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Unsere göttliche Abstammung.

 

Wie viele Menschen meinen, sie würden für scharfsinnig, intelligent und vernünftig gelten, weil sie sagen:

»Ich glaube nur an das, was ich sehe.

Wenn es Gott gibt, braucht Er sich nur zu zeigen!«

Wie können sie nur denken, dass sie damit ein Argument gefunden haben?

 

Zu sagen, dass man nicht an Gott glaubt, weil man Ihn nicht sieht, das ist absurd.

 

Würde man Ihn sehen, dann bräuchte man nicht glauben.

Sagt man denn, dass man an die Existenz seiner Eltern, seiner Freunde oder der Welt um sich herum glaubt?

Nein, man sieht sie und das genügt.

 

Der Glaube hat von seiner Definition her die unsichtbare und nicht die sichtbare Welt zum Gegenstand.

 

Aber all diese »vernünftigen« Leute denken nicht so weit, sie begnügen sich mit der Gewissheit, dass sie immer wieder auf andere Menschen treffen werden, die genauso »vernünftig« sind wie sie.

Die ihnen Recht geben und sich gemeinsam mit ihnen über all die naiven und geistig Minderbemittelten lustig machen, die sagen, dass sie an Gott glauben.

 

Und diejenigen, die behaupten, an Gott zu glauben, was glauben sie wirklich?

 

Kürzlich haben mich Freunde aus Bulgarien besucht und mir folgende sehr amüsante Anekdote erzählt, die in den kommunistischen Ländern die Runde macht:

Nach ihrer Rückkehr von einer Reise ins All werden die russischen Kosmonauten mit großem Pomp im Kreml empfangen, wo Staatschef Breschnew sie beglückwünscht und in Gegenwart einer ganzen Versammlung von Ministern, Generälen usw. auszeichnet.

Nach der Zeremonie nimmt er sie beiseite und fragt:

»Ganz ehrlich, sagen Sie mir, haben Sie da oben Gott gesehen?«

– »Ja«, antworteten die Kosmonauten

– »Ah!« seufzte Breschnew,

»natürlich, das habe ich mir schon gedacht.«

Dieselben Kosmonauten werden etwas später im Vatikan vom Papst empfangen.

Auch dort wieder ein großes Zeremoniell vor den versammelten Kardinälen.

Am Ende, nachdem alle sich zurückgezogen haben, nimmt der Papst die Kosmonauten beiseite und sagt:

»Ich möchte Ihnen eine Frage stellen, die mich schon eine Weile beschäftigt.

Im Laufe Ihrer Reise durch das All, sind Sie da Gott begegnet?«

– »Nein«, antworten sie,

»wir haben ihn nicht getroffen.«

Der Papst blickt etwas enttäuscht, schweigt für einige Zeit und murmelt schließlich:

»Ach ja, ich habe es mir schon gedacht.«

 

Der Erfinder dieser Anekdote war ein guter Beobachter und Psychologe.

 

Er hat verstanden, dass die Gläubigen und die Ungläubigen im Grunde in gleicher Weise unsicher sind.

 

Die Ungläubigen warten, dass Gott kommt, um sich zu zeigen und die Gläubigen haben nicht verstanden, dass der Glaube nicht auf sichtbaren Beweisen begründet ist.

 

Mit Argumenten die Existenz Gottes beweisen zu wollen, ist ein sinnloses, fruchtloses Unterfangen.

 

Auch ich kann euch durch logische Schlüsse einige Argumente bieten:

»Ausgehend von der Tatsache, dass… weil… also…«

 

Doch könnte ich euch auf die gleiche Weise beweisen, dass Er nicht existiert.

 

Je mehr man beweisen will, dass Gott existiert, umso mehr läuft man Gefahr, die Menschen in Zweifel zu stürzen.

 

Und wenn die Menschen nicht dazu bereit sind, zu akzeptieren, was ihr sagt, könnt ihr nichts machen.

Ihr könnt sie in Stücke schneiden, sie verbrennen, sie in einem Kessel kochen;

sie bleiben, was sie sind.

 

Was auch immer ihr tut, ihr erreicht nichts, sie müssen sich selbst öffnen.

 

Ihr könnt sie nicht öffnen.

 

Ihr werdet sagen:

»Ja, aber all die Ungläubigen, die könnten doch nicht umhin, an all die großen Wahrheiten, die die Religion und die heiligen Schriften uns lehren, zu glauben, wenn jemand vor ihren Augen Wunder vollbringen würde.«

Das glaubt nur ihr!

