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Die beiden Bäume im Paradies.

 

Seit Jahrtausenden versuchen die Menschen, den Ursprung der Welt wie auch das Erscheinen des Bösen in dieser Welt und seine Folge, das Leid, zu verstehen.

Sie haben diese Themen oft in Form von Mythen dargestellt, und darum finden sich in den heiligen Schriften aller Religionen symbolhafte Erzählungen, die man zu deuten wissen muss.

Die christliche Tradition hat die Schöpfungsgeschichte von Moses übernommen, aber haben die Christen sie wirklich verstanden?

Schauen wir, was Moses schrieb.

Am sechsten Schöpfungstag schuf Gott den Mann und die Frau und setzte sie in einen Garten namens Eden, inmitten von Tieren und Pflanzen aller Art.

Zwei Bäume in diesem Garten hebt Moses besonders hervor:

den Baum des Lebens und einen zweiten, der seitdem besonders berühmt wurde, den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.

 

Gott verbot Adam und Eva, von den Früchten dieses Baumes zu essen.

 

Solange sie den Geboten des Herrn gehorchten, lebten sie in Glück und Überfluss.

Doch dann kam die Schlange und überredete Eva, von der Frucht des Baumes der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen.

Und Eva überredete Adam, auch davon zu kosten.

Darauf vertrieb Gott sie aus dem Paradies.

Wir werden gleich auf bestimmte Punkte dieser Geschichte näher eingehen.

 

Viele Menschen sind schon auf die Suche nach dem irdischen Paradies gegangen, weil sie glaubten, es müsse in Indien, Amerika oder Afrika liegen.

 

Und natürlich haben sie es nicht gefunden.

Das Paradies war sehr wohl auf der Erde, aber um welche Erde handelt es sich?

Alles ist symbolisch, wie ihr sehen werdet.

Aber es wird mir nicht möglich sein, alles zu erklären, weil diese Geschichte vom ersten Mann und der ersten Frau viel zu umfangreich ist.

Zuerst werde ich euch jedoch etwas über die beiden Bäume sagen:

den Baum des Lebens und vor allem über den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.

 

Adam und Eva lebten also im Paradies und durften von allen Früchten des Gartens essen, außer von den Früchten des Baumes der Erkenntnis des Guten und Bösen.

 

Aber ihr wisst nicht, was diese Frucht bedeutet:

Sie ist das Symbol der Kräfte, die der erste Mann und die erste Frau noch nicht zu lenken, zu verwandeln und zu nutzen verstanden.

Darum hatte Gott zu ihnen gesagt:

»Es wird eine Zeit kommen, in der ihr von dieser Frucht essen könnt, aber im Moment seid ihr noch zu schwach. 

Wenn ihr sie esst und mit den in ihr enthaltenen Kräften in Berührung kommt, werdet ihr sterben.«

 

Das hieße, sie würden ihren Bewusstseinszustand verändern.

 

Diese Veränderung des Bewusstseinszustandes wird in der Genesis erwähnt, aber man hat diesen Hinweis nicht immer zu deuten gewusst.

 

Von der Zeit, in der Adam und Eva glücklich im Paradies lebten, heißt es:

»Sie waren beide nackt, der Mann und sein Weib, und schämten sich nicht.«

Und später, als sie die verbotene Frucht gegessen hatten:

»Da gingen beiden die Augen auf, und sie erkannten, dass sie nackt waren.

Sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich einen Schurz.«

 

Dieses plötzliche Bewusstsein ihrer Nacktheit beweist, dass sich etwas in ihnen verändert hatte.

 

Der Baum des Lebens stellt die Einheit des Lebens dar, in der sich die Polarisation noch nicht manifestiert, das heißt, wo es weder Gut noch Böse gibt, es ist ein Bereich über dem Guten und dem Bösen.

Der andere Baum dagegen symbolisiert die Welt der Polarisation, in der man den Wechsel von Tag und Nacht, Freude und Leid usw. erleben muss.

