötigt man unterschiedliche Werkzeuge.

Die Wissenschaftler müssen sich damit zufrieden geben, zu studieren, zu beobachten und Ergebnisse ihrer Beobachtungen zu präsentieren, das ist alles.

Über das psychische Leben des Menschen, sein moralisches und spirituelles, dürfen sie sich nicht äußern.

Da gibt es eine Grenze, die sie nicht überschreiten können.

Mit den Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen, ist es ihnen nicht gestattet, die Religion durch die Wissenschaft zu ersetzen und schon gar nicht, diese zu zerstören.

Sie dürfen falsche Überzeugungen zerstören, das ist dann eine gute Sache.

 

Die wahre Religion braucht sich nicht mit Irrtümern und Aberglauben voll zu pfropfen, und die wahre Wissenschaft kann der wahren Religion nicht schaden.

 

Gott wird nicht beleidigt sein, wenn ihr nicht glaubt, dass Er die Welt in sechs Tagen erschaffen hat.

Und dies umso weniger, als Er in Wahrheit niemals aufhört zu erschaffen.

Aber die Religion im Namen der Objektivität und der Vernunft bekämpfen zu wollen, ist ein Unterfangen, das von vornherein zum Scheitern verurteilt ist.

Religiöse Empfindungen kann man genauso wenig abschaffen, wie man andere Gefühle abschaffen kann.

Auch hier befinden wir uns auf einem Gebiet, wo die reine Vernunft fehl am Platz ist.

Denn, ich sage es nochmals!

Der Sinn für das Heilige, das Bedürfnis, sich mit jener göttlichen Welt verbunden zu fühlen, in der er seinen Ursprung hat, ist in der Struktur des Menschen eingeprägt.

Man kann versuchen, das zu leugnen und diese Wurzeln auszureißen.

Doch selbst wenn es für einen Augenblick den Anschein hat, als habe man es geschafft, werden diese Erfolge nicht von Dauer sein.

Und man wird dann nicht umhinkönnen, all den Schaden festzustellen, den ein solches Unterfangen verursacht hat;

nicht nur an den Einzelnen, sondern auch an der Gesellschaft.

 

Und übrigens haben all diese Leute, die die Objektivität und die Vernunft so sehr preisen, es geschafft, diese auch in ihr Leben einfließen zu lassen?

 

Schaut sie doch an:

Sie kämpfen sich durch ein Leben voll mit Sorgen, Ängsten, Wut, Eifersucht und allen möglichen unkontrollierbaren Begierden.

Wo sind da Objektivität und Vernunft?

Doch all diese niederen Gefühle akzeptieren sie und halten sie sogar für ganz natürlich.

Die höheren Gefühle hingegen, die der Glaube an eine über alles erhabene Wesenheit, welche Himmel und Erde erschaffen hat, uns schenken kann, und Vertrauen, Dankbarkeit, Liebe und Bewunderung für dieses Wesen, all das finden sie lächerlich.

 

Die Vernunft ist wie auch der Intellekt sehr nützlich, wenn es darum geht, ein bisschen Ordnung in seine Gefühle zu bringen.

 

Man könnte sagen, dass sie die Aufgabe hat, dort aufzuräumen; ja, aber wirklich nur aufzuräumen, jedoch nicht leer zu räumen.

Wenn ihr bei euch zu Hause aufräumt, dann rückt ihr die Möbel und die Gegenstände weg, um mit dem Staubsauger den Staub entfernen zu können, und dann stellt ihr sie wieder an ihren Platz.

Ihr werft sie aber nicht zum Fenster hinaus.

Auch in eurem Inneren ist es so, dass die Vernunft aufräumen soll;

aber nicht, um sich des echten religiösen Empfindens zu entledigen, sondern damit dieses, nachdem die falschen Überzeugungen beseitigt sind, in all seiner Herrlichkeit erstrahlen kann.

 

Es kann den materialistischen Theorien gelingen, die Menschen für einen Augenblick so sehr zu verführen, dass sie von der Unermesslichkeit abgetrennt sind.

Aber das kann nur vorübergehend sein.

 

Ob das all diesen »großen Denkern« nun gefällt oder nicht, der Schöpfer hat den Menschen so konstruiert, dass es ihm unmöglich ist, ohne Ihn auszukommen.

Wenn er meint, das tun zu können, dann gelingt es ihm nur für eine bestimmte Zeit.

