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Gleichgewicht -Tricks: Eine Schummelliste für Vielbeschäftigte

 

Die Individualität allein vermag das durch die Personalität gestörte Gleichgewicht wiederherzustellen

 

Freier Vortrag.

Heute möchte ich erneut auf die Personalität und die Individualität zu sprechen kommen, denn ich habe erkannt, dass das Wissen um diese Frage die Grundlage eines sinnvollen und vernünftigen Lebens bedeutet.

Solange wir mit diesen beiden Naturen in uns nicht vertraut sind, die uns ständig herausfordern, um uns jede auf ihre Seite zu ziehen, werden wir mit unseren Problemen nie fertig:

Werden immer wieder betrogen, irregeführt und enttäuscht.

Ich habe festgestellt, diese Frage der beiden Naturen im Menschen ist noch von keinem Denker oder Psychologen behandelt worden und habe beschlossen, sie ans helle Tageslicht zu bringen.

Damit jeder mit den besten Wertmaßstäben ausgerüstet, sich im Leben zurechtfindet.

 

Ich habe des Öfteren beobachtet, dass alle Menschen, selbst namhafte Gelehrte und hochgebildete Leute, keine Mühe scheuten, um gewissen Hängen und Gelüsten zu frönen, ohne zu ahnen, dass sie dabei lediglich ihre Personalität befriedigten und nicht sich selbst;

So stärkten sich fremde Wesenheiten auf ihre Kosten, während sie selbst unmerklich immer schwächer wurden.

Ich kann es euch beweisen, dass alle Welt die wertvollsten Geisteskräfte wie Vernunft, Intelligenz, Wissen, Einfühlungsvermögen dazu einsetzt, den niederen Leidenschaften nachzugehen…

Anstatt sie für das hohe Ideal, für die Entfaltung ihrer geistigen Natur zu verwenden.

Solange der Mensch nur darauf bedacht ist, seine gewohnten Bedürfnisse zu befriedigen (welche wir alle haben und zur Genüge kennen), wird er die von ihm ersehnten hohen Werte wie Seelenfrieden, Lebensfülle, Harmonie, Glück und das Reich Gottes auf Erden… nie erlangen.

Denn Gottes Reich lässt sich nur unter der Bedingung verwirklichen, dass die gesamte Menschheit die Kräfte ihres höheren Ichs auf dieses einzige Ziel hin sammelt und ausrichtet.

Gerade das ist es;

Die Menschen sind nicht genügend in diesem Sinne unterrichtet und machen genau das Gegenteil:

Sie bieten alle ihre Kräfte, selbst die der Seele und des Geistes, zur Befriedigung ihrer niedersten Triebe auf.

 

Das Unglaublichste dabei ist:

Je eifriger sie ihnen frönen, sie zufrieden stellen, umso mehr wird ihnen die Leere und Unzufriedenheit in ihrem Innern spürbar;

Ihre Trieb-Natur ist übersättigt und schnarcht, indessen ihre Geist-Natur verschmachtet und leidet.

 

Ich erhalte zahlreiche Briefe von Brüdern und Schwestern, worin sie mir mitteilen:

»Meister, bevor mir diese Wahrheiten bekannt wurden, die Sie uns erklären, stürzte ich mich in alle möglichen Vergnügungen, weil ich mich traurig und unglücklich fühlte;

Doch je mehr ich nach Befriedigung suchte, desto unzufriedener wurde ich und warf mir mein Tun vor.«

 

Und ich erwiderte ihnen, das sei immer der Fall, wenn das höhere Ich hungert und darbt, weil es nichts erhält.

 

Die niedere Natur, der irdische Körper, ist gesättigt und zufrieden gestellt, wenn er mit Nahrung, Kleidung, Vergnügen versorgt ist, das weiß ein jeder.

 

Aber das höhere Ich, Seele und Geist, bitten und flehen:

»Und wir?

Gibst du uns nichts?«

Von daher kommt alle Unzufriedenheit.

 

In keiner anderen Epoche verfügte der Mensch über so viele Möglichkeiten seine Personalität zu befriedigen und war trotzdem nie so unzufrieden wie heute.

