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Das Gute und das Böse.

– zwei Kräfte, die das Rad des Lebens drehen.

 

Von den Fragen, die die Menschen sich stellen, beschäftigt eine sie ganz besonders, und es gelingt ihnen nur sehr schwer, eine zufrieden stellende Antwort darauf zu finden.

Es ist die Frage nach dem Grund für die Existenz des Bösen:

Warum existiert es?

Die Antwort ist in Wirklichkeit ganz einfach.

Ich werde es an einem Bild veranschaulichen.

Früher spannte man oft Ochsen, Pferde und sogar Menschen an ein großes Rad, um aus einem Brunnen Wasser zu schöpfen.

Wer sie beobachtete, sah die einen auf sich zukommen und die anderen weggehen.

Er hätte daraus schließen können, dass sie sich in entgegengesetzter Richtung bewegten.

Hätte er aber die Szene von oben beobachten können, hätte er deutlich erkannt, dass sowohl die einen wie die anderen in dieselbe Richtung gingen und an ein und derselben Arbeit beteiligt waren.

Dieses Beispiel macht uns verständlich, dass das Gute und das Böse sich zwar gegensätzlich äußern, in Wirklichkeit jedoch zwei Kräfte sind, die für dieselbe Arbeit eingesetzt werden.

Da man sie aber nicht von oben betrachtet, das heißt aus spiritueller, initiatischer Sicht, sagt man, dass es zwei einander bekämpfende Kräfte sind.

 

Alle, die die Dinge und Ereignisse von unten betrachten, also von der Ebene aus, auf der sie sich abspielen, irren sich.

 

Wenn sie versuchen würden, sich zu erheben, um sie aus der Sicht der Weisheit, des Geistes zu betrachten, hätten sie ein korrektes Bild.

Sie würden einen Kreis, ein Rad sehen und verstehen, dass das Gute und das Böse zwei Kräfte sind, die das Rad des Lebens drehen.

 

Wenn man das Böse beseitigen will, wird auch das Gute vernichtet.

 

Das soll aber nicht heißen, dass wir das Böse nähren und stärken sollen.

Nein, es ist auch ohne unsere Hilfe stark genug; aber man soll auch nicht versuchen, es loszuwerden – was sowieso nicht gelingt.

Man muss es nutzen und die richtige Einstellung zu ihm finden. Ja, der Zeitpunkt ist gekommen, der Menschheit eine neue Philosophie zu geben.

 

Wenn ihr in der Sonne leben würdet, würdet ihr die Dunkelheit vielleicht nicht kennen.

 

Aber ihr habt die Sonne verlassen, seid auf die Erde gekommen, und da die Erde um die Sonne kreist, ist einmal Licht und einmal Finsternis.

Weil ihr außerhalb der Sonne seid, müsst ihr diesen Wechsel von Tag und Nacht, Licht und Finsternis, von Gut und Böse nicht nur hinnehmen, sondern auch zu nutzen wissen.

Wenn die Dunkelheit das Böse wäre, wie kommt es dann, dass gerade in der Dunkelheit der Erde oder des Unterbewusstseins Dinge von größter Wichtigkeit zu entstehen beginnen?

 

In Wahrheit ist die Dunkelheit die Bedingung für Geburten oder künftige Wiedergeburten.

 

Warum beginnt das Kind, warum beginnt der Samen sein Wachstum im Dunkeln…?

Und ihr – wie nutzt ihr die Nacht?

Wunderbar – ihr schlaft, nicht wahr?

Und wenn ihr am nächsten Morgen erwacht, habt ihr alle eure Kräfte zurückgewonnen und könnt euch wieder an die Arbeit machen.

Ihr werdet sagen:

Ja, aber woher kommt das Böse?

 

Es gibt ein ewiges Prinzip, das die Quelle aller Schöpfung ist.

 

Als dieses ewige Prinzip die Elohim beauftragte, die Erde (um nicht so weit zu gehen und zu sagen den Kosmos) zu schaffen, arbeiteten diese mit dem männlichen (positiven) und weiblichen (negativen) Prinzip, denn beide Pole sind für eine Manifestation notwendig.

Dabei war es unvermeidlich, dass es hier und da einige Überbleibsel gab, ungeordnete, nicht verwendete Elemente, die die Harmonie des Ganzen störten.

Diese Stoffe, diese Energien sind für den Schöpfer oder die Erzengel nichts Schlechtes, schaden aber den Menschen, die nicht mit ihnen umzugehen wissen.

 

Ich möchte noch ein anderes Beispiel geben.