Sie wären höchstens für einige Augenblicke beeindruckt wie bei einem Zauberkunststück, und dann würden sie alles wieder vergessen.

 

Die Existenz Gottes beweisen zu wollen ist unnütz und ich werde meine Zeit nicht mit solchen Dingen vergeuden.

 

Es ist meine Absicht, euer Bewusstsein auf ein Niveau zu führen, wo sich diese Frage gar nicht mehr stellt.

 

In Wahrheit kann man die Frage nach der Existenz Gottes nur mit einem Analogieschluss beantworten.

Ihr habt einen Vater, der bei euch ist.

Aber er kann sich entfernen, auf Reisen gehen und eines Tages verlässt er euch sogar für immer.

 

Heißt das, dass es ihn nicht mehr gibt?

 

Nein, selbst wenn er nicht mehr physisch anwesend ist, existiert er doch weiterhin.

 

Ja, aber in euch.

 

Weil er euer Vater ist, hat er in euch eine unauslöschliche Prägung hinterlassen.

Physische oder psychische Wesensmerkmale, Talente, gute Eigenschaften… oder auch Fehler!

Und genauso ist es auch mit Gott:

Wir tragen Ihn in einer spirituellen Form in uns.

Da Er uns erschaffen hat, hat Er uns mit Seiner Quintessenz durchdrungen und fluidische Spuren in uns hinterlassen, ein Netzwerk aus feinen Fäden, die uns mit Ihm verbinden und dank derer wir Ihn wiederfinden können.

Daher kann man dem, der es zugelassen hat, dass sich sein inneres Sehvermögen so sehr verdunkelt hat und dessen spirituelle Fähigkeiten sich dermaßen verflüchtigt haben, dass er zu einem Punkt gelangt, wo er sagt:

»Es gibt keinen Gott, denn wenn es Ihn gäbe, usw.« oder »Gott ist tot«, nichts antworten, außer Folgendes:

 

Dass Gott dem Menschen auch die Möglichkeit eingeräumt hat, Ihn in seinem Inneren lebendig zu erhalten oder zu töten.

 

Wer meint, er könne Gott außerhalb von sich selbst finden, macht sich auf eine vergebliche Suche.

 

Man muss also aufhören, an Gott in objektiver Weise zu denken, als wäre Er ein Wesen außerhalb von uns.

 

Man muss auch aufhören sich vorzustellen, Er sei irgendwo da oben im Himmel, während wir hier sind, durch unermessliche Distanzen von Ihm getrennt.

 

Da Gott uns erschaffen hat, ist Er in uns, so wie der Vater und die Mutter im Kind sind.

 

Wenn wir unseren irdischen Vater und unsere irdische Mutter in uns tragen, dann tragen wir umso mehr unseren Himmlischen Vater und unsere Himmlische Mutter in uns.

 

Solange die Menschen diese Einstellung zu den Dingen nicht akzeptieren, werden sie früher oder später an der Existenz Gottes zweifeln.

 

Gott hat uns das Leben gegeben und die Möglichkeit, uns durch Gedanken, Gefühle, Worte und Taten auszudrücken.

 

Und jedes Mal, wenn wir einen inneren Drang zum Licht verspüren, jedes Mal, wenn uns Uneigennützigkeit, Güte oder Liebe inspirieren, jedes Mal.

Wenn wir das Bedürfnis haben, über uns selbst hinaus zu wachsen, Opfer zu bringen, manifestiert sich die Gegenwart Gottes in uns.

Versucht also, oft solche Erfahrungen zu machen und ihr werdet verstehen, was es bedeutet, an die Existenz Gottes zu glauben.

Ihr werdet fragen:

»Aber ist denn kein Mensch jemals Gott begegnet?«

Das hängt davon ab, was ihr »begegnen« nennt.

Es gibt Menschen, die euch erzählen werden, dass Gott sie täglich besucht, mit ihnen spricht, sie berät, ihnen Aufträge anvertraut, usw.

 

Auch hierauf gibt es nichts zu antworten, denn der Versuch, diese Leute von ihrer Einbildung abzubringen, ist sinnlos.

 

Sie meinen, Gott interessiere sich für die kleinsten Details ihres täglichen Lebens oder Er käme zu ihnen, um ihnen eine weltweite oder sogar kosmische Mission anzuvertrauen.

