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Das Gleichnis vom Baum

– Die Individualität soll die Personalität verschlingen.

 

Freier Vortrag.

Ich möchte euch heute anhand eines Gleichnisses das Thema Personalität und Individualität in noch helleres Licht rücken – durch das Gleichnis vom Baum.

 

Man kann sagen, dass Wurzeln, Stamm und Äste der Personalität entsprechen;

Blätter, Blüten und Früchte der Individualität.

 

Die Personalität ist der irdische Teil, die Materie, welche als Gefäß oder Behälter oder Leiter dient.

 

Und die Individualität ist das Seelisch-Geistige, der Lebensgeist, der Ursprung aller Kundgebung.

 

Beide sind unentbehrlich.

 

Der Baum wächst heran;

Man pflegt, düngt ihn, und mit den Jahren dringen seine Wurzeln immer tiefer in den Erdboden ein;

der Stamm wird mächtig, die Äste breiten sich aus.

Der Baum wird groß, breit und stattlich.

 

Ihr habt sicher alle in Wäldern schon riesengroße, prächtige Bäume gesehen…

Deren Wurzeln sich weit ausbreiten und deren Äste eine außergewöhnliche Höhe erreichen.

 

Gleich den Sequoia, die ich in Kalifornien sah…

Ich hatte noch nie solche Bäume gesehen.

 

Eine wahre Pracht;

Welcher Umfang, wie hoch ragten sie empor!…

 

Und 4000 Jahre alt!

 

Mein Herz schlug voll freudiger Erregung beim Betrachten dieser herrlichen Bäume.

 

Wie gesagt, der Baum wächst in die Höhe und in die Breite, wird stattlich und schön.

 

Die Wurzeln jedoch, der Stamm, die Äste bleiben was sie sind, können nicht zu Blättern, Blüten und Früchten werden, sie dienen diesen lediglich als tragende Stützen:

Es sind zwei völlig verschiedene Bezirke. Wurzeln, Stamm und Äste bleiben durch alle Jahreszeiten hindurch bestehen, die Blätter, Blüten und Früchte hingegen wachsen, blühen, reifen, fallen dann ab und vergehen.

Desgleichen die Personalität – das heißt, unser Körper mit dem Bauch, der Lunge, dem Kopf sowie allen Organen – bleibt als Basis bestehen.

Während die Individualität, die Seelenregungen, Eingebungen, Erleuchtungen sowie auch Freude und Beglückung kommen und gehen…

 

Ich gebe euch ein anderes Gleichnis:

Das vom Weinstock. Seht, wie hässlich er im Winter aussieht, schwarz, glanzlos und knotig;

Aber im Sommer, wenn er mit Blättern und Weintrauben bedeckt ist, wie reich geschmückt ist er da!

 

Der Mensch gleicht dem Weinstock:

Man mag ihn aufziehen, nähren, kräftigen, unterrichten, gelehrt machen, die Personalität aber bleibt die Personalität.

Doch sowie der Geist sich kundtut, trägt sie auf einmal Früchte.

 

Glaubt jedoch nicht, sie wandeln zu können!

Sie wächst, wird kräftig, ihr eigentliches Wesen aber bleibt unverändert.

 

Ein weiteres Gleichnis:

Das vom Leitungsrohr. Lässt man Wasser hindurchfließen, so wird dieses Wasser nicht zum Leitungsrohr, noch wird das Rohr zu Wasser, sondern es dient lediglich dazu, Wasser durchfließen zu lassen.

 

Ebenso verhält es sich mit elektrischen Drähten:

Sie werden nicht zu Elektrizität, noch die Elektrizität zu Drähten, jedoch hängt eins vom anderen ab, sie helfen einander, ergänzen sich gegenseitig.

 

Also, um es zu wiederholen:

Die Personalität behält ihr egozentrisches Wesen, welches immerfort aufsaugt, nimmt, Besitz ergreift und sich bereichert.

Und auch die Individualität bewahrt ihre heliozentrische Natur, die immerwährend schenkt, ausstrahlt, aufhilft.

 

Beginnt ihr mich zu verstehen?

