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Jenseits von Gut und Böse.

 

Man kann sagen, dass es zwei Schulen gibt:

diejenige des Guten und die des Bösen.

In der Schule des Guten wird gelehrt, dass man alles Böse ablehnen soll in der Hoffnung, durch dieses Vorgehen gerettet zu werden.

In der Schule des Bösen kämpft man gegen das Gute und glaubt, es vernichten zu können.

 

In Wirklichkeit gibt es noch eine höhere Schule. Die der Schule des Guten und der Schule des Bösen deutlich überlegen ist.

 

Denn sie weiß, wie man beide nutzt.

Sie verwendet ebenso das Böse, aber in homöopathischen Dosen, um erstaunliche Dinge zu verwirklichen.

Sie verwirft nichts, sondern lehrt, dass das Böse nur deshalb da ist, weil Gott ihm erlaubt zu existieren.

Andernfalls wäre es längst verschwunden.

 

Ja, wenn das Böse existiert, so darum, weil Gott seine Existenz duldet.

 

Sonst müsste man annehmen, Er sei nicht fähig, einen stärkeren Feind zu besiegen und wäre nicht der allmächtige Herrscher, der das Universum regiert.

Wenn Ihm in der Schöpfung etwas die Stirn bietet – wer hat es dann erschaffen?

Ein anderer, noch mächtigerer als Er?

Das haben die Menschen übrigens oft geglaubt.

Sie sagten sich:

»Aber was ist denn das für ein Gott, der zu so wenig fähig ist?

Er weiß nicht alles, Er kann weder prophezeien, noch Wunder vollbringen.

Gehen wir also zum Anderen!«

Auf eine Art folgerten sie richtig.

 

Warum einem Gott dienen, der unfähig, machtlos ist, wenn alle Kenntnisse und Begabungen von seinem Gegner, dem Teufel, kommen?

 

Und das sagte die Kirche!

Vollbrachte jemand Wunder, so war es der Teufel!

Manche Geistliche haben nie zugegeben, dass Gott diese Wunder vollbrachte.

In ihrer Vorstellung war Gott dazu nicht fähig.

Man darf sich also nicht wundern, dass die Leute Pakte mit dem Teufel abgeschlossen haben.

Es war folgerichtig!

So weit kommt man, wenn die geistige Elite die Schlüssel der wahren Erkenntnis verloren hat.

Ihr könntet sagen:

»Wenn Gott wirklich so allmächtig ist, warum erlöst Er uns dann nicht von unseren Leiden und Qualen?«

 

Der Grund ist, dass wir zwischen Ihm und uns so viele Schranken aufgerichtet haben, so viele falsche und willkürliche Vorstellungen, dass Er uns nicht helfen kann.

 

Eine Vorstellung, die in den Köpfen der Menschen geblieben ist, ist die, dass Gott zu weit und unerreichbar ist, um uns zu hören.

Der Teufel dagegen ist ganz nah.

Er erhört uns.

Versucht es, macht eine Umfrage, und ihr werdet feststellen, dass die Menschen tatsächlich so denken:

»Dieser Gott, den wir schon so lange anflehen – er ist unerreichbar, taub, eingeschlafen.

Der Teufel dagegen, der ist wach und sofort da.«

 

Das ist schon wahr, aber die Menschen wissen nicht, dass sie selbst diese Entfernung, diesen Abgrund zwischen sich und Gott geschaffen haben.

 

In Wirklichkeit ist kein Wesen uns so nahe, liebt uns niemand so wie Gott und hat wie Er den Willen, uns zu helfen.

Aber wir müssen uns von all dem befreien, was diese Liebe daran hindert, bis zu uns zu gelangen.

Ich sagte einmal, dass die gleiche Sonne, die die Planeten bewegt, die Pflanzen hervorbringt, Epidemien, Kriege und alle möglichen Ereignisse durch einen einfachen Wechsel der von ihr ausgehenden Strömungen bewirkt. Vor einem Fenster mit zugezogenen Vorhängen ohnmächtig ist.

Wer seine Vorhänge zugezogen hat, kann bitten, so lange er will:

»Tritt ein, liebe Sonne!

Komm zu mir.

Erleuchte mich.

Du bist so schön!«

Sie wird antworten:

»Ich kann nicht, ich kann nicht!