 

Gott zu begegnen… nur die wahren Mystiker konnten von solchen Begegnungen berichten.

Sie haben Erfahrungen mitgebracht, die wirkliche Begegnungen waren, aber innere Begegnungen!

 

Niemals ist jemand Gott physisch begegnet, und selbst wenn das möglich wäre, ist nicht gewiss, dass das viel bringen würde.

 

Gehen wir auch hier analog vor:

Ihr geht hinaus auf die Straße und geht in verschiedene Geschäfte, wo ihr mit einer Anzahl von Menschen zusammentrefft.

Man kann sagen, dass ihr ihnen begegnet und dass sie euch begegnen:

Sie können euch beim Herumgehen anschauen und sehen, wie ihr vom einen Endes des Marktes zum anderen spaziert, Gemüse und Früchte auswählt.

Aber glaubt ihr, dass sie euch auf diese Weise wirklich begegnet sind?

 

Nein, nur weil sie euch gesehen haben, wissen sie noch nicht wirklich, wer ihr seid.

 

Ihr wisst genau, dass ihr euch nicht auf eure physische Form beschränkt.

 

Der, der wirklich »ihr« seid, wohnt in eurem Inneren.

Das ist der, der denkt, liebt und wünscht.

Aber genau dieses Wesen, das ihr seid, ist für die anderen nicht sichtbar und auch ihr selbst seht es nicht.

Aber zweifelt ihr deshalb an seiner Existenz?

Nein.

 

Also bitte, ihr anerkennt, dass ihr euch selbst nicht sehen könnt, aber ihr wollt Gott sehen!

 

Wie inkonsequent!

 

Ihr werdet sagen:

»Aber selbst wenn das nicht wirklich ich bin, so ist mein Körper doch ein Beweis dafür, dass es mich gibt.

Man sieht ihn.«

Aber auch den Körper Gottes sieht man:

Es ist das ganze Universum mit all den Geschöpfen, die es bewohnen.

 

Also, macht euch nicht mehr dort auf die Suche nach Beweisen für die Existenz Gottes, wo ihr sie nicht finden werdet.

 

Sucht Gott in euch selbst, und ihr werdet feststellen, dass Er immer da ist und euch niemals verlässt.

 

Und wenn ihr Ihn nicht spürt, dann liegt das nicht daran, dass Er nicht da wäre, sondern daran, dass ihr Ihn verlassen habt.

 

Ihr wart nicht aufmerksam, ihr wart unvernünftig, habt einige Fehler gemacht und so hat sich euer Bewusstsein verdunkelt und jetzt habt ihr Wahrnehmungen, die euch über das wahre Wesen der Dinge täuschen.

Der Herr ist immer da, nur ihr habt für den Moment bewirkt, dass eure Fähigkeit, Seine Gegenwart zu spüren, sich verflüchtigt hat.

Tut daher euer Möglichstes, um sie wiederzufinden.

 

Es gibt Kinder, die niemals ihre Eltern gekannt haben, die nicht einmal wissen, wer sie sind.

 

Dennoch zweifeln sie niemals daran, dass sie Eltern hatten, und manche verbringen ihr ganzes Leben damit, nach den kleinsten Zeichen ihrer Existenz zu suchen.

Die Wahrheit ist, dass die Eltern in ihnen sind, in allem, was sie ihnen an Quintessenzen hinterlassen haben.

Ob sie also physisch anwesend sind oder nicht, sie sind da, in ihrem Inneren.

 

Kinder tragen ihre Eltern immer mit sich und in sich.

 

Biologen und Psychologen erforschen bei Kindern die Auswirkungen der physischen und psychischen Vererbungsgesetze.

Das ist sehr gut, aber nicht ausreichend.

 

Wer erforscht denn unser spirituelles Erbe, all die göttlichen Keime, die wir von unserem Himmlischen Vater und unserer Himmlischen Mutter empfangen haben.

-Und die wir wachsen lassen müssen, bis wir so werden, wie Sie?

 

In der Genesis steht geschrieben, dass Gott am sechsten Tag, nachdem er die Erde von den Wassern getrennt und die Sonne, den Mond, die Sterne, die Pflanzen und die Tiere erschaffen hatte, sprach:

»Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei…« (Gen. 1,26).

Das Universum ist der Körper Gottes, ein Körper, den Er mit Seinem Geist belebt.