Sehr bald wird er sich verstümmelt fühlen und gezwungen sein, zu einem anderen Verständnis der Welt und seiner selbst zurückzufinden.

Es ist also nutzlos, seine Zeit damit zu verschwenden, sich über die unverbesserlichen Leute zu entrüsten und sie zu beschimpfen. Wenn sie das Bedürfnis haben, an einen Schöpfer des Universums, an unsichtbare Welten, bevölkert von spirituellen Wesenheiten, an ein Leben nach dem Tod und an die Macht des Gebetes zu glauben:

Sie bleiben unverbesserlich.

Denn sie berühren damit die Wirklichkeit des Menschen und des Universums, und dieser Wirklichkeit kann sich niemand entgegenstellen.

 

Was weiß man über den Menschen?

 

Er hat Jahrtausende gebraucht, um seinen physischen Körper endlich kennen zu lernen.

Und es ist nicht einmal sicher, dass man wirklich schon alles entdeckt hat.

Was sein psychisches und spirituelles Wesen angeht, weiß man davon beinahe überhaupt nichts, abgesehen von den Eingeweihten und Mystikern.

Ihr werdet sagen:

»Aber Psychologen, Psychiater und Psychoanalytiker haben doch beachtliche Kenntnisse von der menschlichen Psyche!«

Ohne ihr Wissen in Zweifel stellen zu wollen, stelle ich fest, dass es ihr Beruf ist, sich mit Kranken zu beschäftigen.

Das ist gut und schön, aber ich stelle die Frage auf eine andere Weise:

Wäre es nicht besser, den Menschen ein Wissen zu geben, das es ihnen ermöglichen würde, ihre Ängste und Qualen zu besiegen, bevor ihr Zustand sie dazu zwingt, einen Psychiater zu konsultieren?

 

Würde man ihnen wahrhaftiges Wissen vermitteln, dann müssten sie überhaupt niemanden konsultieren.

 

Aber wer kümmert sich schon darum, den Menschen ein Wissen zu vermitteln?

Das es ihnen ermöglichen würde, sich auf harmonische Weise zu entwickeln, um die inneren und äußeren Schwierigkeiten zu meistern, auf die sie stoßen können?

Man wartet, bis sie krank sind, bevor man einschreitet.

Erst wenn sie nicht mehr wissen, wo ihnen der Kopf steht, wenn sie vorhaben, sich umzubringen oder es bereits versucht haben, tröstet man sie.

Indem man ihnen verspricht, dass man ihnen helfen wird Frieden, Gleichgewicht und den Sinn des Lebens wiederzufinden.

Bis dahin aber stopft man sie mit Medikamenten voll!

Es bleibt natürlich nichts anderes mehr übrig, wenn der Zustand einmal zu schlimm geworden ist.

Aber wie lange noch will man warten, bis die Menschen krank geworden sind, bevor man sich um sie kümmert?

Ihr werdet sagen:

»Aber darin besteht doch die Wissenschaft!«

Nein, das sind nur einige Bruchstücke des Wissens.

 

Die wahre Wissenschaft ist ganz etwas anderes.

 

Es wird keine wahre Wissenschaft geben bis zu dem Tag, an dem Wissenschaft und Religion sich entscheiden werden, zusammenzuarbeiten um jene Zentren, Organe, Apparate – nennt sie wie ihr wollt – zu studieren. Dank derer der Mensch mit der spirituellen und mit der göttlichen Welt in Verbindung treten kann.

Wie kann man sich nur einbilden, dass der Schöpfer, der den Menschen mit allen Werkzeugen ausgestattet hat, die er braucht, um in der physischen Welt zu leben und zu wirken, ihn bar jeder Möglichkeit gelassen hätte, in der spirituellen Welt zu leben und zu wirken?

Nur, um die Wissenschaft in diese Denkrichtung zu lenken, wäre es zunächst notwendig, dass sich der Klerus nicht mehr damit begnügt, die Religion als eine Ansammlung von Vorschriften zu präsentieren, deren Grundlagen man nicht einmal genau kennt.

 

Es genügt nicht, dass die Pracht der Kirchen und Kathedralen, der Glanz der Gottesdienste und die Schönheit der Gebete und Gesänge bestimmte Emotionen in den Seelen wecken.