 

Im Vergleich zu früher, wo es kaum etwas gab, kann man sich heute alles nur Erdenkliche beschaffen, und gerade heute fühlen sich die Menschen elender, hohler und haltloser denn je.

Der technische Fortschritt mit all seinen Erfindungen dient zur Befriedigung ihres niederen Ichs, welches bis zum Überdruss übersättigt ist…

 

Warum ist der Mensch nicht vernünftig genug, einzusehen, dass es in ihm noch höhere Bedürfnisse gibt, die es zu befriedigen gilt?

 

Es ist doch unvorstellbar, dass im zwanzigsten Jahrhundert, dem so genannten Jahrhundert des Lichtes, die Leute noch immer nicht das Wesentliche erkannt haben!

 

Je mehr ihnen geboten wird, umso mehr fehlt es ihnen an irgendetwas.

 

So erging es jenem Mann, der seine Frau mit Kleidern, Schmuck, Schwimmbad, Wagen und Schlössern verwöhnte, dabei jedoch das Wichtigste, nämlich die Liebe, zu geben vergaß.

Da sie deswegen nicht glücklich war, ging sie eines Tages mit dem Chauffeur auf und davon!

Zweifellos war es dem Chauffeur gelungen, ihr dieses gewisse Etwas zu geben, nach dem sie sich sehnte, und für das sie alles aufgab, um ihm zu folgen.

 

Solange ihr nicht in der Lage seid, eines Menschen Seele und Geist mit der feinstofflichsten Lichtnahrung zu speisen;

Könnt ihr sicher sein, er wird euch eines Tages verlassen, was immer ihr auch für ihn tut.

 

Manchmal beklagen sich Frauen bei mir:

»Ich habe alles für meinen Mann getan, habe ihn verwöhnt, ihm seine Lieblingsspeisen gekocht, ihn mit Liebe und Wärme umgeben… und nun hat er mich verlassen.«

»Gerade das ist ja das Schlimme!

Wo ist er denn hin?« frage ich.

»Zu einer, die abweisend und eiskalt ist…«

– Na, sehen Sie, Sie waren ihm eben zu warm – er brauchte Abkühlung.«

 

Und so ist es auch:

Viele Frauen tun alles für die Personalität ihres Mannes, seinen Bauch, seinen Sex, sind aber außerstande, ein höheres Sehnen in ihm zu wecken oder zu fördern.

Wie soll man da dem Armen verübeln, dass er anderweitig sucht?

Zugegeben, manche Ehemänner sind ausgesprochen ungeschliffene Typen, aber das ist eine Sache für sich.

 

Nun, was ich euch da sage, wisst ihr ja bereits.

Ihr hört es nicht zum ersten Mal.

Was ich heute zum Thema Personalität und Individualität hinzufügen möchte, betrifft die Gymnastikübungen, welche wir morgens ausführen.

Es sind einfache, von jedermann leicht durchführbare Bewegungen, nicht zu vergleichen mit jenen Turnübungen, die riesige Anstrengungen erfordern, weil die Leute meinen, Kraft und Widerstandsfähigkeit hingen von gestählten Muskeln ab.

Ich habe euch wiederholt darauf hingewiesen, dass selbst mit den eindrucksvollsten Muskelpaketen eines Herkules oder Tarzans ihr kein Kilo aufzuheben vermögt, wenn euer Nervensystem nicht richtig funktioniert;

Ganz einfach deshalb, weil bestimmte Energieströme nicht zu den Muskeln gelangen, um sie anzuregen.

 

Hingegen konnte man erleben, dass in gewissen Anstalten Verrückte während eines Anfalls plötzlich eine so ungeheure Kraft entwickelten, dass selbst vier Wärter nicht ausreichten, sie zu bewältigen.

 

Dies lässt sich durch die Zufuhr eines Hirnstroms erklären, welcher die Muskeln derart verkrampft, dass mehrere Männer außerstande sind, den Betroffenen zu bändigen.

Demnach ist das Nervensystem äußerst wichtig.

 

Mit den Übungen, die wir machen, entwickelt ihr denn auch nicht so sehr die Muskeln, aber ihr kräftigt euer Nervensystem.