 

Die beiden Bäume sind also Regionen des Universums oder auch Bewusstseinszustände und nicht einfach Pflanzen.

 

Und wenn Gott Adam und Eva verbot, vom Baum der Erkenntnis zu essen, bedeutet dies, dass sie noch nicht in die Ebene der Polarisation eindringen sollten.

Und warum nicht?

Weil dieses Verbot eine Laune des Herrn war?

Nein!

War der Baum dann nutzlos?

Nein, auch das nicht, denn Gott hat niemals etwas Nutzloses erschaffen.

 

Die Idee eines Baumes, der Früchte trägt, die nie jemand essen kann und die keinem zugute kommen, widerspricht der göttlichen Weisheit, die nichts erschafft, was nicht auch nützlich ist.

 

Bestimmte Wesen aßen die Früchte vom Baum der Erkenntnis;

doch sie konnten sie vertragen, Adam und Eva jedoch noch nicht.

Denn die Früchte enthielten zusammenziehende Kräfte, unter deren Einfluss die feinstoffliche Materie ihrer Körper sich verfestigen und verdichten musste.

Und genau das geschah.

Deshalb spricht die Überlieferung von einem »Fall«.

Dieser Ausdruck symbolisiert den Übergang von einer feinstofflichen in eine grobstoffliche Materie.

Nachdem Adam und Eva von der verbotenen Frucht gegessen hatten, wurden sie schwer und plump, was die Worte ausdrücken:

»Sie wurden gewahr, dass sie nackt waren.«

Nackt waren sie auch vorher gewesen, aber sie sahen sich in Licht gekleidet.

 

Nach ihrer Verfehlung fühlten sie sich jedoch plötzlich ihres Lichtkleides beraubt, sie schämten und verbargen sich.

 

Adam und Eva lebten weiter, nachdem sie vom Baum der Erkenntnis gesessen hatten, aber für einen höheren Bewusstseinszustand waren sie gestorben:

Sie wurden aus dem irdischen Paradies, dem Symbol dieses Bewusstseinszustandes, vertrieben.

Und seitdem hütet ein mit einem Schwert bewaffneter Engel den Eingang.

Adam und Eva wurden aus dem »irdischen« Paradies vertrieben;

also waren sie schon auf der Erde.

 

Was bedeutet es dann, dass sie nach dem Verlassen des Paradieses »auf die Erde« geschickt wurden?

 

Um welche Erde handelt es sich?

 

Die Kabbala lehrt, dass die Erde in sieben Formen existiert.

Sie nennt ihre Namen, ihre charakteristischen Merkmale, die von den grobstofflichsten bis zu den feinstofflichsten reichen.

Und gerade die feinstofflichste Ebene ist es, von der die Menschen vertrieben wurden.

 

Was weiß man von der Erde?

 

Nicht viel!

 

Der Einweihungswissenschaft zufolge hat die Erde ein ätherisches Doppel, das sie wie eine lichtvolle Atmosphäre umhüllt.

 

Diese ätherische, feinstoffliche Erde ist die wahre, aus Gottes Händen hervorgegangene Erde, von der die Genesis spricht.

Die wahre Erde ist nicht die erstarrte, verdichtete Erde, die wir hier berühren, sondern die ätherische.

In diese Region, Paradies genannt, stellte Gott die ersten Menschen. Dort lebten sie mit dem strahlenden, lichten Körper, von dem ich eben sprach. Sie kannten weder Leid noch Krankheit noch Tod.

 

Und wisst ihr, dass es dieses Paradies immer noch gibt?

 

Es nie aufgehört hat zu existieren?

 

Obwohl man es nicht sieht, ist es überall, jedoch im feinstofflichen Bereich der Materie, denn die ätherische Ebene ist stofflich.

Auch den Baum des ewigen Lebens gibt es noch im Paradies.