 

Man begegnet häufig Menschen mit dickem Bauch oder großem Kopf oder langen Beinen…

 

Aber wenn sie nichts ausstrahlen, wenn von ihnen nicht einige Teilchen von dem ausgeht, was sich Individualität nennt, das heißt, ein Fünkchen Intelligenz und Weisheit, ein Hauch von Poesie und Schönheit, ist dies der Beweis, dass sie in der Personalität verharren.

Sie hat zugenommen, ist bis zur Decke gewachsen, aber was zum Vorschein kommt, ist noch lange nicht die Individualität.

 

Man kann die Personalität so sehr umhegen, dass sie wächst, große Fähigkeiten gewinnt, so mächtig, breit und imposant wird, dass sie selbst die Sonne verdeckt;

Doch eine Sonne wird sie nie! Ihr wendet ein:

»Ja, aber es wurde uns doch gesagt, man könne die niedere Natur durch unermüdliche Übung und Läuterung veredeln.«

 

Nein, dies wird nie eintreffen, sie wird sich nie in ein himmlisches Wesen verwandeln, lediglich abnehmen, um der Individualität Platz einzuräumen.

 

Und es ist wahr, der physische Körper wird eines Tages vergehen, Äther, Astral und Mental -Körper ebenfalls, und an ihre Stelle, werden Kausal, Buddhi und Atman -Körper treten:

Erst dann wird der Mensch eine Gottheit.

 

Dann wird die Erde nicht mehr aus demselben dichten, trüben, undurchsichtigen Stoff bestehen.

Sondern ihrerseits strahlend und durchsichtig sein.

 

Es wird sich alles verwandeln und schließlich in den Schoss des Himmlischen Vaters eingehen und sich mit Ihm vereinen;

Dereinst wird alles vergehen – so lehrt die esoterische Wissenschaft.

Dies wird aber erst nach vielen Äonen eintreffen, seid deshalb ohne Sorge!

 

Denkt nicht, dass morgen schon alles vergeht.

 

Seid ihr schon beunruhigt?

 

Vorher werden noch viele Millionen Jahre verlaufen, dass ihr selbst davon genug habt und sehnlichst wünscht, diese Verwandlung möge sich baldigst vollziehen!

Die Alchimie liefert ebenfalls ein Beispiel.

 

Ein Blei -Atom enthält 82 Elektronen, ein Goldatom deren 79.

Dies macht einen Unterschied von drei aus.

Nun gut. Ihr wisst ja, die Alchimisten versuchten, Blei in Gold zu verwandeln.

 

Blei wird also nur dann zu Gold, wenn man seine atomare Struktur verändert…

Indem man drei Elektronen, drei Protonen und einige Neutronen daraus entfernt.

 

Es genügt, dem Blei drei Elektronen, drei Protonen und ein paar Neutronen zu entnehmen, und das in ihm enthaltene Gold tritt zutage.

Wie durch das Abstreifen einer Maske das wahre Gesicht eines Menschen zum Vorschein kommt.

Befreit man das Blei von seinen Hüllen, ich meine von diesen wenigen Teilchen im Blei -Atom, so wird man gewahr, dass Blei in Wirklichkeit Gold war.

 

Ihr nehmt sie von ihm, und es wird zu Gold;

denn es war eigentlich Gold.

Dasselbe lässt sich beim Menschen beobachten:

Entnehmt der Personalität die drei Teilchen, welche die Individualität daran hindern, zu erstrahlen, so erweist es sich, dass der Mensch Gold ist: mit anderen Worten, vollkommen!

Das ist interessant, nicht wahr?

Wenn es den Wissenschaftlern gelänge, diesen Vorgang in großem Maßstab zu verwirklichen, so wären sie in der Lage, aus Blei ganze Berge Gold zu gewinnen.

 

Die Physiker haben zwar daran gedacht, allein, es soll sich nicht lohnen, der Vorgang ist zu kostspielig.

 

Vielleicht entdecken sie später ein anderes Verfahren;

Das ist nicht ausgeschlossen.

Was mich interessiert, ist die Deutung der Symbole Blei und Gold.

 

Das Blei ist die Personalität, das Gold die Individualität.

 

Anstatt die Personalität verbessern und umwandeln zu wollen, sollte man sich eher um die Individualität bemühen.

Da gibt es noch einen Punkt, den ich ausführlicher erläutern möchte.

