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Das Vaterunser.

 

Vater unser, der Du bist im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

Unser täglich Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich

und die Kraft

und die Herrlichkeit

in Ewigkeit,

Amen.

 

Vaterunser, der Du bist im Himmel.

 

Jesus hat seinen Schülern ein Gebet gegeben, das seitdem von allen Christen gesprochen wird.

Es ist das Vaterunser oder auch »das Gebet des Herrn« genannt.

In dieses Gebet hat er ein sehr altes von der Tradition überliefertes Wissen gelegt, das schon lange vor ihm existierte.

Aber er hat es so stark zusammengefasst, dass es schwer in seiner ganzen Tiefe zu erfassen ist.

 

Ein Eingeweihter geht wie die Natur zu Werke.

 

Seht einmal, wie sie in einem kleinen Kern oder Samen einen ganzen Baum mit Wurzeln, Stamm, Ästen, Blättern, Blüten und Früchten auf meisterhafte, großartige Weise kondensiert.

Die ganze Pracht eines Baumes samt seiner Fähigkeit, Früchte zu tragen, lange zu leben, Unwettern zu widerstehen usw. ist in dem Samen verborgen, den man in den Boden legt.

 

Jesus hat genau das Gleiche getan, als er sein ganzes Wissen im Vaterunser zusammengefasst hat;

Er hoffte, dass die Menschen, die es sprechen und darüber meditieren.

Es als Samen in ihre Seele legen, es begießen, schützen und aufblühen lassen.

Um diesen unermesslich großen Baum zu entdecken, das Einweihungswissen, das er uns hinterlassen hat.

 

Alle katholischen, protestantischen und orthodoxen Christen sprechen dieses Gebet, obwohl sie seinen Sinn nicht immer richtig verstehen.

 

Manche finden sogar, dass es nicht besonders tiefsinnig und bedeutungsvoll ist, während sie mit ihren eigenen eindrucksvollen, poetischen, vollständigen und endlosen Dichtungen sehr zufrieden sind.

 

Aber was steckt dahinter?

 

Nichts Besonderes.

 

Lasst uns also versuchen, die Bedeutung des Vaterunsers zu ergründen.

Obwohl wir nicht alles erwähnen können, weil dieses Thema zu umfangreich ist.

 

»Vater Unser, der Du bist im Himmel«.

 

Es gibt einen Schöpfer, einen Herrn über Himmel und Erde und das ganze Universum.

 

Wenn es heißt, dass Er im Himmel sei, weist dies darauf hin, dass es im Raum verschiedene Ebenen gibt, die die jüdische Tradition Kether, Chokmah, Binah, Chesed, Geburah, Tiphereth, Netzach, Hod, Jesod und Malkuth genannt hat.

In diesen Bereichen wohnen unzählige Geschöpfe:

Es sind die Engelshierarchien, angefangen bei den einfachen Engeln bis hin zu den Seraphin.

In diesen zehn Himmeln (die die Kabbala Sephiroth nennt), wohnt der Gott, den Moses und die Propheten des Alten Testaments als verzehrendes Feuer, als strengen Herrscher beschrieben haben.

Den man nicht lieben konnte und sogar fürchten musste, denn »die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang.«

 

Später ist Jesus gekommen und hat Gott als unseren Vater dargestellt.

 

Baum des Lebens

 

Jesus ist gekommen, um Furcht durch Liebe zu ersetzen.

 

Anstatt einen schrecklichen Gott zu fürchten, darf der Mensch Ihn nun lieben.

 

Er kann sich an Ihn schmiegen wie an einen Vater.

 

Jesus hat Liebe und Sanftmut eingeführt.

Der Herr ist wie ein Vater, dessen Söhne und Töchter alle Menschen sind.

 

»Vater Unser, der Du bist im Himmel…«

 

Wenn Er im Himmel ist, können auch wir im Himmel sein, denn wo der Vater ist, wird auch der Sohn eines Tages sein.

In diesen Worten liegt eine große Hoffnung, die Hoffnung auf eine erhabene Zukunft.

Gott hat uns nach Seinem Bild erschaffen.

 

Er ist unser Vater, und wir sind Seine Erben.

Er wird uns Königreiche geben, Er wird uns Planeten zur Gestaltung überlassen, Er wird uns alles geben.

 

»Geheiligt werde Dein Name.«

 

Gott hat also einen Namen, den man kennen muss, um ihn heiligen zu können.

Die Christen geben Gott keinen Namen.

Sie nennen Ihn einfach Gott, das ist alles.

 

Aber Jesus wusste als Erbe einer langen Tradition, dass Gott einen geheimnisvollen und unbekannten Namen hat.

 

Als der Hohepriester einmal im Jahr diesen Namen im Heiligtum des Tempels in Jerusalem sprach, wurde seine Stimme absichtlich vom Lärm verschiedener Instrumente übertönt – Flöten, Trompeten, Tamburine, Zimbeln –, damit das vor dem Tempel versammelte Volk ihn nicht hörte.