 

In jedem Haus gibt es einen Platz für den Abfalleimer, den Müllschlucker und auch für die Toilette.

Denn was ihr auch tut, selbst wenn ihr der erleuchtete und vernünftigste Mensch wärt, hättet ihr immer irgendwelche Abfälle wegzuwerfen:

Papier, Konservendosen, leere Flaschen, Gemüseabfälle, Essens-Reste. In eurem Organismus gibt es ebenfalls Abfall, den ihr beseitigen müsst.

 

Selbst die beste Sache der Welt hat zumindest einen kleinen negativen Aspekt – die so genannte Kehrseite der Medaille.

 

Wir alle wissen es. Warum verstehen dann die Menschen die Sprache all dieser kleinen Dinge des täglichen Lebens nicht, die sich unaufhörlich vor ihren Augen ereignen?

Bei der Erschaffung der Erde musste das ungenutzte Material, symbolisch gesprochen die zerbrochenen Fensterscheiben und Ziegelsteine, die nicht verwendbaren Bretter und Nägel, irgendwo aufgeschichtet werden.

 

Deshalb hat auch die Erde ihre Mülleimer.

 

Es ist ein aus Finsternis bestehender Kegel:

ihr Schatten.

Wissen die Astronomen dies?

 

Der Ursprung des Bösen liegt also in den Überbleibseln des zum Bau der Erde verwendeten Materials.

 

Da Abfälle Ungeziefer aller Art anziehen, Ameisen, Fliegen, Würmer usw., stößt man unweigerlich auf diese Geschöpfe, wenn man diesen Bereich aufsucht, wo man glaubte, Freude und Vergnügen zu finden.

Die Bestimmung dieser Region, die man Hölle oder Welt der Finsternis nennt, ist also, die Müllcontainer aufzunehmen.

Alle Unreinheiten werden dort angesammelt und aufgehäuft.

 

Warum gibt es nun Geschöpfe, die gerade dort ihr Glück suchen?

 

Weil genauso, wie es Leute gibt, die so arm sind, dass sie Nahrungsreste oder alte Schuhe in Abfalleimern suchen, es auch in der psychischen Welt arme Schlucker gibt, die nicht die Möglichkeit haben, in den Gaststätten des Himmels bei Engeln, Erzengeln und dem Herrn zu speisen.

Sie haben nicht das nötige Geld (Geld heißt hier natürlich gute Eigenschaften und Tugenden), um sich die reine, lichtvolle Nahrung zu kaufen, die von der Sonne kommt.

Also müssen sie in den Gaststätten der Hölle im Schmutz und mit den gefallenen Wesen essen.

 

In diesem Reich des Bösen, diesem Reich der ungeordneten Kräfte, kann man trotz allem vieles finden.

 

Und wer wie die Erde alle Abfallstoffe umwandeln könnte, würde dieser Region Kräfte und Elemente entnehmen, die sogar die Engel ernähren könnten.

Aber ja…

Man hat ja auch chemische Vorgehensweisen entdeckt, um verschmutztes Wasser zu reinigen!

Die Natur hat alle Mittel, um Abfälle umzuwandeln, und auch der Mensch hat diese Mittel in sich.

Er muss sie nur finden und anzuwenden lernen.

Aber dazu muss er zunächst verstehen, was das Gute ist, denn erst dann ist er dem Bösen gewachsen.

 

Das Gute ist ein ewiges, schöpferisches und allmächtiges Prinzip.

 

Es ist Gott selbst, obwohl Gott in Wirklichkeit über dem Guten steht.

 

In der Kabbala werden das Gute und das Böse als zwei Manifestationen einer ihnen überlegenen Kraft dargestellt.

Aber zum leichteren Verständnis kann man Gott als das Prinzip des Guten darstellen, auch wenn er in Wirklichkeit über dem Guten steht.

Das Gute ist eine Manifestation Gottes, und das Böse ist ein Abfallstoff des Guten, der in der kosmischen Harmonie seinen Platz nicht finden konnte.

Man kann also das Böse nie mit dem Guten vergleichen, denn es ist nicht ewig, und es hat keine Macht, keinen Reichtum wie das Gute.

Deshalb irren sich jene, die glauben, das Gute und das Böse seien zwei gleich starke Wesenheiten, die sich bekämpfen, ohne dass die eine über die andere endgültig siegen kann.

 

Ich sagte bereits, dass das Böse ein Rückstand des Guten ist.

 

Man kann es mit der Materie vergleichen, die zurückbleibt, wenn man den Rosenblättern oder anderen Blüten die Quintessenz entzogen hat.