Er steht für die Elemente, die die ersten Menschen aufnahmen, von denen sie sich nährten.

Sie lebten in dieser ätherischen Substanz der Erde und nährten sich von ihr. Durch diese ätherische Substanz wurden Licht und Reinheit ihres Lebens aufrechterhalten.

Ich erwähnte bereits, dass der Baum des Lebens kein Baum war, sondern ein Strom, ein von der Sonne ausgehender Strom.

Die Menschen nährten sich von den Sonnenstrahlen, die diese Region durchströmen.

 

Der Baum des Lebens ist die Sonne!

 

Und da der Mensch dieselbe Struktur wie in der fernen Vergangenheit seiner Erschaffung beibehalten hat, besitzt er noch die Fähigkeit in sich, erneut die Sonnenstrahlen aufzunehmen, wieder die Früchte vom Baum des Lebens zu essen, also in den Schoß Gottes zurückzukehren.

Jede Religion hat ihre eigene Sprache, ihre eigene Ausdrucksweise, aber alle sprechen von der Wiedervereinigung mit Gott, von der Rückkehr zum Urgrund aller Dinge.

Sie verwenden unterschiedliche Begriffe, aber sie sprechen alle von derselben Wirklichkeit.

 

Was ist nun der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse?

 

Er stellt einen anderen Strom dar, der auch durch das Paradies zog.

Und er ist es, der die Menschen mit der grobstofflichsten Form der Erde in Kontakt brachte.

Gott hatte zu den ersten Menschen gesagt:

»Begnügt euch damit, den Bereich des Lebensbaumes zu erforschen.

Für euch ist die Zeit noch nicht gekommen, dieses Reich des Lichtes zu verlassen, um hinabzusteigen und die Wurzeln der Schöpfung zu ergründen.

Lasst diese Frage im Moment beiseite, versucht nicht, alles auf einmal wissen zu wollen.«

 

Da nun dieser zweite Baum auch existierte, konnte man ihn nicht einfach fällen, wie man auch einem Menschen den Darm oder die Leber usw. nicht einfach herausnehmen kann.

 

Denn so wie das Universum, besteht auch der Mensch aus zwei Bereichen:

einem höheren, der dem Baum des Lebens entspricht, und einem niederen, der durch den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse symbolisiert wird.

 

In ihm befinden sich die Wurzeln der Dinge.

 

Die Früchte des Baumes der Erkenntnis hatten derart stark zusammenziehende Eigenschaften, dass die ersten Menschen ihnen nicht widerstehen konnten.

Sie stellten die Strömung »coagula« dar, und der Herr wusste, dass sich durch den Kontakt mit ihr die Beschaffenheit des Bewusstseins von Adam und Eva sofort verändern würde.

 

Und so geschah es.

 

Bei der Berührung mit dieser zusammenziehenden Kraft verwandelte sich die Materie ihres Körpers und begann, fest, dicht, undurchsichtig und stumpf zu werden.

 

Als Gott den ersten Menschen verbot, von diesen Früchten zu essen, das heißt diesen Strom zu erforschen, diese Kräfte der Natur zu erfahren, wollte Er sie vor Leid, Krankheit und Tod schützen – dem Tod des physischen Körpers natürlich und nicht dem Tod des Geistes.

– Denn sie waren unsterblich erschaffen worden.

 

Ihr lichtvolles Dasein war so jedoch gestorben, und sie erwachten zu einem anderen, finsteren und schweren Dasein.

 

Sie mussten folglich dieses Reich verlassen, das Paradies, in dem sie in Unbeschwertheit, Licht und Freude lebten und in die niederen Schichten der Erde hinabsteigen, in denen wir heute leben.

Denn wir sind jetzt auf dieser Erde, weil wir jene andere Erde, unsere ursprüngliche Heimat, verlassen haben.

 

Wer war nun diese Schlange, die Eva versuchte?