Von diesem Namen, der im Alten Testament Jahwe oder Jehova geschrieben wird, weiß man nur, dass er vier Buchstaben hat:

 

Die kabbalistische Tradition lehrt, dass der Name Gottes selbst aus 72 anderen Namen oder Kräften besteht.

Die kabbalistische Tradition lehrt, dass der Name Gottes selbst aus 72 anderen Namen oder Kräften besteht.

 

Um euch dies verständlicher zu machen, möchte ich noch einige Worte über die Darlegungen der Kabbala hinzufügen.

Jeder Buchstabe des hebräischen Alphabets entspricht einer Zahl

– und da:

 

Jeder Buchstabe des hebräischen Alphabets entspricht einer Zahl

ist, ergibt die Summe der vier Buchstaben 26.

 

Wenn die Kabbalisten den Namen Gottes in ein Dreieck schreiben, stellen sie es folgendermaßen dar:

Das Dreieck der Kabbalisten

oder auch auf diese Weise:

Die 24 Knoten der Kabbala

Der auf diese Art geschriebene Name enthält 24 Knoten, die die 24 Alten Weisen darstellen, von denen in der Offenbarung die Rede ist.

Jedem Knoten entspringen drei Abzweigungen und alles zusammen ergibt 72.

Was bedeutet nun »Geheiligt werde Dein Name«?

 

Wundert euch nicht, wenn ich zur Erklärung dieser Frage zunächst die vier Elemente zu Hilfe nehme:

Erde, Wasser, Luft und Feuer, durch die die Welt erschaffen wurde.

Unser Körper, unser Herz, unser Verstand, unsere Seele und unser Geist sind mit den Kräften und guten Eigenschaften der vier Elemente verbunden.

 

Jedes Element wird von einem Engel geleitet.

 

Deshalb bittet ein Eingeweihter, wenn er sich läutern will, den Engel der Erde, die Unreinheiten seines physischen Körpers aufzunehmen, den Engel des Wassers, sein Herz zu waschen, den Engel der Luft, seinen Verstand zu reinigen und den Engel des Feuers, seine Seele und seinen Geist zu heiligen.

Die Heiligung ist also mit der höchsten Welt der Seele und des Geistes verbunden, das heißt der Welt des Feuers und des Lichtes.

 

Heiligkeit wird immer mit Licht verbunden.

 

Dies verdeutlicht übrigens die bulgarische Sprache.

Auf Bulgarisch heißt heilig »svetia«.

Dieses Wort hat die gleiche Wurzel wie svetlina, das Licht.

Der Heilige (svetia) ist ein Mensch, der das Licht (svetlina) besitzt.

In ihm glänzt, leuchtet und strahlt alles.

 

Werden nicht auch Heilige immer mit einem Heiligenschein dargestellt?

 

Heiligkeit ist also eine Eigenschaft des Lichtes, des reinen Lichtes, das im Geist strahlt.

 

Nur das Reine vermag zu reinigen, und nur das Heilige kann heiligen.

 

Folglich ist nur das Licht imstande zu heiligen, da es selbst die Heiligkeit ist.

Wir müssen also im höchsten Licht unseres Geistes den Namen Gottes heiligen.

 

Der Name ist ein Symbol, eine Zusammenfassung der Wesenheit, die ihn trägt.

Er enthält das Wesen seines Trägers.

 

Wer den Namen Gottes ausspricht, indem er sich von der Heiligkeit des Lichtes durchfluten lässt, der ist imstande, den Herrn anzuziehen, Ihn in alles einströmen zu lassen;

dann kann er selbst alle Dinge, Wesen und Existenzen heiligen.

 

Man darf sich nicht damit zufrieden geben, in der Kirche oder im Tempel zu sprechen:

»Geheiligt werde Dein Name«, sondern man soll ihn tatsächlich in sich selbst heiligen, damit man die außergewöhnliche Freude erlebt, endlich alles, was man berührt, isst und betrachtet, mit Licht zu durchfluten.

Ja, die größte Freude auf der Welt liegt darin, diese tägliche Übung richtig zu verstehen und überall alles zu segnen, zu erhellen und zu heiligen.

 

Erst dann erfüllt man das Gebot Christi.

 

Wenn man aber nur die Worte wiederholt:

»Geheiligt werde Dein Name«, ohne die Heiligung mit in seine Handlungen einzubeziehen, bedeutet dies, dass man nichts davon verstanden hat.

Schon wenn der Mensch Gottes Namen ausspricht oder schreibt, verbindet er sich mit göttlichen Kräften und kann sie auf die physische Ebene herabziehen.

 

Aber diese Arbeit beginnt im Kopf.

 

»Geheiligt werde Dein Name« betrifft den Geist, die Gedankenwelt.

 

»Dein Reich komme« bedeutet, dass es ein Reich Gottes mit seinen eigenen Gesetzen, seiner Ordnung und seiner Harmonie gibt, wovon wir uns nicht einmal eine Vorstellung machen können.