 

Ihr wendet ein:

»Was erreicht man denn schon in 10 Minuten?…

Bei der Gymnastik am Radio hingegen – Beine in die Luft, Kopf nach unten – kommt man ins Schwitzen, wird richtig müde… das wirkt!«

Ja, aber ihr entwickelt dabei keines der wichtigen Zentren, weil diesen Übungen kein esoterisches Wissen zugrunde liegt.

 

Ich will nun kurz zusammenfassen, was jede dieser Übungen uns bringt und werde dann auf die fünfte näher eingehen, welche die Beziehung zwischen Individualität und Personalität veranschaulicht.

 

  1. Die erste Übung lehrt, wie man die Kräfte des Himmels aufnimmt und durch den Körper fließen lässt, damit sämtliche Zellen gereinigt und geläutert werden.
  2. Mit der zweiten Übung lassen wir die magnetischen Erdströme in uns aufsteigen, und die Begegnung dieser beiden vom Himmel herab- und von der Erde aufströmenden Energien bewirken im Solarplexus eine wohltuende Harmonie.
  3. Mit der dritten Übung lernen wir geschmeidig im kosmischen Licht-Meer zu schwimmen.
  4. Die vierte Übung lehrt uns das Abmähen, das Durchschneiden der schlechten Bindungen, die uns gefangen halten.
  5. Mit der fünften Bewegung üben wir uns darin, das Gleichgewicht zu bewahren.
  6. Mit der sechsten Übung läutern wir uns, indem wir die angehäuften Schmutzschichten weit von uns schleudern.

 

Auf die fünfte Übung möchte ich heute näher eingehen, die Gleichgewichtsübung;

 

Denn, wenn ich sie euch nicht erkläre, werdet ihr weiterhin nicht um ihren Sinn und ihre Bedeutung wissen.

 

Beim Durchführen der Bewegung abwechselnd mit dem linken, dann dem rechten Bein, indem die Hände auf den Schultern bleiben, habt ihr sicher bemerkt, dass der Oberkörper ebenfalls Drehbewegungen macht, um das Gleichgewicht zu wahren.

Seht nun meine Überlegung.

Genauso geschieht es im Leben:

Denn wenn im niederen Ich eine Regung, in Form von Gedanken, Gefühlen oder Gebärden ausgelöst wird, muss man wissen, dass im Menschen alles zusammenhängt und alles aus dem Gleichgewicht gerät.

Wenn das höhere Ich nicht gegenwärtig ist, um zu wachen, zu kontrollieren und die nötigen Vorkehrungen zu treffen, den Sturz zu verhindern.

 

Seht die Seiltänzer auf ihrem Seil:

Sie müssen immerzu ihr Gleichgewicht wiederherstellen, sei es durch Arm- und Körperbewegungen, sei es mit Hilfe eines Schirms oder einer Balancierstange.

Sonst würden sie abstürzen und sich das Genick brechen.

Jeder von euch hat schon Seiltänzer und Akrobaten gesehen.

 

Habt ihr aber nachgedacht und aus dem Gesehenen Schlüsse gezogen?

 

Gewiss, das Gleichgewicht hängt nicht ausschließlich vom Bewusstsein, sondern vielmehr von der Tätigkeit eines Zentrums ab, das jeder von uns in seinen Ohren hat.

Es handelt sich um die halbkreisförmigen Bogengänge im Innenohr, die eine Flüssigkeit enthalten, in welcher kleine Kalksteine schwimmen.

An den Wänden dieser Bogengänge befinden sich behaarte Zellen, die auf einen Nerv abgestimmt sind, der jeden Reiz sofort an das Hirn leitet.

 

Funktioniert dieser Apparat nicht einwandfrei, kommt es zu Stürzen, die sogar tödlich sein können.

 

Den Seiltänzern gelingt es durch ständiges Üben, diesen Apparat so sehr zu verfeinern, dass er auch dann augenblicklich reagiert, wenn ihnen keine Zeit mehr bleibt, zu denken und zu überlegen, was zu tun ist.

Die rasche Bewegung, die sie dann machen, führen sie instinktiv aus.