 

Diese intelligente Schlange, die sprechen konnte und so überzeugende Worte fand?

 

Die Schlange ist ein Symbol von sehr tiefer und umfassender Bedeutung, das in allen Religionen zu finden ist.

Alle Eingeweihten haben sich zu allen Zeiten mit der Schlange beschäftigt, auch wenn sie nicht offen davon sprechen wollten.

Dieses Symbol der Schlange repräsentiert scheinbar sehr unterschiedliche Wirklichkeiten:

die Kundalinikraft, das Böse, den Teufel oder auch die magische Kraft, die die Dinge vom Himmel zur Erde und von der Erde zum Himmel leitet.

 

Die Eingeweihten halten die Schlange nicht für das absolute Symbol des Bösen.

 

Sie unterscheiden einen niederen, stumpfen und dunklen Teil an ihr und einen höheren, lichtvollen.

 

Für sie ist die Schlange das magische Agens, das sowohl das Gute als auch das Böse weiterleitet, das »Astrallicht«, wie Eliphas Lévi es nennt, das auf seinem Weg schädliche Wirkungen auslöst, wenn es unreine Elemente enthält.

Wenn es aber mit den lichtvollen Gedanken der Heiligen und Propheten getränkt ist, leitet es diese bis zum Thron Gottes.

 

Die Schlange ist also in ihrer höheren Hälfte lichtvoll und dunkel in ihrer niederen Hälfte.

 

Im Sohar, dem »Buch des strahlenden Glanzes«, findet man ein Bild, das einen weißen lichten Kopf darstellt, der sich im Abgrund, im See der dichten Materie, als schwarzer, entsetzlicher Kopf widerspiegelt.

 

Es ist der Schatten Gottes…

 

Doch diese Dinge möchte ich für später zurückstellen, wenn ihr für ihr Verständnis besser vorbereitet seid.

Die Schlange (oder der Drache) ist also ein Symbol dieses magischen Agens, welches das ganze Universum bis zu den Sternen durchdringt und sowohl gute als auch schlechte Ausstrahlungen weiterleitet.

 

Wenn ihr die Tarot-karten kennt, wisst ihr, dass die 15. Karte den Teufel darstellt.

 

Stanislas de Guaita hat die Tiefe dieses Arcanums verstanden, denn er beschreibt auch ein Bild, das in der oberen Hälfte das strahlende, lichtvolle Antlitz eines siegreichen, allmächtigen Eingeweihten zeigt und in der unteren Hälfte wie ein Zerrbild das erschreckende, fratzenhafte, zornige Gesicht eines gefallenen Wesens:

das Bild des Teufels.

 

Beide zusammen bilden ein und dieselbe Wirklichkeit.

 

Diese kann auch durch zwei Dreiecke dargestellt werden, die aber nicht wie beim Siegel Salomons ineinander greifen, sondern in Bezug auf ihre Basis symmetrisch sind.

Diese Figur bedeutet, dass der Teufel und das lichtvolle magische Agens dieselbe Wirklichkeit darstellen, jedoch in verschiedenen Regionen.

Es ist wie beim Menschen:

Seine niedere Seite ist schmutzig und abstoßend, seine höhere dagegen schön, himmlisch und göttlich.

Alles hängt also davon ab, mit welchen Kräften er arbeitet, in welcher Region sich sein Bewusstsein befindet und mit welchen Elementen er umgeht und in Berührung kommt.

 

Die Schlange der Genesis stellt also einen von der Erde aufsteigenden Strom dar, der sehr hohe Regionen erreicht.

 

In den Höhen ist er rein und lichtvoll, in den niederen Regionen dagegen matt und abstoßend.

Auf jeden Fall befand er sich im Garten des Paradieses, denn das war auch sein Bereich.

Eva ging dort spazieren.

Da sie sehr neugierig war, wollte sie wissen, was dieser Baum der Erkenntnis von Gut und Böse eigentlich war.