 

Eine Materie, die sich nicht verfeinern lässt, kann die Göttlichkeit nicht widerspiegeln.

Das Böse ist das, was übrig bleibt, wenn alles Gute »herausgezogen« ist.

 

Also ist da, wo das Gute ist, zwangsläufig auch das Böse, denn das Böse ist der Rückstand des Guten und hat keine eigene unabhängige Existenz.

 

Es hängt vom Guten ab, ist aus dem Guten geboren und durch das Gute erschaffen worden.

Solange die Menschen dem Bösen eine eigene, vom Guten unabhängige Existenz geben, werden sie es nie umwandeln können.

Das Böse wird sie weiter plagen, denn sie selbst geben ihm durch ihre Unkenntnis diese Macht und Unabhängigkeit.

 

Es ist das Licht, das die Finsternis hervorbringt.

 

Dort, wo Licht ist, muss es zwangsläufig einen Schatten geben.

 

Jeder Gegenstand wirft einen Schatten.

 

Gibt es Schatten ohne Licht?

Nein!

Wer sagt:

Vielleicht herrscht gerade deshalb Finsternis, weil kein Licht da ist«, irrt, denn selbst wo totale Finsternis herrscht, ist sie nur deshalb da, weil ein Gegenstand dem Licht im Wege steht.

 

Darum ist auch immer eine Hälfte der Erdkugel in Dunkelheit getaucht.

 

Ohne Licht könnte die Finsternis nicht existieren und ohne das Gute gäbe es auch das Böse nicht.

 

Die Manifestationen des Bösen sind also notwendig.

 

Aber sie sind weder ewig noch absolut;

sie sind abhängig von den Kräften des Guten.

Um nun das Problem lösen zu können, müsst ihr über das Gute hinausgehen.

Dies ist jedoch erst dann möglich, wenn ihr eine korrekte Vorstellung davon habt, was das Gute ist.

 

Das Gute ist eine harmonische Offenbarung, an der Liebe, Kraft, Intelligenz, Schönheit und Sanftmut teilhaben.

 

Wie ich jedoch bereits sagte, ist das Gute noch nicht Gott, sondern lediglich eine Manifestation Gottes.

Gott steht über dem Guten und dem Bösen.

Wir können Ihn nicht erfassen.

 

Da das Gute nun eine Offenbarung Gottes ist, verbindet man sich beim Denken an das Gute mit dem Schöpfer des Universums;

Mit dem ewigen Prinzip.

 

Unser Bewusstsein erhebt sich aus der Region der Finsternis, wo Leid, Angst und Schrecken herrschen, um das Zentrum, das schöpferische Prinzip aller Dinge, aufzusuchen.

Und da Er der Schöpfer ist, kennt Er die Aufgabe aller Elemente, aller Kräfte und aller Geschöpfe und kann helfen.

Wir selbst können es nicht wissen, aber Er hat alle Möglichkeiten.

Wir müssen uns also an Ihn wenden, weil Er über dem Guten und dem Bösen steht, und von Ihm Hilfe erbitten.

 

In diesem Augenblick sind wir fähig, äußerst subtile Kräfte auszulösen, die im ganzen Universum wirken.

 

Hier liegt für den Schüler die erhabenste, glorreichste Arbeit.

 

Es soll ihn nicht beunruhigen, wenn sie nicht sofort zu greifbaren Ergebnissen führt!

Die meisten Menschen arbeiten nur für materielle Verwirklichungen auf der physischen Ebene und erleben deshalb so viele Enttäuschungen, weil diese Verwirklichungen nur kurzen Bestand haben.

Wenn ihr euch entscheidet, mit dem unerreichbarsten Wesen, mit Gott, zu arbeiten, bekommt ihr wahre Ergebnisse, innere Verwirklichungen im Bewusstsein, und diese Verwirklichungen geschehen augenblicklich.

 

Was am weitesten entfernt liegt, ist in Wirklichkeit am nächsten.

 

Und was man am nächsten glaubt, ist in Wirklichkeit am weitesten entfernt.

 

Was man zu leben wünscht, lebt man nicht.

Und was man zu erhalten wünscht, erhält man nicht.

Erst wenn ihr an den entferntesten Realitäten arbeitet, werdet ihr sie augenblicklich erleben.

 

Ja, wenn ihr sofort etwas verwirklichen wollt, müsst ihr euch das entfernteste Ziel setzen.