 

Und genauso besitzt der Mensch einen Körper, der ein Abbild des Universums ist.

-Und der Geist, der diesen Körper belebt, ist ein Funke, der aus dem göttlichen Geist hervorgegangen ist.

 

Wenn ihr euch also fragt, wo Gott ist und ihr Ihn euch als einen Monarchen vorstellt, der weit weg, außerhalb eurer Sichtweite, an einem unerreichbaren Ort thront.

Der sich euren Blicken entzieht, im entferntesten Winkel des Himmels, dann ist klar, dass ihr Ihn niemals finden werdet.

 

Gott ist ohne Zweifel das entfernteste, ungreifbarste Wesen.

Aber zugleich ist Er das Wesen, das uns am nächsten ist, denn Er ist in uns.

 

Es erfordert daher einiges an Arbeit, damit wir diese Anwesenheit spüren können und sie zu etwas Lebendigem machen können.

Nichts ist kostbarer, als das Gefühl, dass der Herr in uns wohnt.

Dann stellt man sich keine Fragen mehr, ob es Ihn gibt, egal, was passiert.

Seit so vielen Jahrhunderten sagen die Juden und die Christen immer wieder, dass Gott den Menschen nach Seinem Bilde erschaffen hat!

 

Sie sagen das, ja, aber wann werden sie endlich begreifen, was das bedeutet…?

 

Als Gott uns erschaffen hat, hat er eine Quintessenz von Sich Selbst in uns hineingelegt, vom selben Licht, von derselben Reinheit und derselben Macht.

Diese göttliche Quintessenz in uns nennt die Einweihungswissenschaft unser Höheres Ich.

Wenn wir uns also auf unser höheres Ich konzentrieren, verbinden wir uns mit Gott, denn unser höheres Ich ist ein Quäntchen von Ihm.

Dank der Bemühungen, die wir unternehmen, um dieses Zentrum, diesen Gipfel in uns zu erreichen, lösen wir Kräfte aus, die alle Zellen unseres Körpers beleben.

 

Und das ist die Antwort Gottes auf unsere Gebete, denn Gott unterscheidet sich nicht von unserem höheren Ich.

 

Wir können Gott, den kosmischen Geist nur in dem Maße erreichen, wie es uns gelingt, den Geist in uns, das heißt, unser höheres Ich zu erreichen.

Versteht also, dass ihr, wenn ihr zum Herrn betet, in Wirklichkeit versucht, den Gipfel eures eigenen Wesens zu erreichen.

Und wenn ihr es schafft, löst ihr dabei eine derart reine und subtile Schwingung aus, die sehr günstige Umwandlungen bewirkt, wenn sie sich in euch ausbreitet.

Und selbst, wenn ihr dieses Mal nicht das erreicht, worum ihr gebeten habt, so gewinnt ihr doch wenigstens einige sehr wertvolle Elemente hinzu.

 

Der Nutzen eurer Bitte liegt darin, dass ihr versucht habt, den Gipfel in euch selbst zu erreichen und dass es euch gelungen ist, dort sehr weit und sehr hoch oben eine Kraft in Bewegung zu setzen.

 

Die auf ihrem Weg zu euch Klänge, Düfte und Farben erzeugt und euer ganzes Wesen regeneriert.

 

Anstatt euch zu fragen, wo der Herr ist und wie Er ist, arbeitet lieber an dieser Quintessenz von Ihm, die Er in euch hinterlassen hat, sonst begebt ihr euch nur auf eine fruchtlose Suche.

Manche Denker haben versucht, Gott zu definieren, indem sie sagten, Gott sei ein Kreis, dessen Mittelpunkt überall ist und die Kreislinie nirgends.

Schön und gut, aber mit so wenig genauen Angaben, wie wollt ihr Ihn da finden?

 

Da Er überall ist, begreift als Erstes und vor allem anderen, dass Er in euch ist.

 

Ihr habt also ununterbrochen die Möglichkeit, Ihn zu treffen, mit Ihm zu sprechen und Ihm zuzuhören.

 

Er wollte in die Geschöpfe einfließen.

Er ist also ein Teil von euch, ihr könnt Ihn nicht verlieren.

Wenn ihr Ihn verliert, dann nur deshalb, weil ihr euch noch nicht ausreichend bewusst wart, dass ihr Ihn besitzt.