Sie prüfte ihn von weitem, um sich eine erste Vorstellung davon zu machen.

Aber die Neugierde plagte sie, und so ging sie immer näher heran.

Je länger sie ihn jedoch betrachtete, desto empfänglicher wurde sie für die Stimme der Schlange, das heißt für den irdischen Strom, die ihr klug zuredete:

»Siehst du, du weißt nicht alles. Du musst noch zu uns kommen und lernen, denn wir besitzen ein großes Wissen.«

Diese Schlange war übrigens nicht ein Einzelwesen, sondern eine Schar von Geschöpfen, die Gott lange vor den Menschen erschaffen hatte – eine Generation von Engeln, Erzengeln und Gottheiten, von Gott beauftragt, in den Tiefen der Erde an Metallen, Kristallen, dem Feuer usw. zu arbeiten, alle unterirdischen Schätze vorzubereiten, und um nach getaner Arbeit wieder zu Ihm zurückzukehren.

Ja, so sagt es die Überlieferung, nicht ich.

 

Ich füge nur von Zeit zu Zeit ein paar kleine Ausschmückungen hinzu, ein paar Unterhaltungen, um die Erzählung lebendiger zu machen, aber ich erfinde nichts.

Die Überlieferung bestätigt also, dass Gott Lichtwesen, eine ganze Hierarchie von Engeln und Erzengeln erschaffen hatte, die nach Erfüllung ihres Auftrages wieder in den Schoß des Ewigen zurückkehren sollten.

Aber da sie frei waren, wollten einige, beeinflusst von diesem Leben da unten nicht mehr zurückkehren, und das war der Aufstand der Engel.

 

Sie haben nicht oben im Himmel revoltiert, sondern als sie weit von Gott entfernt waren.

 

Der Schöpfer wollte sie jedoch nicht mit Tod oder Vernichtung strafen.

Er sagte zu ihnen:

»Bleibt dort unten; ihr werdet viel lernen, und wenn ihr genug habt vom Leben in Finsternis und Begrenzung, kommt zurück. Ich werde euch wieder aufnehmen.«

Ja, sogar den gefallenen Wesen gab er die Möglichkeit, zu Ihm zurückzukehren.

 

Seht ihr, so ist die Liebe Gottes.

 

Wenn Gott Liebe ist, wie könnte er die Schuldigen, die zu Ihm zurückkehren wollen, für immer abweisen?

Nein, das wäre Grausamkeit, das ist nicht möglich.

Da Er die absolute Liebe ist, werden selbst die Dämonen zu Ihm zurückkehren können.

Denn man darf nicht glauben, dass sie in dieser Situation glücklich sind.

 

Nein, sie leiden; aber ihr Hochmut hindert sie daran, zu Gott zurückzukehren.

 

Die Tür bleibt für sie jedoch offen, und wenn sie bereuen und aufhören, den Menschen zu schaden, werden sie den verlorenen Platz wieder einnehmen, und Luzifer wird wieder der Erzengel des Lichts werden.

Eine Überlieferung berichtet, dass in dem Moment, als Luzifer mit den aufständischen Engeln in den Abgrund gestürzt wurde, ein Stein aus seiner Krone fiel, ein riesengroßer Smaragd.

Und aus diesem Smaragd soll der Heilige Gral geformt worden sein, der Kelch, in dem das Blut Christi aufgefangen wurde.

 

Ja, welche Verbindungen bestehen zwischen Luzifer und Christus?

 

Was haben sie miteinander zu tun…?

 

Aber kehren wir zur Schlange zurück.

Ich sagte euch, dass sie das Symbol für alle die Geister ist, die sich von Gott getrennt haben.

Dies waren hochentwickelte Wesen, die ein phantastisches Wissen und enorme Kenntnisse besaßen.

Und dank dieses Wissens und dieser Kenntnisse gelang es ihnen übrigens, Eva zu verführen, indem sie ihr versprachen, sie in ihre Geheimnisse einzuweihen.