Du musst deine Vorhänge zur Seite ziehen.«

Und jetzt wartet man darauf, dass Gott unsere Vorhänge wegzieht!

Nein, nein.

 

Selbst wenn ich riskiere, dass es als Gotteslästerung ausgelegt wird, sage ich:

 

»Gott kann alles, aber Er ist machtlos vor euren zugezogenen Vorhängen.

Ihr selbst müsst sie beiseite ziehen.«

Glaubt auf keinen Fall, dass, wenn Gott dem Bösen erlaubt hat, sich auf der Welt zu offenbaren, Er nicht auch fähig sei, es zu bezwingen.

Und glaubt vor allem nicht, dass Er der Menschen bedarf, damit sie Ihm zu Hilfe kommen, so wie es viele Christen glauben!

Könnt ihr euch vorstellen, welche Hilfe das wäre, die Menschen?!

 

Ihr mögt erstaunt sein, aber ich sage, dass das Böse nötig ist, ja unentbehrlich, für die Arbeit der Natur.

 

Denn sie weiß sich des Bösen zu bedienen, so wie es in den Laboratorien geschieht, wo man Giftstoffe benötigt, um starke Medikamente herzustellen.

Das Böse ist ein Gift, das die Schwachen und Unwissenden töten kann.

Für die Starken und Wissenden ist es jedoch ein heilendes Wundermittel.

Dies ist also die Philosophie der dritten Schule:

das Böse zu nutzen.

 

Es gibt überall Hinweise, die die Menschen erleuchten und zum Überlegen bringen sollen.

 

Warum haben sie dann nicht gelernt, die Schwierigkeiten und Prüfungen zu nutzen?

Dies ist eine Frage, an der der Schüler von nun an arbeiten muss.

Stellt euch vor, ihr wollt einen Feind bekämpfen.

Und wie das manchmal vorkommt, tötet ihr ihn, ohne zu wissen, dass dieser in Wirklichkeit ein Freund ist, der sich nicht rechtzeitig zu erkennen gab.

Ihr müsst also zuerst diesen »Feind« prüfen, der euch stört.

Vielleicht würdet ihr dann nicht nur entdecken, dass er gar nicht so schädlich und feindlich ist, wie ihr dachtet.

Sondern dass ihr aus ihm einen Freund machen könnt.

Wir empfinden das Böse als eine feindliche Kraft.

In Wirklichkeit hat es uns gegenüber gar keine feindlichen Gefühle.

Uns erscheint nur alles, was uns irgendwie stört, als feindlich.

 

Wie kann man nun diese Elemente, die uns lähmen und vergiften, nicht als feindlich empfinden?

 

Alles, was nicht in Harmonie mit uns schwingt, uns den Weg versperrt, unser Bewusstsein beunruhigt oder stört, präsentiert sich uns als Feind.

Das ist ganz normal.

Aber ist das eine endgültige Situation?

Nein, denn wenn euch seine Umwandlung gelingt, wird dieses Element zu einer nutzbringenden Kraft für euch.

Wollt ihr Beispiele?

 

Anfänglich waren Feuer, Blitz, Wasser und Wind Feinde des Menschen, gegen die er kämpfte und dabei umkam.

 

Seit dem Tage aber, da er anfing, alle diese Kräfte zu zähmen, verstand er, dass sie nur so lange seine Feinde blieben, solange er sie nicht bändigen konnte, um sie zu nutzen.

Warum also nicht begreifen, dass man mit anderen Kräften im Leben dasselbe tun kann?

In Wirklichkeit stellt das Böse gewaltige Kräfte dar, zu denen wir keine gute Beziehungen haben, weil wir nicht wissen, wie man sie kanalisiert.

Und natürlich kann uns alles, was wir nicht nutzen können, nur schaden.

 

Die Elektrizität ist eines der besten Beispiele dafür, was der Mensch tun kann, um eine Energie zu kanalisieren, die ihn in ihrem Urzustand augenblicklich töten würde.

 

Schaut all die Kabelnetze, Transformatoren, Apparate und Knöpfe an…

Man beherrscht die Elektrizität heute so gut, dass selbst ein Kind sich ihrer ungefährdet bedienen kann.

Es ist also einfach und klar.

Indem man die Kräfte näher erforscht, die wir üblicherweise als schlecht betrachten, stellt man fest, dass sie gar nicht schlecht sind, denn in der Natur existiert das Böse nicht.

