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Die Nahrung der Personalität

– Ein schonungsloser Blick hinter die Kulissen

 

Über den Sinn des Opfers in den Religionen.

Freier Vortrag.

 

Kommentar zum Vortrag vom 28. August 1971:

»Das Gleichnis vom Baum – Die Individualität soll die Personalität verschlingen«:

»Erst von der Stufe des Tierreichs an leidet eine Kreatur, wenn sie von einer anderen gefressen wird.

Steigt man höher hinauf, den himmlischen Bereichen zu, so wandelt sich der Schmerz in Wonne, und es wird zur unsäglichen Beglückung und Seligkeit, von den himmlischen Wesen verspeist zu werden.

Darum ist in allen Religionen die Rede davon, dass sich der Mensch als Opfergabe darbieten soll, damit Gott sich an ihm labe.«

 

Vielleicht hat es euch empört zu hören, dass Gott einen Gefallen daran findet, die Menschen zu verspeisen, zu verschlucken, zu verdauen.

 

Ihr dachtet, so habe man euch den Herrn noch nie geschildert.

 

Ich weiß, die Christen meinen, dass Gott weder isst noch trinkt noch atmet, keinerlei Bedürfnisse hat.

Aber ich habe das Gegenteil entdeckt:

Ich habe gesehen, wie Er schmauste und sich köstlich labte, da dachte ich mir:

Was für Geschichten erzählen uns doch die Christen!

 

Gott schuf den Menschen nach Seinem Bilde, und wenn wir essen, so muss doch wohl auch Er Nahrung aufnehmen!

 

Wem gleichen wir denn sonst, indem wir essen?

 

Ich versichere euch, Gott nährt sich von den köstlichsten Speisen – dargeboten von den Geschöpfen, die Ihm am nächsten stehen und reines Licht, reine Liebe ausstrahlen… Von jenen, die im Christentum sowie in allen esoterischen Überlieferungen als Seraphin, Cherubin und Throne bezeichnet werden.

Und ich habe sie euch ihrem Wesen, ihren Schwingungen, Eigenschaften und Farben nach beschrieben…

 

Es ist ein in der Natur waltendes Gesetz, dass alle Lebewesen einander verzehren.

 

Seid ihr nicht stark genug, so verschlingt euch das Böse, seid ihr wohl gerüstet, dann verzehrt ihr es, mit anderen Worten:

Es nimmt ab, verliert an Kraft, während ihr es seid, dem seine Kraft und Lebensenergie zugute kommt.

Die Psychologie der Zukunft wird auf dieser Wahrheit gründen.

Erinnert euch daran, was im Talmud steht:

Am Ende der Zeiten werden die Heiligen und Auserwählten Gottes das Fleisch Leviathans.

Jenes Meerungeheuers, das den Teufel verkörpert, verschmausen.

Leviathan wird zerstückelt, gesalzen und vom Herrn zubereitet werden (vielleicht hat Er ihn bereits zur Frisch -Haltung in Kühlschränke gelegt!), und eines Tages, stellt euch vor, wartet eurer ein sagenhaftes Festmahl!

Dies ist natürlich symbolisch zu verstehen.

 

Wem das unbegreiflich ist, findet es abscheulich, dass Gott ihn zwingen will, das Fleisch eines Untiers zu essen.

 

Wer mit der Symbolsprache vertraut ist, weiß, dass es sich in Wirklichkeit um fein-stoffliche Teilchen, um Energien und Kräfte handelt, die der Mensch aufnimmt;

Denn selbst das Böse kann zur Nahrung werden, vorausgesetzt, man verdünnt es, bereitet es zu und nimmt es in kleinsten Mengen ein.

Das Böse ist nichts weiter als eine sehr stark konzentrierte Energie, die der menschliche Organismus nicht verträgt:

Es vergiftet oder zermalmt ihn.

In homöopathischen Mengen aufgenommen, erweist es sich jedoch als eine überaus wirksame Arznei.

 

Verstünde man zum Beispiel das Gift der Kobra -Schlange richtig zu dosieren und zuzubereiten, ließen sich damit zahlreiche Krankheiten heilen.

 

Ja, die Gifte sind verwendbar, es werden einige bereits zu Heilzwecken benutzt.

 

Von der kosmischen Weisheit wurde nichts durch Zufall geschaffen.