So viele Menschen behaupten nur darum, dass sie nicht mehr an Gott glauben, weil sie sich mit dem begnügen, was man ihnen über Ihn gesagt hat.

Und das, was man ihnen gesagt hat, ist für sie etwas rein Äußerliches geblieben, bloße Worte.

 

Nur sind eben Worte, so wahrhaftig und tiefgehend sie auch sein mögen, immer etwas Äußerliches, und es besteht die Gefahr, dass sie eines Tages ihren Sinn verlieren.

Nur der Mensch kann ihnen wirklich einen Sinn geben und diesen Sinn bewahren, und dafür muss er sie in sich aufnehmen, sie zu seinen eigenen machen.

 

Das, was ihr wirklich besitzt, könnt ihr nicht verlieren.

 

Verlieren könnt ihr nur, was euch nicht gehört, das heißt, was noch nicht Teil von euch selbst geworden ist.

 

Einen Moment habt ihr Glauben, dann zweifelt ihr wieder, einen Moment habt ihr das Licht, dann tappt ihr wieder im Dunkeln, einen Moment liebt ihr und dann wieder nicht mehr.

Das bedeutet, dass weder Glaube, noch Licht noch Liebe euch gehören.

 

Damit sie euch gehören, müsst ihr selbst zu Glauben, Liebe und Licht werden.

 

Als Jesus sagte:

»Ich bin das Licht der Welt« (Jh. 8,12), identifizierte er sich mit dem Licht.

Er sagte nicht, das Licht sei in ihm oder mit ihm, sondern dass er das Licht sei.

In diesem Ausspruch steckt eine ganze Wissenschaft, über die man meditieren sollte.

Und die in allen Bereichen des inneren Lebens verwendet werden kann.

 

Auf der physischen Ebene können wir viele Dinge verlieren, die uns gehören.

Was aber in uns ist, vermischt mit uns, verschmolzen mit uns, was in uns Fleisch und Blut geworden ist, das können wir nicht mehr verlieren.

 

Dann fragen wir uns nicht mehr, ob es Gott gibt.

 

Wie könnten wir an dem zweifeln, was wir sind?

 

Der Glaube ist ganz tief in uns gegenwärtig.

 

Gott hat ihn dort durch Seine Gegenwart hineingeschrieben.

Man braucht ihn nur zu befreien, damit er sich manifestiert.

Ein absoluter Glaube wohnt in uns, da der Schöpfer wollte, dass wir ewig mit Ihm verbunden sind.

Wenn uns ein Meister oder ein Eingeweihter sagt:

»Durchtrennt nicht eure Verbindung mit Gott«, dann ist das nur ein Versuch, etwas in Worte zu fassen.

In Wahrheit können wir die Verbindung, die uns mit Gott vereint, nicht durchtrennen, denn wir sind von derselben Natur wie Er.

 

Nur in unserem Bewusstsein kann etwas abgetrennt werden, denn unser Bewusstsein kann eingeschränkt oder verdunkelt sein.

 

Unser wahres Ich hingegen ist niemals entfernt von Gott, denn Gott ist in uns, so wie auch wir in Ihm sind.

 

Jetzt werdet ihr fragen:

»Aber wenn wir und Er von gleicher Natur sind, wie kommt es dann, dass wir uns vom Schöpfer verschieden fühlen?«

Das liegt daran, dass wir, als wir in die Materie hinabgestiegen sind, zu vielen undurchlässigen Elementen gestattet haben, sich zwischen unseren Geist und unser gewöhnliches Bewusstsein zu stellen.

 

Die Geschichte des Menschen ist eine sehr lange, und um sie zu verstehen müssen wir nochmals auf den Anfang der Genesis zurückkommen.

Dort heißt es:

»Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.

Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe;

und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.

Und Gott sprach:

Es werde Licht!«

Und ab hier beginnt die Schöpfung.

 

Das Universum ist vor der Schöpfung also ein chaotischer und finsterer Raum, wie es die Worte »formlos, leer, Finsternis« und »Abgrund« andeuten.

 

Aber über diesem Chaos schwebt der Geist Gottes.

 

Ich habe euch schon erklärt, dass das Wasser das Symbol für die Ur-Materie darstellt, die vom Feuer, vom göttlichen Geist, befruchtet wird, um all seinen Reichtum zum Vorschein zu bringen.

