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Der geflügelte Drache.

 

Bei allen Völkern findet man in den Überlieferungen, Märchen und Mythologien das Bild von einer Schlange oder einem Drachen, deren symbolische Bedeutung von einem Kulturraum zum anderen fast die gleiche ist.

 

Unzählige Sagen berichten von einem Drachen, der eine schöne, unschuldige und reine Prinzessin entführt und sie auf einem Schloss gefangen hält.

 

Die arme Prinzessin weint und fleht den Himmel sehnsüchtig an, ihr einen Befreier zu schicken.

 

Aber alle Ritter, die sie befreien wollen, werden einer nach dem anderen von dem Drachen verschlungen, der sich ihre Schätze aneignet und in den unterirdischen Gängen des Schlosses anhäuft.

Eines Tages jedoch kommt ein Ritter, ein Prinz, ehrenhafter, schöner und reiner als die anderen.

 

Eine Fee hatte ihm das Geheimnis von dem Sieg über den Drachen anvertraut.

 

Er kannte also die Schwächen des Ungeheuers und wusste, wann und wie er gefesselt oder verwundet werden konnte.

Dieser bevorzugte, gut gewappnete und belehrte Prinz trägt den Sieg davon.

Er befreit die Prinzessin;

und wie süß sind nachher ihre Küsse!

 

Alle seit Jahrhunderten angesammelten Schätze gehören nun dem Ritter, diesem schönen Prinzen, der dank seines Wissens und seiner Reinheit siegreich aus dem Kampf hervorgegangen ist.

Daraufhin schwingen sie sich beide auf dem vom Prinzen gelenkten Drachen in die Lüfte und durchziehen die ganze Welt.

 

Diese Erzählungen, von denen man meistens glaubt, sie seien nur für Kinder bestimmt, sind in Wirklichkeit initiatorische Märchen.

 

Wer sie aber richtig auslegen will, der muss mit der Wissenschaft der Symbole vertraut sein.

Der Drache ist nichts anderes als die Sexualkraft.

 

Das Schloss versinnbildlicht den Körper des Menschen.

 

In diesem Schloss seufzt die Prinzessin, das heißt, die Seele, die von den ungenügend beherrschten sexuellen Trieben gefangen gehalten wird.

Der Ritter stellt das höhere Ich, den Geist des Menschen dar.

 

Die Waffen, die er benutzt, um den Drachen zu besiegen, sind die Mittel, die dem Geist zur Verfügung stehen:

der Wille und das Wissen, diese Energie zu beherrschen und einzusetzen.

Gebändigt wird der Drache zum Untertan des Menschen und dient ihm als Fortbewegungsmittel für die Reise durch das Weltall.

Denn er hat nämlich Flügel.

Obgleich er mit dem Schwanz einer Schlange dargestellt wird – Symbol der unterirdischen Kräfte –, hat er auch Flügel.

Ja, all das ist klar und einfach, es ist die ewige Sprache der Symbole.

 

Eine Variante dieses Abenteuers finden wir in der Geschichte von Theseus, der mit Hilfe des Ariadnefadens das Labyrinth durchquerte, den Minotaurus tötete und wieder zum Ausgang zurückfand.

Der Minotaurus ist ein anderes Bild für die Sexualkraft.

 

Er ist ein starker und fruchtbarer Stier, der die niedere Natur verkörpert, die wir wie das Rind anspannen müssen, um die Erde zu bearbeiten.

Das Labyrinth hat dieselbe Bedeutung wie das Schloss, es symbolisiert den physischen Körper, und Ariadne ist die höhere Seele, die den Menschen zum Sieg führt.

In den jüdischen und christlichen Überlieferungen entspricht der Drache dem Teufel;

und der Teufel riecht angeblich nach Schwefel.

Alle diese leicht entzündbaren Stoffe, wie Benzin, Erdöl, Schießpulver und Gasgemische, die Flammen und Explosionen auslösen können, entsprechen in der Natur dem Feuer speienden Drachen.

 

Dieser Drache, der auch im Menschen existiert, ist einem Brennstoff vergleichbar.

Wenn der Mensch sich seiner bedienen kann, schöpft er daraus die Kraft, sich in höhere Regionen aufzuschwingen.

Wenn er es aber nicht vermag, weil er unwissend, nachlässig oder schwach ist, geht er in Asche auf oder wird in den Abgrund geschleudert.

 

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