 

Selbst die wohlbekannten, tödlich wirkenden Giftpflanzen, die schon vielen Unwissenden das Leben gekostet haben und deren sich früher Hexen und Zauberer zu teuflischen Zwecken bedienten.

Ja selbst die harten Drogen, von vielen Jugendlichen heutzutage missbraucht, werden eines Tages zu guten Zwecken und zur Erhaltung der Gesundheit verwendet.

 

Man muss wissen, dass alles, was die Natur hervorbringt, zum Guten genutzt werden kann.

 

Solange der Mensch schwach und unwissend ist, unterliegt er;

Denn auch das Böse muss sich nähren!

Also frisst es die Menschen, zehrt an ihnen auf mannigfaltige Weise:

Als Krankheit, Trübsal und Kummer…

 

Wird der Mensch stark, so verschlingt er das Übel.

 

Einen Beweis dafür liefern die Eingeweihten.

 

Jedwedes Ereignis, das viele andere zu Fall bringen würde, werten sie positiv aus.

In Widerwärtigkeit und Unglück stählt sich ihr Wille, finden sie zusätzliche Kraft, um zu Übermenschen heranzureifen.

Wodurch unterscheidet sich ein Eingeweihter von einem Durchschnittsmenschen?

 

Durch seine richtige Einstellung dem Bösen gegenüber.

 

Wird der Mensch über seine Möglichkeiten nicht aufgeklärt, so behält das Böse ewig seine verderbliche, schädigende Macht.

Sobald sich der Mensch dessen aber inne geworden ist, wird er nicht mehr davor fliehen, vielmehr ihm nachjagen, um es zu verspeisen, und sich daran zu laben.

 

Warum wurden in allen Religionen seit jeher Opfer dargebracht?

 

Und warum mussten vormals Tiere, ja sogar Menschen geopfert und verbrannt werden?

 

Weshalb wurde den Göttern und selbst Jehova so häufig geopfert?

 

In der Bibel steht, der Opfer -Rauch steige zum Himmel empor und werde von Gott als Wohlgeruch aufgenommen.

Welches Geheimnis mögen wohl die Opfergaben enthalten?

– Dieser Brauch änderte sich durch das Kommen Jesu.

 

Die Menschen sollten von da an kein Vieh mehr, sondern ihre inwendigen Tiere opfern:

Ihre Schwächen, Leidenschaften, Begierden und Sinnlichkeiten.

Das ist wahrhaftiges Opfern!

 

In einem früheren Vortrag erklärte ich, dass die rohe Kraft der Triebe sich dabei verfeinert und in reinere, strahlende Energie verwandelt.

Bei unseren Feuerzeremonien hier in Bonfin habe ich ausführlich über das Geheimnis des Feuers gesprochen;

Ich wies darauf hin, dass die dunklen Holzklötze, diese schwarzen, knotigen Äste hell aufleuchten und ein schönes, angenehmes Licht verbreiten.

 

Wer dies nicht einsieht, sich nicht dem Allerhöchsten als Speiseopfer darbringt, bleibt fernerhin ein Tier, ein Insekt, ein Scheusal.

 

Hingegen jene, die sich danach sehnen, von dem Feuer, dem läuternden Feuer der göttlichen Liebe verzehrt zu werden, erleiden nicht den Tod.

Sondern werden verwandelt und verklärt.

 

Damit erweist sich die Wahrhaftigkeit der Worte Jesu:

»Sterbt ihr nicht, so werdet ihr nicht leben.«

 

Der Mensch soll sterben – doch wie?

 

Soll er sich erstechen oder erschießen?

 

Keineswegs!

 

Jesus meinte natürlich nicht den physischen Tod;

Er sprach davon, dass der Mensch der Personalität mit ihren Begierden, Lastern und Leidenschaften, dem Bereich der niederen Triebe absterben soll, um in den lichten Ebenen der Individualität aufzuleben.

Es wird einem dabei bewusst, dass sich die Individualität tatsächlich ernährt und erquickt.

 

Gewöhnlich ernährt sich die Personalität von uns;

Sie lauert darauf, uns in ihre Gewalt zu bekommen, zu fesseln, auszurauben und zu verschlingen.

Zwanzig, dreißig, fünfzig -Mal am Tag erwischt sie uns und weidet sich an uns;

Worauf wir geschwächt sind, indessen sie frisch gestärkt uns weiterhin die Stirn bietet.