Aber in den vom Geist durchlichteten Augenblicken unseres Lebens bekommen wir manchmal eine flüchtige Vision davon.

Nur in einer hohen geistigen Verfassung beginnt man zu begreifen, was das Reich Gottes ist.

Denn mit dem Vorbild irdischer Bereiche, wo Unordnung, Schlägereien und Dummheiten herrschen, käme man nicht weit.

 

Trotzdem kann das Reich Gottes auf der Erde verwirklicht werden;

es gibt eine Lehre und Methoden dafür.

Bitten allein reicht nicht aus.

Seit 2000 Jahren bitten die Menschen, und es ist immer noch nicht da, weil man nichts für sein Kommen tut.

 

Mit dieser zweiten Bitte:

 

»Dein Reich komme«, steigen wir in den Bereich des Herzens hinab.

 

Der Name Gottes soll in unserem Verstand geheiligt werden, doch sein Reich soll in unserem Herzen errichtet werden.

Dieses Reich ist kein Ort, sondern eine innere Verfassung, in der sich das Gute, Großmütige und Selbstlose spiegelt.

 

Von diesem Königreich sagte Jesus vor 2000 Jahren:

»Das Himmelreich ist nahe.«

Für einige traf dies zu, aber für die meisten Menschen ist es noch nicht gekommen und wird auch in 20 000 Jahren noch nicht da sein, wenn sie sich damit begnügen, es äußerlich zu erwarten, ohne dafür innerlich etwas zu tun.

 

In Wirklichkeit ist das Himmelreich bereits für einige gekommen;

für manche ist es im Kommen, und für andere wird es wer weiß wann kommen!

Nun kommen wir zur dritten Bitte, die am wenigsten verstanden wird, aber am wichtigsten ist!

 

Sie ist eine Zusammenfassung der ganzen Einweihungswissenschaft:

»Dein Wille geschehe wie im Himmel also auch auf Erden«.

Im Himmel wird der Wille Gottes ständig und ohne Widerspruch ausgeführt.

 

Die himmlischen Geschöpfe stehen mit Seinem Willen in völligem Einklang und totaler Harmonie.

Was bei den Menschen nicht der Fall ist.

Deshalb hat Jesus diese Bitte formuliert, damit wir daran arbeiten, unseren Willen mit dem göttlichen zu harmonisieren.

Diese Idee lässt sich durch alle möglichen Beispiele erklären, unter anderem durch einen Spiegel, der einen Gegenstand reflektiert oder durch sonst irgendein Gerät.

Jedes Gerät hat einen Sender und einen Empfänger.

 

Das empfangende Prinzip muss sich mit dem aussendenden in Einklang bringen, sich anpassen und angleichen.

 

Der Sender ist der Himmel und der Empfänger die Erde.

Das heißt, die physische Ebene, die sich mit den Strömungen, den Formen, den Tugenden und Qualitäten des Himmels in Einklang bringen muss.

Um seine Herrlichkeit zu verwirklichen.

Die Menschen haben die Aufgabe, an der Erde zu arbeiten, damit sie sie in einen Garten voller Blumen und Früchte verwandeln, auf dass Gott in ihm wohne.

 

Doch was machen sie?

 

Manche sagen:

»Ach, wisst ihr, die Erde bedeutet mir nichts!«

Sie haben eben die Lehre Christi nicht verstanden!

 

Obgleich sie doch so deutlich ist.

 

Seht einmal, es heißt:

»Dein Wille geschehe wie im Himmel also auch auf Erden!«

Im Himmel ist bereits alles vollkommen, während es hier unten auf Erden nicht so wunderbar ist.

Also muss man bewusst und kühn in die Materie hinabsteigen, um sie zu beherrschen, zu beleben und zu vergeistigen.

Denn das Leben des Geistes soll sich auf der Erde ebenso vollkommen verwirklichen wie im Himmel.

 

Es liegt an uns – den Arbeitern Christi –, diese Aufgabe zu übernehmen.

 

Es genügt nicht, das Gebet zu sprechen, wenn man dann durch seine Lebensweise dessen Verwirklichung verhindert.

 

Man macht es oft wie jemand, der sagt:

»Komm herein, komm herein!« und einem dann die Tür vor der Nase zuschlägt.

Man betet und bittet, murmelt etwas dahin und zack!

Macht man die Tür zu.

Es ist wirklich erstaunlich, dass man derart unbewusst sein kann!

 

Und dann brüstet man sich nachher damit, ein Christ zu sein!

 

»Dein Wille geschehe wie im Himmel also auch auf Erden«.

Dieser Satz enthält die ganze theurgische Magie.

Wenn der Schüler die Bedeutung dieser Bitte Jesu begreift und es ihm gelingt, sie zu verwirklichen, wird er eines Tages ein Sender, ein Spiegel des Himmels sein.

wird selbst ein Himmel sein.