Jawohl, statt ewig gegen die Personalität zu kämpfen, um sie zu erziehen – was ein unmögliches Unterfangen ist –, ist es ratsam, sich ausschließlich mit der Individualität zu befassen.

Diese herbeizurufen, herzubitten und ihr alle Möglichkeiten zu bieten, damit sie in uns hineinstrahlt und sich niederlässt, uns belebt.

 

Dann wird sie eines Tages derart mächtig, dass von der Personalität keine Spur übrig bleibt.

 

Darum sagte Paulus:

»Nicht ich lebe, sondern Christus ist es, der in mir lebt.«

 

Dieselbe Erfahrung machen die großen Heiligen, Propheten und Eingeweihten;

Sie sagen:

»Hinfort bin nicht mehr ich es, der handelt, das heißt, mein niederes Ich, sondern es ist Christus, der in mir wirkt.«

 

Ich kannte Leute, welche jahrelang Wohltätigkeit übten und Opfer brachten und doch stets von sich selbst enttäuscht waren und klagten:

»Warum nur ändere ich mich nicht?«

Es war ihnen nicht bewusst geworden, dass nicht die niedere Natur es war, welche die lobenswerten edlen Taten vollbrachte, nicht ihre niedere Trieb -Natur, ihre Personalität, sondern ihre Individualität;

Sie waren nur nicht belehrt.

Sie hätten wissen sollen, dass alle beide das Recht haben, sich in uns kundzutun, dass der Mensch die Freiheit hat, entweder der einen oder der anderen den Vorzug zu geben…

 

Denn wir befinden uns in der Mitte zwischen ihnen, sind lediglich die Ebene, auf der sie in Erscheinung treten.

 

Sogar Brüder und Schwestern haben zu mir gesagt:

»Seit dreißig Jahren bringe ich es nicht fertig mich zu ändern«, worauf ich erwiderte:

»Oh doch, Sie haben dies und jenes vollbracht… das beweist doch, dass die Individualität durch Sie gewirkt hat!«

 

Sie hatten gemeint, sie vermochten ihre Personalität zu veredeln.

 

Niemals!

 

Ich betone:

Ihr dürft euch nicht mit der Personalität beschäftigen.

Seid unermüdlich bestrebt, die hohen Tugenden der Selbstlosigkeit und der Liebe zu äußern, dann werdet ihr eines schönen Tages bemerken, dass die Personalität vollkommen verschluckt, verdaut und vertilgt ist.

Ich verwende die Worte »vertilgt« und »verdaut«, denn es gibt ein Gesetz, das ihr vielleicht noch nicht erkannt habt.

 

Demzufolge im Leben jedes Geschöpf, jedes Ding bemüht ist, ein anderes zu verschlingen, um sich davon zu ernähren.

 

Die Pflanzen leben auf dem Erdboden und beziehen ihre Nahrung aus dem Gestein;

Und die Tiere fressen die Pflanzen, und die Menschen verzehren die Tiere, zumindest deren Erzeugnisse.

 

Aber wer verzehrt die Menschen?

 

Es gibt Wesenheiten, die sich von den Menschen, genauer gesagt, von dem, was sie ausströmen, nähren.

So lässt sich die Ernährungsweise der Geschöpfe stufenweise verfolgen bis hinauf zu Gott, der seine Speise von den himmlischen Wesenheiten bezieht.

 

Ja, Er isst sie, nimmt sie in sich auf, verschlingt sie;

Nur bedeutet in dieser so überaus reinen, lichten Sphäre das Gegessen werden nicht Leiden, nicht Angst und Schmerz wie auf den niederen Ebenen.

 

Der Schmerz tritt erst im Tierreich auf.

 

Erde und Kristalle, Felsen und Pflanzen leiden nicht, wenn sie gegessen werden, da ihr Astralleib unentwickelt ist (der Astralleib ist der Sitz der Gefühle);

Sie besitzen nur den Äther -Körper.

 

Erst von der Stufe des Tierreichs an leidet eine Kreatur, wenn sie von einer anderen gefressen wird.

 

Steigt man höher hinauf, den himmlischen Bereichen zu…

 

So wandelt sich der Schmerz in Wonne, und es wird zur unsäglichen Beglückung und Seligkeit, von den himmlischen Wesen verspeist zu werden.

 

Darum ist in allen Religionen die Rede davon, dass sich der Mensch als Opfergabe darbieten soll, damit Gott sich an ihm labe.