 

Denkt an die Erde.

Sie ist intelligenter als die Menschen.

 

Man wirft ihr allen Schmutz, alle Abfälle hin, und sie nimmt sie wie eine kostbare Materie auf und verwandelt sie in Pflanzen, Blumen, Früchte.

Und die Kohle – wie wurde sie zur Kohle?

Und das Erdöl?

Und die Edelsteine?

 

Wenn also die Erde und bestimmte Eingeweihte diese Weisheit besitzen, wenn Gott diese Weisheit besitzt – denn Er will das Böse nicht vernichten – warum sollten nicht auch wir versuchen, diese Weisheit zu besitzen?

 

Seit Jahrtausenden flehen die Menschen den Herrn an:

»Großer Gott, vernichte das Böse!«

Aber der liebe Gott kratzt sich am Kopf, lächelt und sagt:

»Die Armen, wenn sie einmal begreifen, dass das Böse notwendig ist, werden sie aufhören, mich anzuflehen.«

Aber wie viele Gebete gibt es noch bis dahin!

Sicher, man soll beten, aber um Folgendes zu erbitten:

»Herr, mein Gott, lehre mich zu begreifen, wie Du die Welt geschaffen hast, wie Du die Dinge beabsichtigst.

Gib mir dieses Verständnis, diese Weisheit, diese Intelligenz.

Damit ich wie Du über dem Bösen stehe und es mich nicht mehr berühren kann.

Sondern dass ich fähig werde, mich seiner zu bedienen, um Großes zu verwirklichen«.

 

Wie viele Beispiele zeigen uns auch, dass das, was schlecht für die einen ist, nicht unbedingt schlecht für die anderen sein muss.

 

Manche Tiere sind gegen Feuer außergewöhnlich widerstandsfähig, andere gegen Gift oder Kälte oder Nahrungsmangel.

Andere sterben nicht einmal, wenn man ihren Körper halbiert.

Die Menschen schaffen sich in Wirklichkeit nur ihre eigene Vorstellung vom Bösen.

Diese Vorstellung hat keine universelle Gültigkeit.

Und das ist es, was ich euch verständlich machen will:

Es sind unsere eigenen Ideen, unsere ganz eigenen Auffassungen.

 

Aber es gibt andere Wesen, die das Böse anders beurteilen, weil sie einen Evolutionsgrad erreicht haben, aufgrund dessen sie das Böse nutzen können.

 

Ich kann euch noch so viele Beispiele geben!

Schüttet Wasser in euren Magen, so ist es gut.

Schüttet ihr es aber in eure Lungen, ja, dann geht es euch schlecht.

Luft in den Lungen ist gut.

Im Magen aber ist sie schlecht!

Daraus sollte man folgern:

 

Was an einer Stelle Gutes bedeutet, ist an einer anderen von Übel.

 

Dem kranken Auge tut das Licht weh.

Also kann auch das Licht für den einen gut und für den anderen schlecht sein, je nachdem um wen es sich handelt.

Dies beweist abermals, dass die Menschen nicht wissen können, was das Böse ist, solange sie nach ihren eigenen Schwächen und Unvollkommenheiten urteilen.

Wenn sie sich der Vollkommenheit nähern, dann ändern sie auch ihre Meinung.

Darum ist die Auffassung über das Böse zwischen gewöhnlichen Menschen und Eingeweihten oder Weisen so unterschiedlich.

 

Jenseits dieses erschreckenden Aspektes, der den Schwachen Angst macht, entdecken die Eingeweihten im Bösen eine nützliche Kraft, sogar einen Freund.

 

Das Böse als einen Feind anzusehen, ist übrigens das beste Mittel, um sich zu schwächen.

Begegnet ihr einer Unannehmlichkeit, dann lernt, sie als eine Basis, einen soliden Stützpunkt für eure Arbeit anzusehen.

Bei Gebirgsausflügen habt ihr sicher bemerkt, dass es die Unebenheiten und Felsvorsprünge sind, die euch den Aufstieg ermöglichen.

Wenn ihr euch ein glattes Leben ohne »Unebenheiten« wünscht, wie wollt ihr dann den Gipfel erreichen?

Und vor allem der Abstieg?

Welch ein Purzeln!

Zum Glück gibt es diese Unebenheiten, denn dank ihrer seid ihr noch am Leben.