 

Sagt euch von heute an:

Ich habe jetzt erkannt, wo die Wahrheit, die Kraft, wo das wahre Leben ist:

Sie sind in dem alleinigen Zentrum über dem Guten und dem Bösen.

Dann denkt an dieses Zentrum, verschmelzt unaufhörlich mit ihm, glaubt nur noch an es, sucht nur nach ihm, arbeitet nur mit ihm…

In dem Augenblick wird dieses Zentrum das Gute berühren, was sich in euch als Besserung eures inneren Lebens zu manifestieren beginnt, bis es sich eines Tages auch nach außen offenbart.

 

Gewiss, es ist einfacher, das Böse zu tun als das Gute.

 

Aber warum?

 

Nicht, weil das Gute schwach und das Böse mächtig ist, nein, nein, nein.

 

Sondern weil die Menschheit nach und nach Bedingungen auf der Erde geschaffen hat;

Die für das Böse sehr viel geeigneter und günstiger sind.

Wollt ihr etwas Böses tun?

 

Dann sind alle da, um euch zur Hand zu gehen.

 

Aber sobald es darum geht, etwas Gutes zu tun, ist es anders – als wäre das Gute gelähmt, betäubt, ohnmächtig.

Ja, in den niederen Ebenen ist es immer so, und die Menschen leben allzu sehr in den niederen Ebenen.

Aber sobald es gelingt, diese Bereiche zu verlassen, ist es genau umgekehrt:

Das Böse ist erstickt, gehemmt, gefesselt.

 

Wenn man in den höheren Bereichen lebt, ist es unmöglich, Böses zu tun, und wenn man Gutes tun möchte, geht das von ganz allein.

 

Ich kann euch ein Beispiel nennen:

 

Angenommen es ist Winter.

Alles ist feucht und mit Schnee bedeckt.

Wenn ihr nun den Wald in Brand stecken wollt, gelingt es euch nicht, weil das Feuer nicht brennen will.

Im Sommer dagegen, wenn es heiß ist, genügt ein Stückchen Glas, das die Sonnenstrahlen bündelt, um alles in Flammen aufgehen zu lassen.

Es ist, als wäre der ganze Wald damit einverstanden, Feuer zu fangen, weil die Bedingungen günstig sind.

Oder versucht einmal, eine Kanone abzufeuern, wenn das Schießpulver feucht ist.

Unmöglich…

 

Es gäbe noch viele solcher Beispiele.

 

Damit wird verständlich, dass das Böse auf Erden nur deshalb mächtiger ist als das Gute, weil die Menschen ihm die besseren Bedingungen eingeräumt haben.

Aber eines Tages wird sich das alles ändern; dann ist es umgekehrt.

Das Böse wird sich nicht mehr manifestieren können, es findet keine günstigen Bedingungen mehr.

 

Um das Böse zu lenken, zu beherrschen oder umzuwandeln, genügt es nicht, ein Diener des Guten zu sein, denn das Gute ist begrenzt, wie ich bereits sagte.

 

Das Gute hat das Böse deshalb nicht besiegt, weil es noch nicht Gott selbst ist, sondern nur eine Hälfte von Ihm.

Das Böse ist die andere Hälfte.

Das Gute und das Böse sind Bruder und Schwester, wenn ihr so wollt, nicht aber der Vater.

Also muss man sich an den Vater wenden, denn er befiehlt dem Sohn und der Tochter oder den beiden Geschwistern.

 

Zum Vater gehen heißt, ein Diener Gottes zu werden, und nicht nur ein Diener des Guten!

 

Man muss also noch höher steigen, um Gott zu dienen, der über das Gute und das Böse herrscht.

Dort findet man den wahren Schutz.

Offensichtlich gibt es in der Höhe das Böse nicht.

 

Und in dem Maße, in dem das Gute Vollkommenheit bedeutet, kann man sagen, Diener des Guten zu sein bedeute, Diener Gottes zu sein.

Aber das Gute, wie man es mit dem Intellekt versteht, also dem Bösen entgegengesetzt, ist noch nicht Gott, sondern nur die Hälfte von Ihm.

 

Ich kann euch noch weitere Beispiele nennen, um die Wahrheit des Gesagten begreiflich zu machen.

 

Nehmen wir den Blutkreislauf.

 

Wenn es nur den arteriellen Kreislauf gäbe, wäre das Leben nicht möglich; denn die Abfallstoffe müssen ausgeschieden werden, und das übernimmt die andere Hälfte, der venöse Kreislauf.

Er befördert das Blut in die Lungen, wo es gereinigt wird.