Diese Darstellung zeigt an, dass der Mensch von Gott aufgenommen wird und in ihm weilt.

Gott nährt sich in Wahrheit nicht von den Menschen.

 

Sondern ausschließlich von den Seraphin, Cherubin und Thronen, das heißt, von dem Licht, das sie ausstrahlen.

 

Es gibt wohl Fleischfresser, die so grausam sind, Tiere zu verspeisen.

Aber auch Vegetarier, die lediglich Milch oder Eier, deren Erzeugnisse, verwenden.

 

Ebenso töten die hohen Geist -Wesen die Geschöpfe nicht, verzehren sie nicht, sondern nehmen nur die schönen Gedanken, Gefühle und Taten, die von ihnen ausstrahlen.

 

Davon laben sie sich, und das Leben des Geschöpfes bleibt erhalten.

 

Gibt euch dies nicht einen Einblick in eine wundervolle Wissenschaft?

 

Wer diese Gesetze erkannt hat, wünscht nur noch eines:

Von dem Herrn aufgesogen, eingenommen und verspeist zu werden und bringt sich ihm als Opfergabe dar.

 

Haben die Christen auch wirklich Sinn und Bedeutung des Opfers verstanden?

 

Alle haben Angst davor, sich zu opfern, weil für sie Opfern gleichbedeutend ist mit Schmerz und Tod.

 

Für die niederen Bereiche trifft dies zu, doch oben ist es gerade umgekehrt:

Man bereichert sich, wächst und verschönert sich, lebt erst richtig auf, eben weil man sich geopfert hat.

 

Man darf sich nicht fürchten.

 

Sondern soll im Gegenteil die Geist -Kräfte anflehen zu kommen, damit sie die Personalität verzehren:

Dann wird sie verschlungen und vernichtet.

 

Ich enthülle euch heute eines der größten Geheimnisse:

Die Personalität wird völlig ausgerottet und ausgelöscht werden.

Keine Spur wird mehr von ihr übrig bleiben, denn es ist nun einmal so;

alle Geschöpfe müssen sich nähren.

 

Dann könnt ihr sagen:

»Nicht ich bin es (die Personalität), sondern es ist Christus (die Individualität), welcher sich in mir kundtut, mich leitet und führt.

Bisher irrte ich führerlos umher, jetzt aber werde ich von einem Höheren geführt, der in mir wohnt und mich leitet:

Christus!«

 

Mit den Erläuterungen über Personalität und Individualität übertrage ich lediglich Grundwahrheiten aus Bibel und Evangelium.

 

Ich spreche über genau dieselben Wahrheiten, lediglich ist meine Art und Weise sie darzustellen ein wenig anders.

 

Paulus wurde nicht als Einziger durch die Gegenwart Christi gewandelt.

Als die Jünger zu Pfingsten den Heiligen Geist empfingen, wurden auch sie erneuert und verwandelt.

Der Heilige Geist führte und leitete sie, und es war nicht mehr ihre Personalität mit ihrer Dummheit, Gesetzlosigkeit und Unmoral, ihren teuflischen Berechnungen, die sich äußerte, sondern ihre Individualität.

 

Die Individualität war in sie als Heiliger Geist eingezogen.

 

Der Heilige Geist ist die Individualität, das höhere Ich. Ihr mögt euch vielleicht darüber wundern und denken:

Wenn jeder einen heiligen Geist empfing, dann ist wohl der Heilige Geist nicht eins, sondern geteilt und zersplittert!…

Ganz und gar nicht, man muss wissen, dass jedem Menschen ein Funke innewohnt, von gleicher Beschaffenheit wie der Heilige Geist, ein kosmisches, universelles Teilchen, welches unteilbar eins ist.

 

Als kosmisches Prinzip ist Christus ebenfalls eins, indessen kann es auf Erden zahlreiche Christ-Menschen geben…

 

Wenn viele fähig sind, wie Christus zu werden, indem sie allein aus ihrer geistigen Natur, ihrem göttlichen Ich, ihrer Individualität leben.

 

In der Seele eines jeden wohnen der Heilige Geist, Christus und der Vater als Prinzipien, in Form einer Quintessenz, eines Licht -Funkens.