 

Dies steht geschrieben, und dies erwartet man von uns.

 

Die erste Bitte:

»Geheiligt werde Dein Name« betrifft unser Denken.

Um den Namen Gottes zu heiligen, müssen wir lernen, meditieren und unser Bewusstsein erweitern.

Die zweite Bitte:

»Dein Reich komme« bezieht sich auf unser Herz.

Denn das Reich Gottes kann nur in die Herzen eingehen, die voller Liebe sind.

Die dritte Bitte betrifft unseren Willen:

»Dein Wille geschehe wie im Himmel also auch auf Erden« setzt Arbeit, Widerstandskraft und Sieg voraus.

Dazu braucht man Kraft und Ausdauer, und deshalb sollte man sich üben und Arbeitsmethoden verfolgen, die uns helfen, uns mit dem Himmel zu harmonisieren und mit ihm im Einklang zu schwingen.

Was meint ihr, warum wir morgens den Sonnenaufgang betrachten?

 

Wir wollen der Sonne gleichen, damit die Erde, das heißt unser physischer Körper, ihre Qualitäten erwirbt.

 

Wenn der Mensch die Sonne mit Liebe betrachtet und mit ihr im Gleichklang schwingt, strahlt, erwärmt und belebt er selbst wie die Sonne!

Dies ist also eine Methode, das Gebot »Dein Wille geschehe wie im Himmel also auch auf Erden« zu verwirklichen.

Aber es gibt noch viele andere Übungen.

Für den Menschen gibt es nichts Wichtigeres als danach zu streben, Gottes Willen zu erfüllen.

 

Dies ist nämlich eine magische Handlung.

 

Wenn ihr euch entschließt, den Willen Gottes zu erfüllen, wird euer ganzes Wesen davon eingenommen und ausgefüllt.

Dann seid ihr allen anderen Einflüssen gegenüber verschlossen.

Die widerstrebenden Willenskräfte können euch nicht benutzen, und somit bewahrt ihr eure Reinheit, eure Kraft und eure Freiheit.

Wenn nicht der Herr von euch Besitz ergreift, werden es andere an Seiner Stelle tun;

davon könnt ihr überzeugt sein, und dann seid ihr nachher allen möglichen eigennützigen und anarchistischen Wünschen ausgesetzt, die euer Verderben bedeuten.

 

»Vater unser, der Du bist im Himmel, geheiligt werde Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel also auch auf Erden…«

 

All diese Bitten enthalten einen verborgenen Sinn, den nur der Wissende zu entdecken vermag.

 

Wenn Archäologen sehr alte Manuskripte, Gegenstände oder Bauwerke erforschen wollen, versuchen sie aus den hinterlassenen Texten, Figuren oder Orten die Mentalität des Volkes oder die Epoche zu entschlüsseln.

Mit Hilfe von Anhaltspunkten versetzen sie sich in die Denkweise dieser Zeit und erraten, was man damals aussagen wollte.

Ebenso können wir auch das Gebet, das Jesus zurückgelassen hat, als eine Art Monument oder als Zeugnis betrachten, das bei näherer Nachforschung eine ganze verborgene Lehre enthüllt.

Die ersten drei Bitten des Vaterunsers entsprechen den drei Prinzipien im Menschen.

 

Zunächst ein klares Denken, das alles erleuchten und heiligen soll.

Dann kommt das Fühlen, das Herz, das Zentrum aller Energien, in dem das Reich Gottes, das heißt das Reich des Friedens und der Güte für alle Geschöpfe, errichtet werden soll;

Schließlich folgt das Wollen, das heißt die physische Ebene, auf der wir durch unsere eigenen Handlungen das Himmlische ausdrücken und wiedergeben sollen.

Ach, das ist wunderbar!

 

Für mich gibt es keine Aktivität, die sich mit dieser Arbeit vergleichen lässt.

 

Wenn sie getan ist, wird Gott sich darum kümmern, was Er uns geben soll.

Was aber könnte Er uns darüber hinaus noch geben?

 

Er wird uns schon alles gegeben haben.

Wenn man diese drei Bitten verwirklicht hat, besitzt man bereits alles:

Licht, weil man alles versteht; Glück, weil man zu lieben vermag;

Gesundheit und Kraft, weil man arbeitet und verwirklicht.

Also, was wollt ihr noch mehr?

 

»Unser täglich Brot gib uns heute.«

 

Hier beginnen die Bitten, die den Menschen selbst betreffen.

Die ersten drei Wünsche betrafen den Herrn (denn man soll immer mit Ihm beginnen):

Seinen Namen kennen und heiligen, Sein Reich wünschen und Seinen Willen vollbringen.

 

Nun erbittet der Mensch etwas für sich selbst, und zwar verlangt er als Erstes nach Brot.

 

Warum Brot?

 

Weil es die für sein Überleben unentbehrliche Nahrung symbolisiert.

Aber Jesus spricht nicht nur vom stofflichen Brot.