Es ist wie am Steuer eines Autos:

Denn es gibt so unzählige unvorhergesehene Situationen.

Nähme man sich da die Zeit zu denken, passierten lauter Unfälle und Zusammenstöße.

Es ist häufig ihren Reflexen zu verdanken, dass die Autofahrer Gefahren vermeiden.

 

Auch hier funktioniert dabei der vorhin genannte Mechanismus.

 

Die Weisen und Eingeweihten setzten die Ohren in Beziehung zur Weisheit, weil das Gleichgewicht von dem Gehörapparat abhängt.

 

Verstimmungen, Sorgen, Kummer und Disharmonie sind die Ursachen von Unfällen.

Deswegen ist es so wichtig, beim Autofahren ruhig, mit klarem Kopf, vernünftig, vorsichtig zu sein…

 

Nur wenn der Sinn von Sorgen frei ist, kann man instinktiv, unvermittelt und schnell Unvorhergesehenem begegnen.

 

Selbst erfahrene und geschickte Autofahrer fühlen, dass ihre Reflexe vermindert sind, wenn sie von Sorgen, Angst und Kummer geplagt sind und dass sie dann die Umstände nicht meistern.

 

Beim Durchführen der fünften Übung spürt ihr, wie gesagt, dass der Oberkörper, während die Beine sich bewegen, nicht starr bleibt und ihr damit das Gleichgewicht beibehaltet.

 

Welche Lehren werden uns dadurch erteilt!

 

Im täglichen Leben ist der Mensch nicht daran gewöhnt, die Dinge in ihrer Wirklichkeit zu sehen, er schaut sie an, erfasst aber nicht ihren tieferen Sinn, ordnet sie in eine Schublade und lebt weiterhin wie gewohnt.

Nehmen wir zum Beispiel einen Ehemann, der in sein Leben, in seine Beziehungen zu seiner Frau und seinen Kindern Veränderungen einführen möchte.

 

Er sollte, bevor er eine Entscheidung trifft, seine höhere Natur zu Rate ziehen, sonst riskiert er unvorhergesehene Missgeschicke und zahllose Unglücksfälle.

 

Aber nein, er entscheidet sich, ohne um Rat gefragt zu haben, ohne vorauszuplanen und zu überlegen, was getan werden sollte, um Unheil zu vermeiden.

Jedes Mal, wenn man etwas zu ändern beschlossen hat, ohne die Folgen zu erwägen, wird man von schweren Rückschlägen getroffen.

 

Die Schwierigkeit liegt im Voraussehen.

 

Eine kleine Neuheit auf irgendeinem Gebiet verursacht bisweilen ungeheure Umwälzungen in allen anderen:

In Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Technik, Religion usw…

 

Denkt zum Beispiel an die Erfindung des Autos. Alle Gebiete des täglichen Lebens wurden davon betroffen:

Nicht nur der Ablauf des Alltags, sondern auch das Verwaltungswesen, Geschäftsleben, die Gesetzgebung, der Arbeitsmarkt und sogar die Ferien;

Ganz zu schweigen von der Volksgesundheit und der Luftverschmutzung in den Städten.

 

Auch auf medizinischem Gebiet sind, denke ich, zahlreiche Herzschäden sowie Gemütskrankheiten auf das Auto zurückzuführen, obgleich dies nicht bemerkt wird.

 

Und welche Änderungen brachte es in die Haushalte und Familien!

 

Häufig hängt selbst das Glück einer Ehe von einem Wagen ab:

Entweder man hatte keinen… oder man hatte zwei!

 

Wie viele Freundschaften und Bekanntschaften werden geschlossen oder gebrochen wegen dieser oder jener Automarke!

 

Wisst ihr, wo ich dies alles sah?

Während unserer Gymnastikübungen:

Viele Fragen wurden mir durch sie klar.

 

Was ist denn nun die Personalität?

 

Eine Regung der niederen Natur.

 

Wenn also die Individualität nicht für das Gleichgewicht sorgt, stürzt der Mensch, erleidet Missgeschicke und Widerwärtigkeiten:

Sie allein bringt Hilfe, ordnet und stellt alles wieder her.