Vater, Sohn und Heiliger Geist sind hohe kosmische Prinzipien.

Dennoch ist das höhere Ich, die Individualität eines jeden Menschen, aus derselben Quintessenz, demselben Wesen wie sie, da es aus den drei Prinzipien Vater, Sohn und Heiliger Geist hervorging und deren Eigenschaften besitzt.

 

Wir tragen demnach alle einen Gottes -Funken in uns, der denselben Lichtglanz, dieselbe Beschaffenheit aufweist wie diese göttliche Dreieinigkeit.

 

Er ruht irgendwo tief im Seelen -Grunde, hat sich aber noch nicht völlig entfaltet, sich noch nicht niedergelassen, um aus uns zu wirken.

 

Er wohnt in der Sonne.

Es geht nun darum, ihn aufflammen zu lassen.

Und ist er stark und mächtig geworden, so ist er in der Lage, die ganze Welt zu erneuern und zu durchlichten.

 

Dieser Funke wird der Heilige Geist und Christus und Gott selbst sein und dennoch verschieden von ihnen, da sie untrennbar eines Wesens sind.

 

In späteren Vorträgen werde ich vielleicht auf diese Frage zurückkommen.

Prägt euch für heute vor allem das Bild des Baumes ein mit seinen Wurzeln, seinem Stamm, seinen Ästen.

 

Im Frühling lebt der Baum wieder auf mit seinen Blättern, Blüten und Früchten.

 

Das ist die Individualität!

 

Warum trägt er nicht immer Blätter, Blüten und Früchte?

 

Sie kommen und gehen (gleich den Eingebungen, welche gehen und kommen und wieder verklingen und uns entzaubert zurücklassen), doch seine Wurzeln, der Stamm, die Äste bleiben unverändert.

Aufgrund dieses Naturvorganges erklärte ich euch, dass es euch nie gelingen wird, die Personalität umzuwandeln, sie bleibt was sie ist.

Natürlich kann sie in die Höhe und in die Breite wachsen, behält aber stets ihre Wurzeln (Geschlecht und Bauch), ihren Stamm, (Lunge und Brustkorb), und die Äste (das Gehirn).

 

Sie sollte sich ausschließlich nur mit dem Geiste befassen, damit sein Licht uns durchflute;

Dann wahrhaftig vollzieht sich eine wundervolle Wandlung!

 

Dem Baum gleich, der sich mit Blättern, Blüten und Früchten bedeckt, wird auch der Mensch, durch den die Individualität strahlt, ausdrucksvoll und schön.

 

Hinfort sollt ihr an euch arbeiten, in dem Bestreben, dass die Individualität endgültig in euch einzieht.

Damit ununterbrochen Früchte reifen und Blüten duften.

 

Ich zeigte euch also, dass der Mensch, dem Baum gleich, wächst und sich entfaltet;

Allein, ohne diese Energie, diese rein geistige Kraft, welche ihn durchströmt, bleibt seine Personalität nackt und öde wie ein Baum im Winter.

 

Bildlich gesehen sind die Wurzeln des Baumes der physische Körper, der Stamm der Astral und die Äste der Mental -Leib.

 

Sie bilden zusammen die untere Dreiheit des Menschen, womit er in den unteren Bereichen denkt, fühlt und handelt.

 

Er besitzt noch drei andere Körper, mittels derer er Hohes und Heiliges denkt, empfindet und wirkt:

Sie sind seine höhere Dreiheit, die Individualität. Personalität und Individualität bilden hiermit zwei Dreiheiten.

 

Wenn nun des Schülers Individualität seine Personalität durchdringt, bezwingt und meistert, dann wird er zum Siegel des Salomon, ein vollkommener Mensch.

 

Seit zweitausend Jahren wird zitiert und wiederholt:

»Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben«, und niemand sah, welch großartiges Symbol darin enthalten ist:

Wir sind eine Dreiheit, zu welcher eine höhere, eine göttliche Dreiheit hinzukommen muss, um diese niedere Dreiheit gefügig zu machen, sie zu durchstrahlen und Blätter, Blüten und Früchte hervorzubringen.

 

Was sind nun die Blätter, die Blüten und die Früchte?

 

Jedes von ihnen hat eine ganz bestimmte Aufgabe.