 

Bittet nicht um ein geebnetes Leben ohne Leiden, ohne Unannehmlichkeiten, ohne Kummer, ohne Feinde;

denn dann könnt ihr euch an nichts mehr festklammern, um höher zu steigen.

 

Wenn ihr alles erhaltet, was ihr verlangt, nämlich ein leichtes, ruhiges Leben mit Vergnügungen und Geld, wird in eurem Inneren bald nichts mehr von euch selbst bleiben.

Zum Glück erhört der Himmel euch nicht!

 

Alle verlangen nur ein Leben in Leichtigkeit und Überfluss und wissen nicht, dass sie damit nach ihrem Unglück verlangen.

 

Ich weiß, es ist nicht leicht zu akzeptieren, was ich hier sage.

Jeden Tag stelle ich euch einen Aspekt dieser Philosophie dar, und manchmal seid ihr etwas bekümmert;

denn diese Ideen entsprechen nicht euren Auffassungen.

Werft eure Auffassungen über Bord;

versucht es mit den meinen, und ihr werdet die Resultate sehen.

Aber nein, ihr besteht darauf:

 

»Ich will Macht, ich will Geld, Ruhm und dass alle Leute mich bewundern.«

Mein Gott, diese menschlichen Wünsche!

 

Der eine will einen Laden mit Filialen, der andere ein Kabarett oder einen Frisiersalon.

Und all diese Frauen und Mädchen, die Filmstar oder »Miss-Irgendwas« werden möchten, um dann mit ihrem Hündchen durch die Straßen zu spazieren, damit sie gelegentlich ein Mann anspricht, um es zu bewundern:

»Oh, ist der lieb und niedlich.«

In Wirklichkeit aber will er mit dem »Frauchen« des Hundes anbändeln, in der Erwartung, dass es auch das seine wird.

Könnte man nur in die Herzen der Männer und Frauen schauen!

Was würde man da alles entdecken!

Wirklich zum Lachen – oder zum Weinen.

 

Wenn nun das Böse Kräfte und Elemente von explosiver Macht repräsentiert, die man noch nicht beherrscht, muss man sich sagen, dass es immer die Möglichkeit gibt, eine höhere Stufe zu erreichen, auf der es einem schließlich gelingt.

 

Solange etwas unsere Fähigkeiten übersteigt, kann es uns Schlechtes bringen.

Es liegt also an uns, uns zu vervollkommnen, damit wir diese höhere Stufe erreichen.

Die es uns erlaubt, über dem Bösen zu stehen und es in Gutes zu verwandeln.

Nehmen wir die ganz kleinen Kinder.

Wenn man ihnen dieselben Speisen und Getränke wie den Erwachsenen gibt, können sie daran sterben.

Wenn sie aber größer werden, werden sie auch widerstandsfähiger, und dann schadet es ihnen nicht mehr.

Dies sind Tatsachen aus dem täglichen Leben, die jeder feststellen kann.

Aus denen aber nicht die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden.

Man muss sich daran gewöhnen, die Begebenheiten des Lebens zu beobachten.

 

Die Menschen haben deshalb keine zutreffenden Vorstellungen von Gut und Böse, weil sie am wirklichen Problem vorbeigegangen sind und nicht wissen, dass das, was für die einen schlecht ist, für die anderen vielleicht gut sein kann.

 

Wenn der Schüler also weiß, wie er sich stärken und in seinem Verständnis der Dinge weitergehen kann, macht das Böse, das die anderen niederschlägt, vergiftet und vernichtet, ihn schöner, gesünder und edler.

Man darf also nicht gegen das Böse ankämpfen, sondern soll sich stärken, um ihm zu widerstehen.

Was tut man gegen Regen, Schnee und Sturm?

Geht man hinaus und ruft den Naturkräften zu, sie sollen sich beruhigen?

Ja, so ist es vielleicht in manchen Märchen.

Aber im täglichen Leben kümmert man sich vielmehr um sein Haus, verstärkt es, prüft die Isolation, installiert eine gute Heizung.

Das genügt.

Ja, auf der materiellen Ebene weiß man genau, was zu tun ist.

Aber mit dem Innenleben stellt man sich so ungeschickt an:

Man will das Böse unterdrücken.

 

Warum gegen das Böse kämpfen, anstatt sich ausschließlich um seine eigene Stärkung zu kümmern, um besser zu verstehen und zu handeln?