 

Rufen wir in dem Moment die Individualität zu Hilfe, so bleibt – da auch sie hungrig ist und zudem sehr wohl weiß, wie sie vorzugehen hat – bald darauf keine Spur mehr von der Personalität übrig.

 

In der ganzen Schöpfung verzehrt eins das andere.

Selbst bei den Metallen seht ihr, wie der Rost es fertig bringt das Eisen zu fressen.

 

Warum sollte dann das Gute das Böse nicht auch verschlingen?

 

Alles frisst sich gegenseitig, also ist, was ich euch darlege, gar nicht so erstaunlich.

 

Übrigens, die Leute wissen es wohl, denn sie sagen:

»Entweder er oder ich;

Wenn ich ihn nicht töte, wird er mich umbringen.

Oder wenn ich ihn nicht fresse, verschluckt er mich.«

 

An uns liegt es nun, dafür zu sorgen, dass wir nicht von der niederen Natur ausgesaugt, sondern von der geistigen Natur verspeist werden.

 

Warum?

 

Weil wir dann nicht leiden, sondern Freude empfinden.

 

Die Jünger bestimmter Sekten in Tibet beweisen den hohen Geist -Wesen, dass sie die Angst besiegt haben, dadurch, dass sie nachts auf die Hochebenen steigen und durch das Sprechen besonderer Formeln die Höllen -Geister auffordern, sie zu zerreißen.

Welche Prüfung, wenn diese Geister dann kommen!

Denen, die furchtlos standhalten, gelingt es, alles Negative in sich zu beseitigen.

 

Viele jedoch finden dabei den Tod…

 

Ich natürlich rate euch nicht zu solchen Praktiken!

 

Weil ich denke, es ist besser, den Herrn zu bitten, Er möge uns Seine Engel schicken, welche alles Vernünftige, Schöne und Kluge lieben, damit sie die Personalität ergreifen, uns von ihr erlösen und zu freien Wesen machen.

Wagt ihr die Engel nicht herzubitten, weil ihr euch davor fürchtet, von ihnen verspeist zu werden, dann sterbt ihr wirklich.

 

Durch diesen Tod muss der Mensch hindurch, um zu leben, und das ist »sterben, um zu leben«.

 

Zahlreiche Lehren befassten sich in früherer Zeit ausschließlich mit dem Tod.

 

So war zum Beispiel die ägyptische Religion nichts anderes als eine Todesphilosophie;

Sie befasste sich lediglich mit der Frage von Tod und Jenseits.

Osiris, der höchste unter den ägyptischen Göttern, war der Gott des Todes.

 

Nur jenen, die zu sterben wussten, war es vergönnt, aufzuerstehen.

 

Ihr habt sicher den Bericht von Sokrates Tod gelesen.

Sein ganzes Leben lang hatte Sokrates sterben gelernt, deswegen nahm er sein Todesurteil auch mit der größten Gelassenheit hin;

Und sein Sterben blieb bis heute vorbildlich.

Im Westen, besonders in der heutigen Zeit, haben die Menschen im Allgemeinen Angst vor dem Tod…

 

In Indien, wenn ein Mann starb, wurde er verbrannt, und es war Sitte, dass sich seine Frau in die Flammen stürzte.

 

Ich will heute die Frage nicht erörtern, ob dies gut oder schlecht, dumm und grausam war…

 

Tatsache ist, dass es diesen Brauch, sowie noch viele andere, aus ganz bestimmten Gründen gegeben hat:

Sie beruhten auf bestimmten Gesetzen und sollten die Menschen lehren, ihre Angst zu überwinden.

Im tiefsten im Menschen verankert ist die Todesangst, die Angst an Hunger, Entbehrung und Not zu sterben…

Ich bedaure, ein Thema angeschnitten zu haben, das Stunden benötigt, um gründlich behandelt zu werden.

 

Von dem, was ihr heute gehört habt, merkt euch vor allem dies:

Gut und Böse verschlingen sich gegenseitig.

Gebt ihr dem Guten den Vorrang, versteht es sehr wohl das Böse zu vertilgen.

Lasst ihr aber dem Bösen nur einen Augenblick freien Lauf, so ist das Gute im Nu spurlos verschlungen.

 

Also wenn ihr die Individualität walten lässt, so werdet ihr schon sehen, wie die Personalität gefressen, zernagt, geschwächt wird.

Überlasst ihr der Personalität die Zügel, so seid ihr es, der verkümmert, blass und mager wird.