Die Leute geraten immer mehr aus dem Gleichgewicht, weil sie ihrer niederen Natur mit deren Vergnügungssucht, Launen und Leidenschaften den absoluten Vorrang einräumten und bereiten sich damit eine katastrophale Zukunft vor.

 

Was ich euch hier sage, ist absolute Wahrheit.

 

Niemand kann es leugnen, denn sie ist selbst der allgemein anerkannten Psychologie weit voraus.

 

Vernachlässigt ihr diese Wahrheiten, lasst ihr die Individualität beiseite, werdet ihr in kurzer Zeit die Folgen davon erleben, denn die Personalität wird euch in unglaubliche Schwierigkeiten verstricken.

Sie wird euch immer übel mitspielen.

Wie jenem Mann, der in einem Speiselokal die teuersten Speisen bestellt, ohne auf die Preise zu achten.

Am Ende bringt ihm der Kellner die Rechnung… eine unwahrscheinliche Summe!

Und da ihm das nötige Geld fehlt, bringt man ihn zum Polizeiposten!

Seither ist er dort geblieben… getreulich auf dem Posten.

Wenn ihr gewillt seid, meine lieben Brüder und Schwestern, diese tiefe Weisheit zu beherzigen, werdet ihr viele Unannehmlichkeiten vermeiden, werdet euch bewusst, wo ihr steht, worin ihr euch getäuscht hattet, wie ihr künftig klar sehen und eure Existenz neu gestalten könnt.

Dies ist Millionen wert!

 

Die Personalität lehrt drei oder vier verheerende Dinge.

 

Ich werde euch unter anderem noch eines nennen:

Sie rät, euch fest an eure Sorgen, Kümmernisse und Verzweiflungen zu klammern und sie nicht los zulassen, selbst wenn ihr hierher ins Paradies kommt.

Weshalb?

Um zu verhindern, dass ihr lernt, denn sie fürchtet, das Weite suchen zu müssen, wenn in euch das Licht aufgeht.

 

Es ist ihr nichts daran gelegen, dass der Mensch aus seiner Unwissenheit erwacht.

 

Einige unter euch kommen mit ihren alten Anschauungen hierher, zu ihnen sage ich:

»Legt eure Last vor der Türe ab, tretet ein, erfahrt diese Wahrheiten… nachher, wenn ihr geht, ladet sie meinetwegen wieder auf.«

Aber nein, man hält an seiner Bürde fest, will sich auf keinen Fall von ihr trennen!

Deswegen werden manche Brüder und Schwestern, ich sehe es genau, uns nie verstehen.

Sie wollen die überholten, hemmenden Ansichten nicht ablegen und merken nicht einmal, dass es die Personalität ist, unter deren Einfluss sie stehen.

Aber sie verfügt noch über andere Listen und Schliche, die ihr nicht kennt…

Sie wartet euch zum Beispiel mit folgenden Worten auf:

»Du armer Kerl, du bist vergänglich, aus Erde bist du und sollst wieder zu Erde werden, für wen hältst du dich eigentlich?

Sei doch klug und vernünftig, schließe dich der Mehrheit an und dem, was sie für gut findet, es gibt keinen anderen Weg!«

 

Sie überzeugt den Menschen, dass er sterblich ist, und wie glaubt ihr, reagiert er?…

 

Wie ein hypnotisiertes Huhn, um das man mit Kreide einen Kreis zieht, um ihm glauben zu machen, dass es nicht mehr heraus kann, und es geht auch nicht raus!

Der Mensch gleicht wahrhaftig diesem Huhn, ist von seiner Personalität hypnotisiert, die ihm einredet:

»Du bist begrenzt, eingeschränkt, bist sterblich und darfst nicht weiter gehen.

Du musst deinen Ehrgeiz herunterschrauben, in deinen Grenzen bleiben…«

 

Und der Arme ist wie gelähmt, wagt keinen Schritt weiter.

 

Bis endlich die Individualität kommt und ihm versichert:

»Das ist doch nur ein einfacher Kreidestrich, du bist frei und kannst raus, geh nur!«

 

Er versucht es… und siehe da, es stimmt.