Die Schöpfungsgeschichte stellt es so dar, dass Eva den Apfel aß…

 

Einen Apfel zu essen – was ist daran so kriminell?

 

Jeder isst Äpfel!

 

Es ist jedoch die symbolische Seite, die interessant ist.

Unter diesem Apfel ist eine ganze Lehre zu verstehen, die Adam und Eva bis dahin unbekannt war.

Die Schlange sagte zu Eva:

»Gott verbietet euch, die Früchte dieses Baumes zu essen, weil Er weiß, dass ihr dann genauso mächtig werdet wie Er, und das will Er nicht.

Er hat euch gesagt, dass ihr sterben würdet, aber das ist nicht wahr.

Ihr werdet leben und Bereiche kennen lernen, die euch bis jetzt unbekannt geblieben sind.«

Da ließ Eva sich verführen, und der Kabbala zufolge empfing sie zum ersten Mal und wurde schwanger.

 

Das war die erste Einweihung.

 

Begeistert eilte sie zu Adam und berichtete ihm von ihrer neuen Erfahrung.

Vorher war dieser Bereich beiden unbekannt gewesen.

Aber hier müsst ihr wissen, dass es mehrere Deutungsmöglichkeiten für den Bericht der Bibel gibt.

 

Denn der Garten Eden mit dem Baum des Lebens und dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse ist das Symbol einer Wirklichkeit, die nicht nur im Universum existiert, sondern auch im Menschen selbst.

 

In der einen oder der anderen Form kosten Mann und Frau in ihren physischen Körpern (symbolisch dem Garten Eden) immer noch von der Frucht des Lebensbaumes oder des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse.

Adam und Eva hatten sehr wohl beide diesen Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen in sich, aber sie aßen nicht von seinen Früchten.

 

Sie kannten ihre Eigenschaften nicht.

 

Die erste Einweihung Adams und Evas bestand also darin, mit den ihnen unbekannten Kräften der Natur in Berührung zu kommen.

Da es in dem Schlange genannten Egregore weibliche Wesenheiten gab, wurde Adam von einem Dämon, der in der Überlieferung unter dem Namen Lilith bekannt ist, eingeweiht, während Eva von einem Dämon namens Samael eingeweiht wurde.

Und Adam aß seinerseits von der Frucht.

 

Von diesem Augenblick an gingen Adam und Eva getrennte Wege.

 

Ihre Einheit als Paar war zerbrochen.

Nun begann die zusammenziehende Kraft ihre Arbeit der Verdichtung.

Bislang hatten Adam und Eva einen Körper aus Licht und schämten sich ihrer Nacktheit nicht.

Aber nun, da sie sich derart dicht, schwer und plump sahen, schämten sie sich ihrer Nacktheit. Deshalb heißt es in der Bibel, dass sie »sich im Garten versteckten«.

Aber wie soll man sich verstecken?

 

Dem Blick Gottes kann man sich nicht entziehen!

 

Man darf aber nicht glauben, dass Gott zornig war, als Er sah, dass sie von dieser Frucht gegessen hatten.

Wie hätte Er zornig sein können, frage ich euch?

Ihr könntet sagen, das wäre in Anbetracht ihres Ungehorsams normal gewesen.

Aber woher wisst ihr, dass dieser Ungehorsam nicht Teil der Pläne des Herrn war?

 

Die Geschichte der Erbsünde ist die Geschichte vom Abstieg des Menschen in die Materie.

 

Die Frage ist nun aber, ob nur der Mensch darüber bestimmt hat, oder ob nicht der Herr unergründliche, ferne, großartige Pläne hatte, innerhalb derer die Menschen trotz allem eine gewisse Freiheit der Wahl behielten.

Nämlich im Paradies zu bleiben oder andere Bereiche der Schöpfung zu erforschen.