 

In den Evangelien erwähnt er die Nahrung viel öfter im geistigen Sinne als im stofflichen.

 

Als der Teufel ihn zum Beispiel aufforderte, Steine in Brot zu verwandeln, antwortete er:

»Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht« (Mt. 4,4).

 

Oder auch als er sagte:

»Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit, denn sie sollen satt werden« (Mt. 5,6).

 

Gewiss, er hat fünf Brote und zwei Fische vermehrt, um eine Menschenmenge zu speisen, aber anschließend sagte er zu derselben Menge:

»Mühet euch nicht um die Speise, die vergeht, sondern um die Speise, die fürs ewige Leben bleibt…«

 

Die Bedeutung der Speise als geistige Nahrung kommt während des Abendmahls noch klarer zum Ausdruck, als Jesus Brot und Wein segnet, seinen Jüngern gibt und spricht:

»Nehmet und esset, das ist mein Leib… Nehmet und trinket, denn das ist mein Blut… Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben…« (Mt. 26,26-28 und Jh. 6,54).

Die erste Bitte, die dem Menschen selbst gilt, betrifft das tägliche Brot, ohne das er nicht leben kann.

 

Dies trifft aber auch für die geistigen Ebenen zu.

 

Wenn der Mensch sich nicht jeden Tag geistig nährt, stirbt er.

 

»Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.«

Eine genauere Übersetzung der Evangelien würde eher lauten:

»Erlasse uns unsere Schuld, wie auch wir die Schuld unserer Schuldiger erlassen«.

Jede Übertretung gleicht in Wirklichkeit einer Unehrlichkeit, für die man bezahlen muss.

 

Wer zum Beispiel das Vertrauen oder die Liebe eines anderen missbraucht, gleicht einem Dieb, der das unrechtmäßig Angenommene so oder so zurückerstatten muss.

Der Begriff »Karma« beruht auf der Wahrheit, dass wir auf die Erde zurückkehren, um für begangene Übertretungen in früheren Inkarnationen zu bezahlen.

Wer seine Schulden völlig bezahlt hat, braucht sich nicht wieder zu inkarnieren.

 

Egal ob man nun sagt:

»Vergib uns unsere Schuld« oder »erlasse unsere Schuld«, der leitende Gedanke bleibt das Verzeihen.

Hier taucht zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit die Vorstellung eines barmherzigen, verzeihenden Gottes auf.

 

Der im Alten Testament von Moses dargestellte Gott sprach nur von Vergeltung und Vernichtung.

 

Die Schuldigen wurden mitleidlos bestraft.

Selbst wenn manche Götter anderer Religionen weniger rachsüchtig waren, bestand niemand so sehr auf der göttlichen Barmherzigkeit wie Jesus es tat.

Die Idee eines verzeihenden Gottes ergibt sich logisch aus den ersten beiden Worten des Vaterunsers.

 

Gott verzeiht uns, weil ein Vater seinen Kindern immer verzeiht.

 

Jesus präzisiert jedoch:

»Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.«

Aber da wir die Schuld nicht erlassen und die Sünden nicht vergeben, erlässt der Herr leider auch nicht unsere Schulden und vergibt nicht unsere Sünden.

 

Wenn uns verziehen werden soll, müssen wir erst einmal selbst verzeihen.

 

Das Vergeben ist ein grundlegender Gedanke in der christlichen Religion.

Jesus hat die Lehre der Liebe gebracht, während andere Religionsväter den Akzent auf Gerechtigkeit, Weisheit, Wissen und Macht legten.

Ihr werdet mir jetzt natürlich sagen, dass Buddha Erbarmen lehrte.

Das stimmt, aber keiner hat es in einem solchen Ausmaß und mit solcher Klarheit getan wie Jesus.

In dieser Hinsicht war er wirklich außergewöhnlich.

 

Und deshalb ist er gekreuzigt worden.

 

Indem er mit den einfachsten Menschen und sogar Verbrechern und Huren verkehrte, verstieß er gegen alle Vorschriften.

 

So etwas hatte man noch nie gesehen:

Er aß mit Leuten, die man hätte steinigen müssen.

Und er ließ sich von ihnen einladen und besuchte sie.

Die Vertreter der sozialen Hierarchie konnten ihn deshalb nicht akzeptieren;

Und als sie erfuhren, dass er die heiligsten Wahrheiten den einfachsten Leuten zu enthüllen wagte, beschlossen sie, ihn zu töten.

Jesus ist gekreuzigt worden, weil er mit seiner Religion der Liebe alle Schranken umstieß, die gewisse selbstsüchtige Leute seit Jahrtausenden aufrechtzuerhalten versuchten.

 

»Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen…«

 

Ihr werdet sicherlich schockiert sein, wenn ich euch nun sage, dass ich nicht davon überzeugt bin, dass Jesus tatsächlich gesagt hat:

»…und führe uns nicht in Versuchung«.

Aber darauf kommen wir später zurück.