 

Da der physische Körper, die Wurzel, die Personalität, des Menschen Grundstein ist, darf sie auf keinen Fall entfernt und vernichtet werden.

Sonst geht der Mensch zugrunde, kann sich im irdischen Bereich nicht mehr kundtun.

Jede Äußerung ist nur dank der Personalität möglich, deshalb dürfen wir sie nicht auslöschen, sondern sollen sie pflegen und ernähren.

Aber ihr nicht alles zugestehen;

Vor allen Dingen jedoch darauf bedacht sein, die Individualität durch uns wirken zu lassen.

Ihr seht, meine lieben Brüder und Schwestern, wir müssen die Individualität herbeirufen, indem wir den Herrn bitten, Ihn inbrünstig anflehen, bis Er sich uns zuneigt und in uns einkehrt.

Dann wird die Individualität vollkommen über die Personalität walten und sie beherrschen.

 

Der physische Körper bleibt dabei als Grundlage, als eine dem Geiste zur Äußerung notwendige Hülle bestehen, woraus Herrliches und Wundervolles erblüht!

 

Ist dies euch nun klar?

 

Dabei ist nichts leichter verständlich als mein Geplauder heute!

 

Findet ihr diese Fragen zu schwer, weist ihr es ab, euch damit auseinander zu setzen, gewiss, ihr lebt weiter, geht euren Geschäften nach, euren Tätigkeiten;

Aber in Wirklichkeit bringt ihr es nicht weiter, kommt nicht voran.

Hingegen mit diesen Erkenntnissen, diesen Wahrheiten, werdet ihr wohl keine Milliardäre, Stadtverwalter, Minister oder Bundeskanzler – dafür schreitet ihr auf dem erhabenen Wege des Lichtes!

 

Denn dies sind zwei völlig verschiedene Bereiche.

 

Ihr habt eure Universitätsstudien abgeschlossen?

 

Gut, dann habt ihr ein Diplom, eine angesehene Stellung, Geld und Ruhm, auf Erden geht es euch gut;

aber ergeht es euch im Himmel ebenso?

 

Dieses Wissen jedenfalls erlaubt es euch nicht, in ihn einzutreten.

 

In den Himmel gelangt man durch andere Erkenntnisse:

Das Wissen der Einweihung, esoterische und mystische Erfahrung;

sie allein erschließen den Himmel.

 

Indirekt vermitteln sie vielleicht ebenfalls irdisches Gut, jedoch ist dies nicht ihre eigentliche Bestimmung.

 

Bildung, Wissenschaft und Weltanschauung, welche euch die Menschen vermitteln, wandelt und erneuert euer Wesen nicht.

Es ermöglicht euch höchstens ein bequemes Leben.

Während das hohe Wissen der Universellen Weißen Bruderschaft euch von Grund auf wandelt.

 

So dass ihr zu neuen Menschen werdet.

 

Ist das nun jedem klar?

 

Nun, so wählt denn:

Entweder den Himmel oder die Erde…!

 

Und ließe man mich wählen, so würde ich sagen:

»Beides, o Herr«…

Ihr kennt doch die Geschichte?

 

Zu einem Hirten kam eines Tages ein zerlumpter, ausgehungerter Bettler.

 

Auf die Frage:

»Na, Väterchen, was hättest du lieber, Brot oder Milch?« erwiderte er, gar nicht dumm:

»Beides gemischt, mein Herr!«

 

Ja, manche wählen nur die Erde, andere nur den Himmel.

 

Doch damit ist nichts getan;

 

Denn ohne die Erde entflieht der Himmel, und ohne den Himmel verlässt euch auch die Erde – und ihr verliert beides!

 

Wenn der Herr mich also fragte:

»Was wählst du?«

So antwortete ich:

»Gib sie mir beide, oh Herr!«

 

Nun, meine lieben Brüder und Schwestern, wünsche ich euch noch einen schönen Nachmittag – ihr seid glücklich, nicht wahr?

 

Ich sehe es an euren Gesichtern.

 

Dabei habe ich euch nichts gegeben:

Weder Geld noch Schmuck, keine Schlösser noch Schwimmbecken, weder Autos noch Frauen – dennoch seid ihr beglückt.

 

Wie ist das wohl möglich?

 

Es ist wahrlich ein Geheimnis!…

Bonfin, den 28. August 1971

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