 

Ist man schwer erkrankt, ist es sicherlich nicht leicht sich zu stärken, um die Krankheit zu überwinden.

Da man aber Jahre um Jahre, vielleicht gar während mehrerer Inkarnationen, alles getan hat, um zu erkranken, muss man jetzt auch lange an der Wiedergenesung arbeiten.

Dies widerspricht nicht dem, was ich sage.

Wenn man alles getan hat, um schwach, verkümmert, finster und unwissend zu sein, so ist das natürlich eingetreten.

Man kann nicht leugnen, dass das Böse existiert.

 

Aber wenn wir zuerst einmal verstehen, dass wir selbst das Böse genährt haben und als Konsequenz unsere Meinung darüber ändern, haben wir die Möglichkeit, es abzuschwächen, zu zersetzen oder zu nutzen.

 

Ich habe nie behauptet, dass die Mehrzahl der Menschen nicht in schwierigen oder gar katastrophalen Situationen lebt.

Man müsste blind sein, um diese traurige, elende und beklagenswerte Wirklichkeit nicht zu erkennen.

Aber ich betone es hier noch einmal, um euch zufrieden zu stellen.

Denn oft spüre ich, dass irgendetwas in euch rebelliert und ihr denkt:

»Sieht der Meister denn nicht, in welchen beschwerlichen Bedingungen wir leben?«

Oh doch, ich sehe es;

überall sehe ich sogar nur das.

Aber ich sehe auch andere Dinge.

Ich sehe gute Bedingungen, die da sind, die ihr aber nicht seht, weil euch die Schwierigkeiten so benebelt haben, dass ihr nur noch sie seht.

Und was ich vor allem sehe, das sind die guten Bedingungen, die ihr in euch tragt.

Es sind Schätze, unglaubliche Reichtümer.

Ihr aber seht nur die äußere Situation.

Sobald ihr mich versteht, werdet ihr euch stärker fühlen und sagen:

»Ja, wir brauchten jemanden, der auch die gute Seite sieht und uns ermutigt.«

 

Ihr seht wirklich nur eure Schwächen, eure Armut, die Frau, die euch davongelaufen ist, die Kinder, die nicht hören wollen.

 

Aber es gibt doch so viele andere Dinge zu sehen!

Wenn ihr mir zuhört, seid ihr plötzlich voller Mut.

Aber eine Stunde später habt ihr den ganzen Mut und die Inspiration vergessen.

Die erste kleine Schwierigkeit, die euch begegnet, ein Blick, ein unangenehmes Wort – und schon seid ihr am Boden zerstört.

Wie oft habe ich es festgestellt:

Schon nach der geringsten Schwierigkeit ist man niedergeschlagen.

Haltet also diesen Gedanken fest:

Was für den einen schlecht ist, kann für andere vielleicht gut sein:

Er wird euch viel helfen.

 

Wenn ihr verstanden habt, dass das Böse nicht absolut, sondern sogar sehr relativ ist, werdet ihr es leichter ertragen.

 

Ihr werdet nach und nach feststellen, dass euch heute gleichgültig lässt, was euch zuvor Leid zufügte.

Ihr werdet sogar denken:

»Umso besser, der Himmel befreit mich!«

Wie viele Eingeweihte haben festgestellt, dass all die Verluste, die sie erlitten, all die Prüfungen, die sie durchstanden, in Wirklichkeit nur ihrer Befreiung dienten.

Eignet euch diese Philosophie also auch an, sonst werdet ihr euch jedes Mal unglücklich fühlen.

Wenn ihr eigentlich Grund hättet, Lobgesänge auf den Herrn anzustimmen oder Freudenlieder zu singen.

 

Unter dem Licht des Verstehens kann sich das Böse von heute auf morgen in Gutes verwandeln.

 

Versteht und nutzt man es hingegen nicht, so bleibt es böse.

Also, meine lieben Brüder und Schwestern, mit diesen Wahrheiten wartet eine gute Zukunft auf euch.

Ihr habt phantastische Möglichkeiten.

Wenn ihr wirklich verstanden habt, kann euch nichts aufhalten.

Denn da es den Menschen auf der physischen Ebene gelungen ist, die Naturkräfte, Wind, Wasserfälle, Ebbe und Flut zu nutzen, müsst ihr es auch im psychischen Bereich erreichen können.

Es ist lediglich eine Frage der Einstellung.