Der Geist arbeitet an der Materie, indem er sie befruchtet, und durch das Erscheinen neuer Schöpfungen entdeckt er seine Kräfte und hat die Möglichkeit, sich zu erkennen.

Also, wenn ihr mich fragt, warum Gott das Universum erschaffen hat, dann antworte ich euch:

»Um Sich Selbst zu erkennen«…

Die Kabbala lehrt, dass Gott sich durch Sein Spiegelbild erkennen möchte.

 

Sie stellt diesen Gedanken bildhaft als eine Wasserfläche dar, in der sich das Angesicht Gottes widerspiegelt.

 

Da bleibt natürlich die Frage:

»Warum will Gott sich durch die Materie hindurch erkennen?«

Aber das ist eben das Mysterium.

 

Gott will sich also durch die Materie hindurch erkennen.

 

Deshalb hat Er Sonnen, Planeten, Steine, Pflanzen, Tiere… und auch die Menschen erschaffen.

Und weil der Mensch nach dem Bild Gottes erschaffen ist, will auch er sich durch die Materie hindurch selbst erkennen.

Sein Geist ist eingetaucht in die Materie (in seinen Körper, der eine Zusammenfassung des Universums darstellt) und er möchte sich durch diese Materie erkennen.

Doch er wird sich erst nach vielen Jahrtausenden wirklich erkennen können, wenn er diese Materie durch seine Arbeit so subtil und transparent gemacht hat, dass er sich durch sie hindurch sehen kann.

 

Bis dahin kann sich der Geist nicht erkennen, es ist, als sei er von sich selbst entfernt, verloren in der Dichte der Materie.

 

Auf unserem schwierigen Weg durch die Materie kann allein der Glaube uns retten, der Glaube an unseren göttlichen Ursprung, das Wissen, dass wir auf der Erde sind, um ein einziges Ziel zu erreichen:

Uns als Geist zu erkennen, damit wir das Licht und die Kraft des Geistes zum Ausdruck bringen.

Dieses Licht und diese Kraft sind bereits in uns, sie sind immer in uns, und manchmal, unter ganz besonderen Umständen, spüren wir, dass sie zum Durchbruch kommen.

 

Wir meinen, sie seien plötzlich zu uns gekommen, man weiß nicht von woher.

 

Nein, wir hatten sie bereits in uns, aber in jenem konkreten Augenblick ist es uns gelungen, dass unser Geist sich durch die Materie manifestieren konnte.

 

Unser Geist ist allwissend und allmächtig wie Gott.

 

Er lebt in einem unendlichen, ewigen Licht, nur ist unser Gehirn nicht in der Lage, uns dieses ohne Unterbrechung zu übermitteln.

Warum?

Weil die Fähigkeit unseres Gehirns, uns das Licht, das Wissen und die Kraft des Geistes zu übermitteln, in Beziehung steht mit allen Aspekten unseres physischen und psychischen Seins.

Macht einmal folgendes Experiment:

Versucht vom Aufwachen am Morgen bis zum Einschlafen am Abend, euch aller Abläufe bewusst zu werden, die bewirken, dass ihr am Leben seid.

All diese physikalischen, physiologischen, emotionalen und mentalen Vorgänge, die man nicht einmal aufzählen kann.

Weil sie so zahlreich sind, dienen euch dazu, um mit der Materie in Verbindung zu treten, um eine Arbeit in der Materie zu verrichten.

Und wenn ihr lernt, euch selbst zu beobachten, damit diese Vorgänge unter den besten Bedingungen in Bezug auf Reinheit und Harmonie ablaufen.

Dann verbessert ihr die Funktionsweise eures Gehirns, das nach und nach zum Vermittler der Kräfte des Geistes wird.

 

Auf diese Wahrheit müsst ihr euren Glauben gründen.

 

So werdet ihr unbesiegbar, ihr werdet verstehen, dass nichts euch bedrücken, schwächen noch zerstören kann.

 

Durch unseren Geist, unser höheres Ich, sind wir bei Gott, in Gott und durch ihn können wir unsere niedere Natur zähmen.

Oben sind wir bereits frei und im Licht, aber wir sollten es auch unten sein.

Die Verbindungen zwischen oben und unten, zwischen Geist und Materie wurden in den Einweihungsstätten der Vergangenheit studiert und erforscht und in verschiedener Weise symbolisch dargestellt.

Eines dieser Symbole ist die Schlange, die ihren eigenen Schwanz verschluckt.