Begnügen wir uns im Augenblick mit der Feststellung, dass wir trotz dieses Gebets ständig versucht werden und dass sogar Jesus versucht wurde.

 

Im Evangelium des hl. Matthäus heißt es:

»Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde« (Mt. 4,1).

Wenn der Geist selbst ihn in die Wüste führte, damit er dort versucht werde, war diese Versuchung sicherlich notwendig.

Der Teufel forderte Jesus heraus, indem er sagte:

»Bist du Gottes Sohn, so gebiete, dass diese Steine Brot werden!«

 

Dann versetzte er ihn auf die Zinne des Tempels und sprach:

»Bist du Gottes Sohn, so stürze dich hinab, denn es steht geschrieben:

Er wird seinen Engeln deinethalben Befehl geben, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.«

 

Anschließend führte er ihn auf die Höhe eines Berges, zeigte ihm alle Königreiche der Erde und sagte:

»Dies alles will ich dir geben, wenn du dich nieder wirfst und mich anbetest.«

Der Teufel machte Jesus drei Angebote, die einen ganz bestimmten Sinn hatten.

Ich erklärte euch bereits, dass sie die drei Bereiche der physischen, der Astral- und der Mental -Ebene betrafen.

Aber die Antworten die Jesus gab, sind noch viel interessanter.

Sie zeigen, dass wir dem Versucher die richtigen Argumente und Antworten entgegenhalten müssen, damit wir den Versuchungen nicht erliegen.

Wenn der Versucher erkennt, dass der Mensch sich ihm mit unwiderlegbaren Argumenten widersetzt, weiß er, dass er ihn nicht verführen kann und lässt ihn in Ruhe.

Ihr solltet wissen, dass es von euch selbst abhängt, einem Einfluss nachzugeben.

 

Sogar die höllischen Geister können euch keinen Zwang auferlegen.

 

Wenn ihr allerdings kein Unterscheidungsvermögen besitzt und keine Vorsichtsmaßnahmen trefft, können sie euch natürlich beeinflussen.

Sie wissen genau, dass sie euch durch alle möglichen Reize in den Abgrund locken müssen.

Wenn ihr an ihren Angelhaken anbeißt, geht ihr ihnen ins Netz, und dann führen sie euch langsam aber sicher ins Verderben.

 

Gott hat ihnen die Macht dazu gegeben.

 

Sie wirkt aber nur auf euch, wenn ihr schwach und unaufgeklärt seid.

Sobald ihr dahin geht, wo sie euch hin haben wollen, üben sie eine ungeheure Macht auf euch aus.

Sie können euch zu Staub machen, und die Schuldigen dabei seid ihr selbst.

 

Den se sind so wie sie sind, sie dürfen die Menschen versuchen;

das ist ihre Aufgabe.

Aber warum seid ihr so dumm, dass ihr ihnen in die Falle geht?

 

Die Mächte des Bösen können den Menschen nur dann zerstören, wenn er selbst ihnen die Möglichkeit dazu gewährt.

 

Alles hängt von ihm selbst ab.

 

Wenn er sie nicht in sich eindringen lässt, können sie ihm nichts anhaben.

Ihre Macht liegt darin, den Menschen überzeugen zu können, dass er viel stärker, reicher und glücklicher wäre, wenn er dieses oder jenes täte.

Wenn er darauf eingeht, können sie ihn greifen und vernichten.

Solange er sich aber nicht darauf einlässt, können sie nichts gegen ihn unternehmen.

 

Wenn es darum geht, nein zu sagen, einen Einfluss abzulehnen oder sich ihm zu widersetzen, ist der Mensch genauso mächtig wie der Herr.

 

Es ist viel schwieriger, seinen eigenen Willen durchzusetzen und seine eigenen Wünsche zu erfüllen.

Dies erfordert viel Zeit und Arbeit, denn die menschlichen Fähigkeiten sind sehr begrenzt.

 

Aber im Ablehnen und Nein sagen ist der Mensch allmächtig, da kann sogar die Hölle nichts erreichen.

 

Wenn er sich beeinflussen lässt, ist er dumm und weiß nicht, wo seine wahre Macht liegt.

 

In manchen Ländern, wie zum Beispiel in der Türkei, gibt es eine sehr eigentümliche Kampfart:

Die Gegner sind fast nackt und völlig eingeölt.

Sie können einander also schwer packen, weil sie sich gegenseitig wie Aale aus den Händen gleiten.

Nun, mit negativen Geistern muss man genauso verfahren.

Wenn ihr nein sagt, seid ihr »eingeölt«, und dann finden sie keinen Halt an euch.

 

Aber wenn ihr – symbolisch gesprochen – Bänder an euch hängen lasst oder einen Strick um den Hals habt…

Klammern die bösen Geister sich daran fest, und ihr könnt euch nicht mehr befreien.

 

Ihr seid gefesselt und erledigt.

Also dürft ihr nichts an euch hängen lassen.