 

Ihr müsst auf die Individualität hören, denn sie setzt euch keine Grenzen, im Gegenteil, sie muntert euch stets auf:

»Nur zu, du schaffst es, du hast die Kraft und kannst bis ins Unendliche vordringen!«

Für heute möchte ich euch nur sagen:

Hütet euch vor diesen beiden Fallen der Personalität, und wenn euch künftig Sorgen, Unruhen, Kummer und Zweifel befallen, lasst euch nicht davon beeindrucken.

Selbst hier in dieser Schule des Geistes können solche negativen Zustände aufkommen, nur sollt ihr eure Aufmerksamkeit nicht mehr darauf konzentrieren.

Wie wollte denn sonst das Göttliche in euch einziehen?

 

Häufig kommen Leute hierher und begreifen nichts, wo doch alles so leicht verständlich ist.

 

Ich weiß warum:

Sie versperren sich selbst den Weg.

Man muss den Menschen darüber aufklären, dass es für ihn keine Grenzen gibt.

Jetzt schon, dank dieser neuen Erkenntnis, sagen sich einige unter euch:

»Ach, so ist das?

Na, dann wird meine Personalität aber etwas erleben!«

Natürlich dürft ihr sie nicht gleich umbringen, denn sie ist es, die den Schlüssel zur Vorratskammer für die Dauer unseres Erden-Dasein verwahrt.

 

Wie vieles könnte ich euch noch über die Personalität mitteilen, über ihre Schliche, ihre Listen, ihre Fallen, in die man aus mangelnder Klarsicht täglich hineinstürzt.

 

Diese Aufgabe eben wurde mir aufgetragen, euch die Dinge in ihrer Wirklichkeit begreiflich zu machen, damit ihr große Fortschritte machen könnt.

Hängt ihr jedoch an euren alten Vorurteilen fest, so schlagt ihr euch immer mit den gleichen Sorgen herum, und niemand kann euch aus eurem Jammer heraushelfen.

 

Wenn ich aus dem Lichte dieser Lehre heraus euch nicht zu helfen vermag, wer wird euch helfen?

 

»Der liebe Gott«, werdet ihr sagen.

 

Sicher, nur müsst ihr wissen, dass der liebe Gott sich nicht allzu sehr um diese Einzelheiten kümmern kann.

Er hat Wichtigeres zu tun, als sich mit jedem Einzelnen von uns abzugeben.

Also überlässt Er uns seinen treuen Dienern, auf die wir hören sollen.

 

Weigern wir uns, was soll Er dann tun?

 

Seht nur die Kriege, Krankheiten, Unfälle…

 

Warum setzt der Herr diesem allem nicht ein Ende?

 

Ich will damit nicht sagen, dass Er uns überhaupt nicht hilft, allein, was kann Er tun, wenn die Menschen sich Ihm verschließen?

Seht zum Beispiel die Sonne:

Sie ist stark und mächtig, sie lässt die Planeten kreisen, erhält ihren Lauf und belebt sie – ihre Macht ist unvorstellbar;

Trotzdem kann sie nicht in euer Zimmer dringen, solange die Vorhänge zugezogen sind.

Häufig lässt man die Vorhänge zu und sagt zu ihr:

»Sei willkommen, liebe Sonne, tritt herein!«

Sie erwidert:

»Ich kann nicht.«

»Warum denn?«

»Des Vorhangs wegen!«

Seht, was ein Vorhang ausmacht!

 

Nun, wer mich verstanden hat, öffnet seine Vorhänge.

 

Die Sonne wird eintreten und ihn mit ihrem Licht überfluten.

 

Denn die Sonne ist ein Sinnbild Gottes.

 

Gewiss, Gott ist allmächtig, Er belebt das ganze Universum, aber den Vorhang in uns kann Er nicht wegschieben, das müssen wir selbst tun, damit Er eintreten kann.

Es gibt sehr christlich gesinnte, streng gläubige Menschen, die sich fortwährend in Gottes Hände ergeben;

Aber warum lässt Er sie dann in ihrem Elend?

Weil zu viele Vorhänge Ihm den Eintritt verwehren und sie nichts tun, sie zu entfernen:

Sie überlassen alles Ihm.