Das, was manche Religionen Sündenfall nennen, ist nichts anderes als die Entscheidung der ersten Menschen, hinabzusteigen und die Materie zu erforschen.

 

Diese Vorstellung kann auch durch das Bild des Baumes veranschaulicht werden.

 

Man kann sagen, dass die ersten Menschen, die im Paradies lebten, in der Krone des Baumes wohnten.

Die Krone des Baumes sind auch die Blüten.

Sie lebten also in den Blüten, und dort waren sie in Verbindung mit dem Licht, mit der Wärme, dem Leben, der Schönheit, der Freiheit…

Sie könnten sich nun aber gefragt haben:

»Was ist dieser Baum eigentlich?

Woher kommt diese Energie, dieser Saft?

Wir sehen einen Stamm, aber weiter unten ist auch noch etwas Verborgenes.

Was ist das?

Wir möchten es wissen.«

Da man die Dinge, um sie kennen zu lernen, an Ort und Stelle erforschen muss, haben diese ersten Menschen ihre herrliche Bleibe verlassen, die den Himmel berührte, und sind über den Stamm bis zu den Wurzeln hinabgestiegen.

 

Wenn man aber den Ort wechselt, muss man neue Bedingungen ertragen.

 

Und jetzt, da sie sich in den Wurzeln befinden, leiden sie, jammern sie, weil es dort finster und schwer ist und sie sich erdrückt fühlen.

Tröstlich ist aber trotz allem, dass dieses ganze Leben, das der Mensch im Paradies genossen hat, sich in seinem Inneren als unauslöschlicher Eindruck eingeprägt hat.

Er ist da, und ab und zu empfindet der Mensch ein Echo dieser Harmonie und Herrlichkeit, er kostet von neuem Augenblicke im Paradies in der Schönheit, der Musik, der Poesie.

 

Das Paradies ist im Inneren jeder menschlichen Seele, denn jede lebte ursprünglich im Paradies.

 

Heute führen die Menschen jedoch ein so gewöhnliches, stumpfes, begrenztes Leben, dass sie nicht mehr die Voraussetzungen haben, sich zu erinnern.

Manchmal wenn sie sich in eine mystische Lektüre vertiefen, bestimmten Geschöpfen begegnen, Landschaften betrachten oder schöne Musik hören, erwacht etwas in ihnen, und sie kosten von neuem für kurze Zeit das Paradies.

Leider ist nach einigen Minuten alles wieder ausgelöscht;

sie vergessen das Erlebte oder meinen sogar, es sei eine Täuschung gewesen, bei der man nicht verweilen soll.

Diese Überlegung ist schade, denn solche himmlischen Bewusstseinszustände entsprechen einer Wirklichkeit.

Sie sind sogar das Wirklichste, das es gibt, und es ist wünschenswert, solche Augenblicke so oft wie möglich zu erleben, bis man endgültig ins Paradies, in den Schoß Gottes zurückkehrt.

 

Diese Rückkehr wird eines Tages geschehen.

 

Gott ist immer da, um uns zu empfangen und uns in seine Arme zu schließen.

 

Er ist den Menschen nicht böse, nein, Er wartet auf sie bis zu dem Tage, da sie zu Ihm zurückkehren wollen.

Und da Er ihnen die Ewigkeit geschenkt hat, ist Er großzügig, verständnisvoll und sagt:

»Sie werden eine Weile, ein paar Millionen Jahre, leiden.

Aber dann werden sie zurückkehren und so glücklich sein, dass sie all das vergessen. Ihr Geist ist unsterblich.

Es ist nicht schlimm; es ist nicht schlecht, ein bisschen zu leiden.

Was sind schon ein paar Millionen Jahre, gemessen an der Ewigkeit?«

Seht ihr, so denkt der Herr.

Seine Überlegungen sind anders als die unseren.

Er hat es weniger eilig.

 

Bis die Menschen in den Schoß Gottes zurückkehren, lernen sie viel.