Und ihr müsst glatt sein, damit die Unerwünschten euch nicht packen können.

»Glatt sein« heißt, nein sagen zu können.

 

Wenn ihr einer Versuchung ausgesetzt seid, sagt:

»Gewiss, das sieht lecker und verlockend aus, aber das ist nichts für mich.

Den ich will ein Weiser, ein Sohn Gottes werden.

Und ich lasse mich nicht verführen.

Ich bin stärker als die Versuchung und kann sie überwinden.«

Ihr dürft Versuchungen nicht als etwas Unangenehmes oder als Hindernis auf eurem Weg betrachten.

Sondern im Gegenteil als Stimulans, denn sie bewirken eure Festigung.

 

Ein Weiser oder ein Eingeweihter umgeht keine Versuchung, er fordert sie sogar absichtlich heraus, um Selbstbeherrschung zu erlernen.

 

Wer die Versuchungen meidet, wird ihnen früher oder später doch erliegen.

Durch Davonlaufen kann man keine Probleme lösen.

 

Deshalb bin ich, wie gesagt, nicht davon überzeugt, dass Jesus wirklich gesagt haben soll:

»Und führe uns nicht in Versuchung«.

Denn man muss versucht werden, um seine wahren Möglichkeiten zu erkennen und stark zu werden.

 

Die Versuchung gleicht einem zu lösenden Problem oder einer zu bestehenden Prüfung und dient dazu seine Fähigkeiten zu beweisen.

 

Man sollte den Herrn nicht bitten, uns die Versuchungen zu ersparen, sondern uns zu helfen, ihnen nicht zu erliegen.

Das Böse und die negativen Kräfte existieren nun einmal, und wir brauchen den Herrn gar nicht darum zu bitten, sie aus der Welt zu schaffen, denn das wird Er doch nicht tun.

In der Offenbarung heißt es zwar, dass der Teufel am Ende der Zeiten in Feuer und Schwefel geworfen werden wird.

Aber bis dahin werden wir noch ständig mit dem Bösen konfrontiert werden.

 

Deshalb sollten wir lieber lernen, wie wir es einschätzen und wie wir mit ihm umgehen sollen.

 

Ergründen wir nun den letzten Satz:

»Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.«

Um diesen Satz zu begreifen, müssen wir wieder auf die verschiedenen geistigen Ebenen zurückkommen, von denen ich am Anfang sprach.

Jesus nennt diese Bereiche »Himmel« und die Kabbala »Sephiroth«.

 

Die zehn Sephiroth bilden den Sephirothbaum oder den Baum des Lebens.

 

Der Name jeder Sephira drückt eine Eigenschaft, ein Attribut Gottes aus:

Kether die Krone, Chokmah die Weisheit, Binah die Vernunft, Chesed die Barmherzigkeit, Geburah die Kraft, Tiphereth die Schönheit, Netzach den Sieg, Hod die Herrlichkeit, Jesod die Grundlage, Malkuth das Reich.

Die zehnte Sephira, Malkuth (das Reich) reflektiert und fasst alle anderen Sephiroth zusammen (siehe die nächsten beiden Abbildungen).

Lebensbaum

Lebensbaum

 

Jesus sagt:

»Das Reich Gottes gleicht einem Senfkorn.«

 

Ein Same bedeutet immer einen Ausgangspunkt:

Ausgangspunkt einer Pflanze, eines Baumes usw.

Man muss aber wissen, dass zwar der Anfang auf physischer Ebene unten ist.

Er auf geistiger Ebene, wo die Vorgänge sich gegensätzlich zur physischen Ebene abspielen, aber oben ist.

Während das Wachstum auf physischer Ebene von unten nach oben verläuft, verläuft es auf geistiger Ebene von oben nach unten.

Die erste Sephira, Kether, ist also der Same.

 

Ein keimender Same teilt sich zunächst in zwei, und dann entwickelt er sich zu einem Stamm, bekommt Äste, Blätter, Knospen, Blüten und Früchte.

 

Die Früchte tragen ihrerseits wiederum den Samen in sich.

Der eingepflanzte Same, Kether, wächst zum Baum heran.

Auf dem Weg seiner Entfaltung durchwächst er alle anderen Sephiroth bis zu Malkuth.

 

Die reife, Leben spendende Frucht, die das Fruchtfleisch schenkt, ist Jesod.

 

Jesod trägt den Samen.

 

Ihr seht also, dass der eingepflanzte Same am Ende seines Wachstums wieder zum Samen in der Frucht wird.

Unten ist der Same Malkuth, genauso wie oben der Same Kether ist, da der Anfang und das Ende der Dinge immer identisch sind.

Jeder Ausgangspunkt ist nichts anderes als das Endergebnis einer vorherigen Entwicklung und jedes Endergebnis ist der Ausgangspunkt einer neuen Entwicklung.

 

Alles hat einen Anfang und ein Ende.

 

Jede Ursache hat eine Folge, und diese Folge ist wiederum die Ursache einer neuen Folge.