 

Der Kopf der Schlange steht für unser höheres Ich, ihr Schwanz für unser niederes Ich.

 

Mit diesem Symbol wollten die Eingeweihten sagen:

»Ihr seid in Gott, in seinem Licht, und gleichzeitig seid ihr außerhalb von Ihm in der Finsternis.«

Doch Kopf und Schwanz sind Teil desselben Geschöpfes, der Schlange, sie sind also nicht voneinander getrennt.

Und dass die Schlange ihren Schwanz verschlingt, bedeutet, dass unser Geist, unsere höhere Natur eine Arbeit an unserer Materie, an unserer niederen Natur verrichtet.

Sie muss die Herrschaft über unsere Materie haben, damit zwischen diesen beiden in uns kein Widerspruch mehr besteht.

Dass die Schlange ihren Schwanz verschlingt, was bedeutet, dass unser Geist, unsere höhere Natur eine Arbeit an unserer Materie, an unserer niederen Natur verrichtet.

 

Diese Idee ist auch in der vierzehnten Karte des Tarot dargestellt »la Tempérance« (die Mäßigkeit).

 

Die Karte zeigt einen Engel, der in jeder Hand einen Krug hält.

In den Krug in seiner rechten Hand gießt er den Inhalt des Kruges, den er in seiner linken Hand hält.

Das Wasser, das der Engel da umfüllt, ist das Leben, der Strom des göttlichen Lebens.

Wenn er unterbrochen wird, gibt es keinen Austausch mehr und der Mensch macht keine Fortschritte;

er erreicht niemals die Vollkommenheit.

 

Der Engel steht für uns selbst, ja, für uns.

Wir sind dieser Engel, der die Möglichkeit hat, mit den beiden Gefäßen zu arbeiten.

 

Es hängt von uns ab, dass die göttliche Welt, der Geist, herabsteigt, um unten die Materie zu beseelen, zu erhöhen und zu beleben.

Dieses Herabsteigen bereiten wir vor, wenn wir uns bemühen, uns durch Gebet und Meditation zu erheben, denn diese Bewegung von oben nach unten kann nur dann stattfinden, wenn zuvor eine Bewegung von unten nach oben erfolgt ist.

Die Karte zeigt einen Engel, der in jeder Hand einen Krug hält. In den Krug in seiner rechten Hand gießt er den Inhalt des Kruges, den er in seiner linken Hand hält.

 

Der Geist kann nur dann herabsteigen, wenn wir eine umfassende Vorbereitungsarbeit leisten, um ihm dafür die Möglichkeit zu geben.

 

Wir müssen lernen, jeden Tag mit Hilfe des Gebetes und der Meditation diese Flüssigkeit.

Diese himmlische Quintessenz fließen zu lassen, um damit unser ganzes Wesen zu erfüllen.

 

Ein anderes Symbol für diese Arbeit, die es zu tun gibt, ist das Salomonsiegel.

Das Salomonsiegel ist eine Figur, die aus zwei gleichseitigen, ineinander geschobenen Dreiecken gebildet wird.

Das nach oben gerichtete Dreieck steht für den Menschen, der durch seine spirituelle Arbeit zur göttlichen Welt hinstrebt.

Das Dreieck, dessen Spitze nach unten zeigt, steht für das Herabsteigen der göttlichen Welt, die den Menschen mit ihrem Licht durchdringen möchte.

 

Der Kreislauf der Energien von einer Welt zur anderen wird dadurch dargestellt, dass sich die beiden Dreiecke nicht bloß überkreuzen, sondern auch miteinander kommunizieren.

 

Die Einheit ist die Wahrheit der Schöpfung.

 

Deshalb müssen Materie und Geist eins werden, dank des Austausches, den die beiden miteinander pflegen.

Oben und unten, das Höhere und das Niedere müssen eine Einheit bilden und in dieser Vereinigung bereichern sich beide ständig jeweils durch den anderen.

Das Niedere wird vom Höheren aufgenommen und zugleich wird es zum materiellen Behältnis für das Höhere.

 

Das Salomonsiegel ist eine Figur, die aus zwei gleichseitigen, ineinander geschobenen Dreiecken gebildet wird.

Seit Jahrhunderten und Jahrtausenden haben die Eingeweihten ihren Schülern dieselbe Wahrheit gelehrt.

Aber entsprechend dem jeweiligen Volk und der jeweiligen Zivilisation hat ihre Lehre unterschiedliche Formen angenommen.