Vor allem muss man begreifen, dass man nicht dagegen ankämpfen darf.

 

Okkultisten, die das Böse bekämpfen wollten, die ihm wirklich den Krieg erklärt hatten, sind dabei umgekommen.

 

Sie kannten die Wahrheiten nicht, die ich euch offenbare und haben sich alleine auf das Abenteuer mit dem Bösen eingelassen.

Es war unabwendbar, dass sie dabei zermalmt wurden.

Ich sage nicht, dass ein Eingeweihter nicht gegen das Böse kämpfen darf.

Er muss sich aber lange vorbereiten, sich reinigen, damit der Herr in ihm wohnen und sich durch ihn in seiner Allmacht bekunden kann.

 

Nur Gott allein kann das Böse vernichten.

 

Wir haben weder die Größe, Bedeutung und Macht, noch die Methoden, um es zu tun.

Lest die Apokalypse.

Dort steht, dass Erzengel Michael den Drachen, das Symbol des Bösen, anketten und für tausend Jahre einsperren wird.

Man bedenke also:

Erzengel Michael, dem alle Macht beschieden ist, vernichtet das Böse nicht.

Er fesselt es nur.

Wie sollten wir armen Unglücklichen es dann fertig bringen?

 

Viele unter euch sind sicher erstaunt über die neue Weise, das Böse zu sehen.

 

In Wirklichkeit ist das, was ich sage, nur die Schlussfolgerung aus Beobachtungen, die auch ihr täglich anstellen könnt.

Nur gehört es nicht zur Gewohnheit der Menschen, sich den kleineren Ereignissen des täglichen Lebens zu widmen, um ihre Sprache zu erkennen und zu deuten.

Und doch werden gerade dort, im täglichen Leben, in der Natur, die philosophischen Probleme von größter Bedeutung dargestellt und gelöst, sogar noch klarer und einfacher als in den abstrakten Werken der Philosophie.

 

Das Böse ist wie eine unorganisierte Kraft, die den Menschen quält, weil er noch nicht die Möglichkeit hat, sie zu beherrschen und zu nutzen.

 

Der Schüler aber wird nach und nach Herr über alle Situationen, wenn er sich bewusst wird, dass ihm das, was man für etwas Böses hält, ihm sehr hilfreich sein kann für seinen spirituellen Fortschritt.

Da man das Böse niemals besiegen kann, muss man in Zukunft die Worte »bekämpfen, töten, entwurzeln, austreiben«.

Die Ausdruck einer falschen Auffassung sind, durch andere ersetzen wie »zähmen, assimilieren, kanalisieren, orientieren, sublimieren, nutzen«.

Sie drücken eine Anschauung aus, die weiterentwickelt und spiritueller ist.

Dann verwandelt sich das Schwarz der Kohle in ein leuchtendes Rot.

Ob es nun um die Sexualkraft, Wut, Eifersucht, Rachsucht usw. geht, um einen Feind, eine Krankheit oder irgendeine Versuchung.

Wir werden immer die besten Bedingungen zum Arbeiten, zu unserer Stärkung und zur endgültigen Lösung unserer Probleme haben.

Wenn wir uns diese neue Philosophie zu Eigen machen.

Das ist es also, was ich euch rate:

 

Wenn ihr versucht seid, ein Ereignis als etwas Böses anzusehen, so stellt euch die Frage:

 

»Ist es wirklich etwas Schlechtes?

Ist es nicht vielmehr ein verstecktes Gutes?«

Solange ihr euch diese Frage nicht stellt, werdet ihr kämpfen oder euch auflehnen und das Böse nicht nutzen können, das in Wirklichkeit ein Gutes war, das ihr aber nicht gesehen habt.

 

Selten wissen die Menschen, was gut und was schlecht für sie ist.

 

Wie viele Dinge sind sie gewohnt, als gut anzusehen, die in Wirklichkeit echte Gefahren bedeuten.

Wie oft haben Erfolge nur dazu beigetragen, gewisse Menschen in die Katastrophe zu führen.

Und wie viele Hindernisse und Misserfolge sind im Gegenteil für diejenigen, die sie nutzen konnten, Ursache künftiger Triumphe geworden.

Doch man muss vieles erlebt, vieles erforscht und viele Prüfungen durchgestanden haben, um feststellen zu können, wie wahr dies ist.

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