 

Die Menschen brauchen etwas Präziseres als Emotionen und Gefühle, denn Emotionen und Gefühle sind vergänglich und geben ihrem Dasein kein solides Fundament.

Sogar die Gläubigen zweifeln am Ende.

Sie versuchen nicht, über die oberflächlichen Vorstellungen hinauszukommen, mit denen sich die Menschen in den vergangenen Jahrhunderten begnügen konnten.

Weil sie nicht das Verlangen nach Verständnis hatten, wie das heutzutage der Fall ist.

Dann zweifeln diese »Gläubigen« in Wahrheit, obwohl sie noch immer der Meinung sind, dass sie glauben.

Heute haben die Menschen, damit sie wirklich glauben können, das Bedürfnis zu wissen und zu verstehen.

Die Ära ist überholt, in der man die Gläubigen lehrte, das Kriterium für den wahren Glauben sei, Offenbarungen zu akzeptieren, die man nicht versteht.

Sie wollen nichts mehr hören von den »Mysterien des Glaubens«.

Sie werden sich mehr und mehr von diesen Vorstellungen befreien, die sie als Sklaverei betrachten und als Hindernis für ihre Entwicklung.

Die Fortschritte, die die Menschheit auf der Ebene der wissenschaftlichen Erkenntnisse gemacht hat, bringen zwangsläufig einen anderen Blickwinkel bezüglich der Religion mit sich und folglich auch bezüglich der Moral.

Man muss den Menschen jetzt verständlich machen, dass die Religion genauso wie die Moral auf Gesetzen basiert, die genauso real und überprüfbar sind wie die der physischen Welt.

Denn genauso, wie das von Gott geschaffene Universum auf Gesetzmäßigkeiten beruht. So besitzt auch der von Gott geschaffene Mensch einen physischen und einen psychischen Organismus, die ebenfalls von diesen Gesetzen beherrscht werden.

 

Aus Erfahrung wisst ihr alle, wie einfach es ist, seine Gesundheit zu ruinieren.

 

Jetzt werden manche sagen:

»Ja, aber die Medizin hat doch solche Fortschritte gemacht!«

Die Medizin macht große Fortschritte, das stimmt. Doch trotz dieser Fortschritte wird die Medizin ohnmächtig bleiben, wenn der Mensch nicht die Wissenschaft des Lebens lernt.

Während die Medizin sich bemüht, bestimmte Krankheiten zu heilen, erzeugt der Mensch weiterhin Durcheinander in seinem Organismus, sodass neue Krankheiten entstehen.

Wenn ihr in einen Gummiball ein Loch stecht, entsteht eine Delle.

Wie sehr ihr auch versucht, Abhilfe zu schaffen, die Delle entsteht immer irgendwo aufs Neue.

Ich kann euch also versichern, dass, selbst wenn die Medizin große Fortschritte gemacht hat und in Zukunft noch größere machen wird…

dies den Menschen dennoch nicht die Fähigkeit geben wird, zu leben wie es ihnen gerade Spaß macht.

Und keinem Psychologen, keinem Psychiater oder Psychoanalytiker wird es je gelingen, jemanden wieder ins Gleichgewicht zu bringen, der die Gesetze der Moral oder der spirituellen Welt übertritt.

 

Alle wissenschaftlichen Fortschritte, auf welcher Ebene auch immer, waren nur möglich, weil die Menschen entdeckten, dass die physische Welt Gesetzen gehorcht, tausenden von Gesetzen.

 

Und dann möchte man, dass die psychische Welt der Ort des größten Durcheinanders und der größten Anarchie ist?

Ohne jedes Gesetz, das man kennen sollte, ohne jede Regel, die man respektieren sollte?

Nun, das kann nicht sein.

Wenn der Mensch durch seine Unbekümmertheit und seine Unbewusstheit seinen psychischen Organismus, diesen so außergewöhnlichen Mechanismus, durcheinander bringt, dann entstehen irreparable Schäden.

Nichts ist stabil und zuverlässig, wenn man Gesetze nicht akzeptiert!

Denn Gesetze sind das Grundgerüst des Universums – des psychischen wie auch des physischen.

Es ist der größte Irrtum, diese Gesetze nicht anzuerkennen.

Man tut so, als wären sie eine Erfindung des Menschen, als beruhten sie auf einer willkürlichen, frei definierbaren Grundlage und könnten beliebig überschritten werden.

Nein!