 

Und selbst wenn diese sogenannte esoterische oder Einweihungslehre nur einigen wenigen offenbart wurde, erinnern doch alle Religionen den Menschen an seinen göttlichen Ursprung und geben ihm Methoden, um mit der Gottheit zu verschmelzen.

 

Nur sind die Religionen eine Sache, ihre Vertreter eine andere.

 

Wie viele unter ihnen kümmern sich wirklich darum, den Menschen zu helfen, sich ihres Ursprungs bewusst zu werden und ihnen Mittel zu geben.

Um die Gottheit in sich selbst wieder zu entdecken?

 

Das ist der Grund, warum man – trotz all der heiligen Schriften, die an Erhabenheit und Schönheit nicht übertroffen werden können – überall so viele Menschen sieht.

Die auf den falschen Weg geraten und zur Beute der finsteren Kräfte werden, die ihr niederes Ich bewohnen.

 

Angesichts dieses Chaos kommt man natürlich zu dem Schluss, dass es Gott nicht gibt.

 

Wenn so viele »Gläubige« eines Tages zugeben müssen, dass sie keinen Glauben mehr haben oder sogar, dass sie nie einen hatten.

Dann deswegen, weil man ihnen niemals erklärt hat;

dass der Glaube mit dem Erkennen des menschlichen Wesens beginnt und mit der Arbeit, die man an sich selbst verrichten muss.

Wer wirklich mit dieser Arbeit begonnen hat, stellt sich keine Fragen mehr über die Existenz Gottes.

Denn er spürt, dass er mit dieser Existenz verbunden ist, dass er ein Teil davon ist.

 

Er kann also die Existenz Gottes genauso wenig leugnen wie er seine eigene leugnen kann.

 

Wie viele Menschen meinen, dass es die Unwissenden sind, die am meisten von den Kenntnissen der Wissenden beeindruckt sein werden oder dass die Bösen beeindruckt sein werden von den Tugenden der Guten.

Das ist ganz und gar nicht so!

Wenn ihr wissen wollt, wo die Menschen in ihrer Entwicklung stehen, dann beobachtet, ob sie in der Lage sind, den Wert und die Qualitäten der anderen zu schätzen.

Wenn sie es nicht sind, so liegt das daran, dass sie selbst nicht viel wert sind.

Ebenso muss man gute Eigenschaften zunächst selbst haben, um sie bei anderen erkennen zu können.

Dasselbe gilt, wenn man die Existenz dieses größten Wesens aller Wesen mit Seiner Weisheit, Seiner Vollkommenheit und Seiner Herrlichkeit erkennen will, dann muss man auch schon etwas von dieser Vollkommenheit in sich selbst entwickelt haben.

 

Wir können nur das entdecken, was dem entspricht, was wir sind.

 

Wenn ich euch das darlege, folge ich damit nur dem Gedanken Jesu, der sagte:

»Ich und der Vater sind eins« (Jh. 10,30)

oder der die Schriftgelehrten und Pharisäer an einen Vers der Psalmen erinnerte:

»Ihr seid Götter« (Ps. 82,6 und Jh. 10,34).

Das ist in Wahrheit die christliche Religion.

 

Wenn ihr das nicht akzeptiert, werdet ihr niemals die Lösung zu den scheinbaren Widersprüchen in den Schriften finden, ihr werdet ihre Bedeutung nicht ergründen und es wird euch nicht gelingen »Kopf und Schwanz miteinander zu verbinden.«

Wir setzen uns ein Ziel, und um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir einen bestimmten Weg gehen und bestimmte Methoden anwenden.

 

Aber in Wirklichkeit sind das Ziel und die Methode ein und dieselbe Sache.

 

Wenn Jesus sagte:

»Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben« (Jh. 14,6), so fühlte er sich eins mit dem Weg.

Er ging auf dem Weg und er war der Weg.

Und wer Jesus, der auf diesem Weg geht, nachfolgt, muss selbst auch zum Weg werden:

Er denkt an Gott, geht auf Gott zu und muss Gott Selbst werden, das heißt, er muss sich mit dem Ziel, das er anstrebt, identifizieren.

 

So wird das Ziel zur Methode.

 

Und die Methode, das sind all die Übungen, die es uns ermöglichen, Fortschritte zu machen, um eines Tages mit Gott verschmelzen zu können.

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