Danach kehrt es wieder ins Herz zurück, um von dort aufs Neue in die Arterien zu fließen.

Das reine Blut, das Gute, strömt also aus dem Herzen.

Bald jedoch nimmt es wieder neue Unreinheiten auf, und so geht es weiter.

Das gleiche Phänomen findet man auch im Straßenverkehr: rechte und linke Seite.

Gäbe es nur eine Fahrtrichtung, nur Einbahnstraßen, was würden die Autos machen, die zurückfahren müssen?

 

Also liegt das Böse nicht in der Tatsache begründet, dass es entgegengesetzte Kräfte gibt, denn beide erfüllen eine Aufgabe.

 

Aber wenn sie aufeinander prallen, sich gegenseitig bekämpfen und vernichten, statt die von der kosmischen Intelligenz bestimmte Arbeit auszuführen, liegt darin das Böse.

Es ist wie mit dem Feuer und dem Wasser:

Welch außergewöhnliche Dinge kann man tun, wenn man Wasser aufs Feuer stellt!

Aber nur, wenn eine »Trennwand« dazwischen ist.

Sonst würde das Feuer das Wasser zum Verdampfen bringen und das Wasser das Feuer löschen.

Das geschieht in allen Lebensbereichen, wenn man unwissend ist.

Die Kräfte und Gifte sind nur für den Menschen schädlich, der weder aufgeklärt noch stark genug ist, mit ihnen umzugehen.

Aber für die Natur gibt es das Böse nicht.

 

Man kann sagen;

Dass in gewisser Weise das Böse im Guten enthalten ist.

 

Nehmen wir das Beispiel der Ernährung.

 

Wenn wir essen, ziehen wir die nützlichen, für unsere Gesundheit unentbehrlichen Elemente heraus und scheiden diejenigen aus, die der Organismus nicht assimilieren kann.

Sie würden ihn übrigens vergiften, wenn er sie nicht ausscheiden könnte.

Das Schlechte ist also im Guten enthalten, beide sind verbunden.

Der Organismus muss auswählen und das Schlechte ausscheiden.

 

Nehmen wir andere Beispiele.

 

Ihr begegnet dem charmantesten, entzückendsten Mädchen und heiratet es.

 

Das ist etwas sehr Gutes.

Aber ihr seid nicht der Einzige, der dieses Geschöpf bewundert.

Andere interessieren sich auch für sie, und schon fangen die Geschichten an: Verdächtigungen, Eifersucht, Streit, wenn nicht gar Schlimmeres.

Oder stellt euch vor, ihr erbt ein großes Vermögen.

 

Ihr seid reich, wie wunderbar!

 

Ja, aber auch hier fangen die Sorgen an.

Man wird alles Mögliche von euch erbitten.

Ihr könnt jeden Augenblick bestohlen werden, nie habt ihr mehr eure Ruhe.

Und so geht es in allen Lebensbereichen.

 

Nur die Weisheit ist in der Lage, das Gute und das Böse zu nutzen und vor allem zu verhindern, dass Gutes sich in Böses verwandelt.

 

Wie ich zu Beginn sagte, sind das Gute und das Böse an dasselbe Rad gespannt.

 

Wenn das Gute allein existierte, würde es das Rad nicht drehen können.

Vielleicht bin ich der Einzige, der zu behaupten wagt, dass das Gute nicht die ganze Arbeit leisten kann, wenn das Böse ihm nicht zur Hand geht.

Ihr könnt einwenden, dass das Böse trotz allem eine entgegengesetzte Kraft ist.

Richtig, sie muss entgegengesetzt sein!

Wenn ihr eine Flasche verkorken oder entkorken wollt, benutzt ihr beide Hände und diese drücken beziehungsweise ziehen in entgegengesetzte Richtungen.

Aber gerade dank dieser Gegensätzlichkeit könnt ihr den Korken hineindrücken oder herausziehen.

Ihr werdet jetzt begreifen, wie die entgegengesetzten Kräfte für ein bestimmtes Ziel arbeiten.

 

Diesen Vorgang habt ihr täglich vor Augen, aber ihr seht ihn nicht.

 

Zum Schluss rate ich euch, euch jeden Tag mit dem Herrn, dem Zentrum, dem Punkt zu verbinden, der alles enthält.

 

Und Er seinerseits, der unermüdlich ist, der nie ruht, der ewig, unzerstörbar ist, der über dem Guten ist;

Wird die Kräfte des Guten vereinigen, und die Kräfte des Guten werden alles auf wunderbare Weise reinigen und ordnen.

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