 

Im täglichen Leben zehrt einer vom anderen…

 

Der Mann nährt sich von seiner Frau, die Frau von ihrem Mann.

 

Nicht selten schwindet die Gesundheit der Frau, weil der Mann an ihr zehrt, sie aussaugt wie ein Vampir.

Oder aber der Mann magert ab, wird krank, weil ihn seine Frau unbewusst aufbraucht, ihn seiner Lebenskraft beraubt.

Es walten kosmische Gesetze, alles ist so eingerichtet, dass jedes Lebewesen bei einem anderen seine Nahrung findet;

Dabei darf selbstverständlich das Maß nicht überschritten werden.

 

Wünscht ihr nun aufgrund dieses Wissens aufrichtig, dass eure Personalität ausgemerzt wird – was euch ungeheure Möglichkeiten erschließt – dann fordert die Individualität auf:

»Stürze dich auf diese verflixte Personalität, die mich peinigt, mir am hellen Tag die Hölle heiß macht, nimm sie in deinen Griff!«

Lasst sie nur walten, sie wird das Nötige tun.

Was ich euch hier sage, ist tatsächlich wahr, nur habe ich es, wie immer, auf meine Art dargebracht.

 

Wenn es eine Frage gibt, die mich von Grund auf beschäftigt, dann wohl die der Personalität und der Individualität.

 

Ist einem diese Frage klar, verfängt man sich nicht mehr in unentwirrbaren Situationen.

Nun, so vergesst meinetwegen alles bisher Gesagte, aber haltet an dieser Erkenntnis fest!

Ihr werdet dann sehen, mit welcher Sicherheit ihr durch das Leben geht, weil ihr im Lichte steht und klar seht.

Ich habe mich in meinem Leben dermaßen geübt, dass ich jetzt an jedem Augenblick des Tages und der Nacht genau weiß, ob es die Individualität oder die Personalität ist, die sich in mir bemerkbar macht:

Was ich auch tue, sofort löst sich in mir eine Art Mechanismus aus, der mich lenkt, als wäre ein winziger Computer in mir eingebaut…

Und ich will, dass auch ihr klar seht, denn eure ganze Zukunft hängt davon ab.

Ihr müsst euch üben, wie ich es getan habe;

Es darf nichts durch euch hindurch, das ihr nicht vorher genau geprüft habt.

Ob ihr dann allerdings den rechten Weg einschlagt, ist eine andere Frage…

 

Es mag sein, dass ihr der Personalität nachgebt;

Doch die Hauptsache ist, ihr habt sie erkannt und wisst genau, wer es ist, dem ihr folgt.

Jedenfalls ist es besser, man weiß, wo man steht…

Und trifft anschließend die Entscheidung.

 

Aber zuerst muss man sich Klarheit verschaffen!

 

Wenn ihr zum Beispiel jemanden liebt, seid ihr dann auch ganz sicher, ob euer göttliches Ich in eurer Liebe zum Ausdruck kommt.

Oder schlicht und einfach die Personalität, die stets nur an sich raffen, verschlingen, sich auf Kosten des anderen befriedigen will, den Partner aussaugt, ohne an dessen Zukunft zu denken?…

Ich bestehe vielleicht ein bisschen zu viel darauf, aber wenn euch niemand unablässig auf das Wesentliche hinweist, strengt ihr euch nicht mehr an.

Halte ich an, geht ihr von alleine ja doch nicht weiter:

Ihr wünscht nämlich nichts sehnlicher, als dass man euch in Ruhe lässt – ich aber lasse euch nicht mehr in Ruhe!

 

Wie soll man den Menschen nur klar machen, dass sie noch einen Schritt weitergehen sollen?

 

Nur diejenigen, die strebsam, taten-freudig und wagemutig sind, über sich hinauswachsen möchten, lassen sich überzeugen;

Die Faulenzer werden sich mit einem leidvollen Leben begnügen und resigniert sagen:

»Was soll’s, so ist halt das Leben!

Es ist kein Paradies, aber man muss es eben hinter sich bringen.«

Dabei lassen sie es und tun nichts, um sich hoch zubringen.

Aber ich bestehe darauf und werde immer darauf bestehen…

Und wenn ich euch damit auf die Nerven gehe – das macht nichts!

Um es genauer zu sagen:

Umso besser für euch!

Bonfin, den 5. August 1972

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