Und ich füge noch hinzu, dass unser Verständnis der Dinge von dem Leben abhängig ist, das wir führen.

Man darf sein Wissen und seine Lebensführung niemals voneinander trennen.

 

Nur ein harmonisches Leben, das im Einklang mit den kosmischen Gesetzen steht, begünstigt wahrhaftes Wissen.

 

Religion basiert auf den Gesetzen, die das psychische Leben des Menschen regieren.

Daher müssen die Wissenschaftler ihr Territorium anerkennen und begreifen, dass es eine Wissenschaft des spirituellen Lebens gibt.

Da das spirituelle Leben auf Gesetzen beruht.

Ich lade sie daher alle ein, ihr Forschungsgebiet zu erweitern.

Sie werden nach und nach feststellen, dass ihre eigenen Entdeckungen die Wahrhaftigkeit der Lehre der Eingeweihten nur unterstreichen.

Andernfalls – welchen Fortschritt die Wissenschaften auch immer machen mögen – wird dieser Fortschritt sie immer unbefriedigt lassen, denn er ist nur äußerlich.

Er gibt ihnen die Möglichkeiten, auf die Materie einzuwirken.

Aber man kann alle Möglichkeiten haben, um auf die Materie einzuwirken und dabei dennoch Leere empfinden.

Denn die wissenschaftlichen Entdeckungen nähren weder Seele noch Geist.

 

Die spirituelle Arbeit erfordert viel Durchhaltevermögen, doch wer sich an diese Arbeit macht, verbindet sich jeden Tag mit der Welt der Prinzipien.

 

Er entdeckt einen Sinn, und dieser Sinn ist es, der ihm den Glauben gibt.

Den Glauben und auch den Frieden.

All das lässt sich vielleicht nicht mit Worten erklären, denn es handelt sich um eine Realität in einer anderen Dimension.

Wer aber diese Erfahrung macht, kann nicht an dem zweifeln, was er verspürt.

Ein ganz bescheidener, einfacher, gar nicht so gelehrter Mensch kann dank innerer Suche mehr vom Leben wissen als der größte Gelehrte.

Deswegen sollten die Wissenschaftler etwas mehr Zurückhaltung und Bescheidenheit an den Tag legen.

Der Schöpfer hat ihnen nicht das Wissen als Privileg eingeräumt.

Sie können die Materie beherrschen, aber sie beherrschen nicht das Leben, denn das Leben lässt sich nicht mit irgendwelchen Apparaten entdecken, sondern im eigenen Inneren.

 

Ihr könnt auf andere Planeten reisen und dabei innerlich so sehr der Erde verhaftet bleiben, als hättet ihr niemals den Fuß vor die Tür gesetzt.

 

Das ist eine Frage des Bewusstseinszustandes.

Wozu ist es gut, das Universum zu entdecken, wenn man innerlich so begrenzt bleibt, wie jemand, der sein Leben lang sein Dorf nicht verlassen hat?

Der Astronaut durchquert in seinem Raumschiff den Weltraum.

Doch der Hirte, der in den Bergen seine Herde hütet und in der Stille der Nacht den Sternenhimmel beobachtet, versteht vielleicht viel mehr von der Unermesslichkeit als er.

Wenn ihr jetzt protestiert:

»Oh, das ist nicht wissenschaftlich«,

dann seid ihr im Irrtum.

 

Nichts ist wissenschaftlicher als das, was ich euch gerade gesagt habe, und nichts ist wirksamer.

 

Nur handelt es sich dabei um eine andere Wissenschaft, welche die anderen alle übertrifft.

Ihr glaubt mir nicht?

Wie ihr wollt.

 

Ich verlange nicht von euch, dass ihr mir glaubt, sondern nur, dass ihr Erfahrungen sammelt.

 

Da ihr vorgebt wissenschaftlich zu sein, nehmt wenigstens eine wissenschaftliche Haltung ein.

Das heißt, macht zunächst Versuche und äußert euch erst danach.

Ein Wissenschaftler beginnt nicht damit, dass er Gewissheit hat, sondern er macht Experimente und wartet die nötige Zeit ab, bevor er seine Schlussfolgerungen zieht.

Wenn ihr euch also damit begnügt zu erklären, dass ihr mir nicht glaubt, ohne dass ihr irgendwelche Versuche macht, wo soll man euch da einordnen?

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