 

Und da sie nun einmal mit der Erforschung der festen Materie begonnen haben, müssen sie sie auch zu Ende führen.

 

Sie hätten ewig in der göttlichen Welt bleiben können, aber einmal hinabgestiegen, sind sie gezwungen, alle Stufen zu durchlaufen.

Stellt euch vor, ihr wäret auf dem Gipfel eines Berges.

Wenn ihr vernünftig seid und aufpasst, dass ihr nicht ausrutscht, stürzt ihr nicht ab, und könnt dort oben bleiben, so lange ihr wollt.

Sobald ihr aber anfangt zu rutschen, seid ihr gezwungen, einem bestimmten Weg zu folgen, über Felsen und durch Dornen, ständig in Gefahr, in Abgründe zu stürzen.

 

Habt ihr einmal eine Gesetzmäßigkeit, einen Mechanismus ausgelöst, hängt nichts mehr von euch ab.

 

Ihr habt nicht mehr die Macht, zu tun, was ihr wollt, sondern müsst durch alle möglichen Schicksalsprüfungen gehen.

Man darf nicht glauben, dass sich die Geschichte der Menschheit ohne das Einverständnis des Herrn abspielen konnte und dass weder ihr Ungehorsam noch die Wechselfälle ihres Schicksals vorhergesehen waren.

Der Mensch hat sich von Gott entfernt, aber Gott war nicht absolut dagegen, sonst hätte der Mensch sich ganz einfach niemals entfernen können.

 

Alles, was der Mensch tut, geschieht gewissermaßen mit der Zustimmung Gottes.

 

Und jetzt wird er zu Ihm zurückkehren.

Auf die Involution folgt die Evolution, oder die Rückführung, die Rückkehr in den Schoß des Ewigen, wie es in der Einweihungswissenschaft heißt.

Damit ihr seht, dass dieser Gedankengang nicht im Widerspruch zur Lehre Jesu steht, will ich euch zeigen, dass er im Gleichnis vom verlorenen Sohn enthalten ist.

 

Ihr kennt dieses Gleichnis?

 

Ein junger Mann hatte sein Elternhaus verlassen, um in ein fernes Land zu gehen, wo er sein ganzes Geld verschwendete.

Er hatte nicht einmal mehr etwas zu essen.

Schließlich war er gezwungen, Schweine zu hüten, um zu überleben.

Aber man gab ihm nicht einmal die Eicheln, von denen sich die Schweine nährten, und er hatte Hunger.

Da erinnerte er sich an sein Elternhaus, wo es reichlich Nahrung gab, und er entschloss sich zur Rückkehr.

 

In diesem Gleichnis hat Jesus die Geschichte der Menschheit zusammengefasst.

 

Ihr wisst, wie der Vater seinen Sohn empfing:

Als er ihn von weitem kommen sah, lief er ihm entgegen, schloss ihn in seine Arme und ordnete an, zur Feier seiner Rückkehr das beste Kalb zu schlachten.

Das ist genau das, was ich euch erzähle.

 

Der Herr wartet auf die Rückkehr des Menschen, der in die Welt ziehen wollte.

 

Er war neugierig; er wollte Entdeckungen machen – warum ihn daran hindern?

 

Der Herr wusste im Voraus, dass er unglücklich werden, dass er Hunger und Durst haben, dass er leiden würde, weil niemand ihn so lieben würde wie Er.

 

Er wusste, dass der Mensch dann aber zurückkehren und alles wieder gut werden würde.

Man stellt sich immer vor, der Herr sei über den Fehltritt des Menschen erzürnt gewesen.

Ganz und gar nicht!

Der Herr ließ ihn gewähren.

Er tat dies in guter Absicht und sagte sich:

»Früher oder später werden meine Kinder zurückkehren.«

Und wie der Vater des verlorenen Sohnes wird Er ihnen ein Festmahl bereiten, um sie zu laben.

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