 

In dem Satz:

»Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit« entsprechen das Reich, die Kraft und die Herrlichkeit den letzten drei Sephiroth: Malkuth, Jesod und Hod.

Das Reich ist Malkuth, das Reich Gottes, die Verwirklichung, und dort befindet sich unsere Erde.

 

Die Kraft ist Jesod. Jesod bedeutet Fundament oder Basis.

Diese Sephira beruht auf der Reinheit, denn die Reinheit ist der wahre Grundstein aller Dinge.

Auch die Sexualkraft ist mit Jesod verbunden, denn in ihr liegt die wahre Macht.

 

Sie gibt das Leben und auf höherer Ebene verstanden gehen auch von ihr die größten Realisationen aus.

Jesod entspricht dem Mond.

Die Herrlichkeit ist Hod, das Licht, das allem Wissen und allen Kenntnissen strahlend entspringt.

 

Der entsprechende Planet ist Merkur.

 

Der letzte Satz des Vaterunsers bedeutet demnach:

»Denn Dein sind die drei Bereiche der Verwirklichung, die am Ende des Wachstums von Kether bis Malkuth stehen.«

 

Das Reich, die Kraft und die Herrlichkeit bilden ein Dreieck, das eine Wiederholung des Dreiecks des Ausgangspunktes ist:

»Geheiligt werde Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe.«

Der Name, das Reich und der Wille bilden die Sephiroth Kether, Chokmah und Binah.

 

Also entspricht dem oberen Dreieck (Kether, Chokmah und Binah), das die Schöpfung in der unsichtbaren, geistigen Welt darstellt.

Und das untere Dreieck (Malkuth, Jesod und Hod), das die Konkretisierung, die Formgebung und die Verwirklichung auf physischer Ebene darstellt… »In Ewigkeit« bezieht sich auf die Sephira Netzach, dessen Name »Ewigkeit« bedeutet.

 

Ihr werdet fragen:

»Worauf beziehen sich nun die anderen Sephiroth: Tiphereth, Geburah und Chesed?«

Das könnt ihr anhand der bereits gegebenen Methoden und Erklärungen durch Ableitung selbst herausfinden.

 

Doch lasst uns der Reihe nach wieder auf die verschiedenen Verse zurückkommen, angefangen beim vierten.

 

»Unser täglich Brot gib uns heute.«

 

Das wahre tägliche Brot, die unversiegbare Quelle des Lebens, ist das Licht von Tiphereth. Tiphereth ist die Sephira, in der die Sonne herrscht, und von der Sonne erhält der Mensch sowohl seine physische als auch seine geistige Nahrung.

»Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.«

 

Diese Bitte entspricht der Sephira Chesed, mit der wir uns verbinden, wenn wir diesen Satz aussprechen.

Chesed entspricht dem Planeten Jupiter, Symbol von Nachsicht und Großmut.

Wer verzeihen will, der muss das höhere Vertrauen Jupiters besitzen, dass niemand uns den Reichtum nehmen kann, den Gott für uns bestimmt hat.

»Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.«

 

Diese Zeile entspricht der Sephira Geburah, die mit dem Planeten Mars verbunden ist.

Die Engel von Geburah haben Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben, nachdem sie sich von der Schlange versuchen ließen.

Diese Engel sind die Diener Gottes und bekämpfen das Böse und Unreine.

Wenn der Mensch sich mit Geburah verbindet, stärkt er sich und lernt selber, dem Bösen zu widerstehen.

 

Die folgende Abbildung veranschaulicht, wie die Sephiroth sich zu Dreiecken gruppieren lassen.

⊗ Das obere Dreieck (Kether, Chokmah und Binah) entspricht der Welt der göttlichen Ausstrahlungen, die die Kabbala »Atziluth« nennt.

⊗ Darunter befindet sich das umgekehrte Dreieck (Tiphereth, Chesed und Geburah), was der Welt der Schöpfung »Briah« entspricht.

⊗ Noch weiter unten kommt das Dreieck (Jesod, Hod und Netzach) der Welt der Entstehung »Jetzirah«.

⊗ Und schließlich stoßen wir auf Malkuth, die wie gesagt alle übrigen Sephiroth beinhaltet und der Welt der Realisierung »Assiah« entspricht.

Malkuth ist das Reich, Jesod die Kraft, Hod die Herrlichkeit und Netzach die Ewigkeit.

 

Wenn man also den Satz spricht:

»Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit«, verbindet man sich mit den letzten vier Sephiroth des Lebensbaumes.

Lebensbaum

Erkennt ihr nun langsam, wie unendlich weitreichend dieses kurze und scheinbar einfache Gebet ist, das Jesus uns gegeben hat?

 

Es umfasst das ganze Universum.

 

Hier öffnen sich großartige Horizonte vor euch!

Aber ich habe euch erst sehr wenig gesagt.

Denkt also darüber nach, meditiert über diese wenigen Worte und ihr werdet Wunder entdecken.

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