 

Würden sie den Herrn kennen, dann wüssten sie, dass Er die Dinge anders bewertet.

 

Sie glauben, Ihn erweichen zu können, wie man eine hochgestellte Persönlichkeit zu einem feinen Essen einlädt, um eine Gunst, eine Genehmigung zu erwirken.

Man speist sie mit Leckerbissen und erwartet, dass sie einem alles gewährt.

 

Viele meinen, sie könnten mit Gott auf die gleiche Weise vorgehen.

 

Zum Essen können sie Ihn ja nicht einladen, also versprechen sie Ihm eine Kerze.

Als ließe sich Gott mit einer Kerze erkaufen!

Man kann Ihn für sich gewinnen, indem man Sein Wesen erfasst, Seinen Geschmack herausfindet (warum sollte der Herr nicht auch gewisse Dinge vorziehen?) und Ihm eine Freude bereitet.

Da erhört Er euch sofort.

Eine Seiner Vorlieben ist mir wohl bekannt:

Er schätzt über alles die Dankbarkeit.

 

Von einem dankbaren Menschen lässt er sich sofort erweichen.

 

Es ist wie bei einem Vater:

Ein Vater verlangt nichts von seinem Kind, gibt ihm alles, ohne etwas dafür zu erwarten – trotzdem macht es ihn glücklich, wenn sein Sohn seine Güte und Großzügigkeit anerkennt, andernfalls fühlt er sich, ohne ausgesprochen erzürnt zu sein, doch ein wenig betrübt.

Mit Gott verhält es sich ebenso:

Er benötigt nichts, Er hat alles in Fülle, aber Er sieht es mit Wohlgefallen, wenn Seine Kinder Ihn als guten Vater anerkennen.

Sonst verschließt Er sich uns ein wenig, beginnt uns zu vernachlässigen und sagt sich:

»Ach, diese Kinder gleichen mir nicht, sie sind nicht sehr weise!«…

 

Ich kenne noch eine andere Vorliebe des Herrn:

 

Er mag an einem Menschen uneigennütziges Handeln.

 

Gibt ein Mensch Ihm alles, fügt sich vollständig Seinem Willen und sagt:

»Oh Herr, sieh an, alles was ich besitze übergebe ich Dir, verfüge darüber nach Deinem Wohlgefallen«, so neigt Er sich ihm zu.

Droht ihr Ihm aber damit, nicht mehr zur Kirche zu gehen, bittet ihr Ihn darum, eure Frau sterben zu lassen, um eine andere heiraten zu können… ihr staunt?

Ihr ahnt gar nicht, wie viele Gebete dieser Art zum Himmel gesandt werden:

»Oh Herr, lass meinen Mann sterben, damit ich meinen Liebhaber heiraten kann!«

 

Nun, diese erhört der Himmel überhaupt nicht.

 

Es sind deren zu viele, die um Geld, Autos, irdische Güter bitten.

 

Dann wird oben gesagt (und ich habe es selbst gehört!):

»Oh weh, nichts als egoistische Bitten!

Wir sind überlastet, überfordert, erschöpft von so vielen Briefen, worin Geld, Vergnügen, Frauen, Kinder, Diplome… gefordert werden.

Sie werden warten müssen, wir können so viel Post gar nicht sortieren!«

 

Sowie sie aber eine Anfrage vorfinden mit der Bitte, dem Herrn dienen zu dürfen – und solche Briefe sind äußerst selten…

Dann kommen sie voll freudiger Bewunderung diesem Wunsch sofort nach.

 

Seht, wie gut ich unterrichtet bin!

 

Wollt ihr mir nicht glauben, so geht hin und prüft es nach, ihr werdet schon hören, sie sagen euch:

»Egoistische Bitten erfüllen wir nie, wir sind von all dem Papierkram völlig überschwemmt.«

 

Tatsächlich, was sind eigentlich Gedanken?

 

Auf ihre Art sind es auch Briefe…

Nur darf man die Briefmarke nicht vergessen, sonst wird man nicht erhört!

Die Briefmarke ist natürlich ein Symbol.

Bonfin, den 8. August 1972

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